Montag, 29. Dezember 2014

FAZ-Journalist: Das Christentum in Deutschland steht kurz vor dem Kollaps!

 Predigt und Linktipps zum Hochfest der Gottesmutter Maria (1.1.): Heute gegen Abend online!
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Solche Unkenrufe sind eigent-
lich weder neu noch originell. Dennoch ist es sicher kein Fehler, genauer hinzuhören und hinzusehen, wenn die Kir-
chen davor gewarnt werden, sich selber den Garaus zu machen.
Aktuell ist es der Journalist Markus Günther, der in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" diese Hiobsbotschaft in die Maschine getippt hat. Die Kirchen in Deutschland sähen mit ihren glänzenden Fassaden zwar solide aus, ständen aber "kurz vor dem Kollaps".
Die evangelische Nachrichtenagentur "idea" zitierte ihn gestern in einem Artikel ausführlich unter der Überschrift "Die Spätzeit des Christentums hat begonnen" (den Originalartikel in der "FAS" habe ich online leider nicht gefunden.)   ***)
In der Kirche betreibe man "Selbsttäuschung" über den wahren Zustand. Aber warum verlieren die Kirchen an Bedeutung? - Markus Günther ist überzeugt, in den Kirchen sei in der guten Absicht, niemanden verprellen zu wollen, zu viel an Glaubensinhalten aufgegeben worden.
Ob der Journalist jetzt von den katholischen Bloggern zum Ehren-Tradi ernannt wird...?
Man lese bei "idea" ---> KLICKEN !

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***) Nachtrag am 30.12.:   Nun auch im Original und in voller Länge bei der FAZ hier online lesbar ---> HIER !

Kommentare:

  1. Den Titel hätte er sich redlich verdient. Kann er nur einen wesentlichen Glaubensinhalt nennen, der aufgegeben wurde?

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    1. Ich schätze mal, auch Claus weiß genau, was der Journalist meint, aber zumindest in der Zusammenfassung bei idea etwas unglücklich ausgedrückt hat.
      Im Nachsatz erklärt er es nämlich: vieles sei weichgespült worden ---
      und nennt auch ein Beispiel, das auch Claus gelesen haben müsste:
      In manchen kirchlichen Äußerungen des göttlichen Bodenpersonals
      (nicht das Lehramt in Rom, aber viele Priester und Laientheologen)
      ist Jesus doch längst nicht mehr Gottes Sohn, sondern nur ein großes
      Vorbild. Oder anderes Beispiel: Auferstehung, so heißt es, sei doch
      nicht so wörtlich zu nehmen.
      Und wenn man sich die immer weiter zurückgehende Eucharistie-
      frömmigkeit anschaut, ahnt man auch, wie es in der Praxis mit
      "Dies i s t mein Leib" bei der Kommunion aussieht.
      Kurz: Der Journalist hat recht. Neu ist das allerdings wirklich nicht.

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  2. Tja, da haben wir sie, die so gern gepflückten "Früchte des Konzils". Und diese sind eben nicht nur, wie @Studiosus verharmlost, von irgendwelchen theologisch unterbelichteten Leutpriestern in den Ortskirchen unter das Volk gebracht worden, sondern sie wuchsen und reiften unter dem (nicht wahrgenommenen) "Lehramt" aller(!) Päpste seit Johannes XXIII. heran.

    Es hilft nichts, das aus falsch verstandenem Kasino-Gehorsam immer unter den Tisch zu kehren, sondern es muss so klar gesagt werden: Die letzten sechs Päpste sind ihrem Auftrag allesamt nicht mehr gerecht georden. Der letzte Papst, der die unwandelbare Lehre der Kirche verteidigt hat, war Pius XII.

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  3. Sie sollten aus Ihrem Alptraum aufwachen und der Realität ins Auge schauen, sonst laufen Sie demnächst auch bei Pegida mit, um das christliche Abendland zu retten.

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    1. @Claus: Sie brauchen sich um meinen Realitätsbezug keine Sorgen machen. Und: bei Pegida laufe ich bereits mit. Und sehr viele glaubenstreue Katholiken mit mir. Da seien Sie mal ganz unbesorgt!

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  4. Man schaue sich doch nur den Zirkus in manchen Gemeindegottesdiensten
    an, die man immer noch "Heilige Messe" nennt. Diverse Grüppchen haben
    da ihren Auftritt, die Kameras werden gezückt, man geht raus, um eine zu
    rauchen und ist vor allem sauer, wenn der Pfarrer es wagt, die Veranstaltung
    mehr als 50 Minuten dauern zu lassen...

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  5. Selbstverständlich hat der Journalist recht.
    Viele besorgte Gläubige sehen die Entwicklung ebenso traurig.
    Weiteres Beispiel: Jesus hat klipp und klar gesagt:
    "ICH BIN DER WEG, DIE WAHRHEIT UND DAS LEBEN"
    Seit Jahrzehnten sagt man aber in unserer Kirche, auch bei den
    Bischöfen: Neeeeeinn, wir wollen doch niemand beleidigen!
    Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb,
    und es ist doch egal, ob du Christ oder Moslem oder sonstwas bist.
    Es gibt eben viele Wege und viele Wahrheiten...

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  6. Da es unseren Kirchen ja seit neuestem auch wichtig ist, was der "Vorhof" zum allgemeinen Dialog über alles und nichts beizutragen hat, sollte man diese Analyse auch ernst nehmen. Aber an Äußerungen wie diese wird man geflissentlich im jeweiligen inner circle vorbeilesen und hören, denn alles, was nicht zur weiteren Aufgabe von Lehrposition anregt, ist in unserer Zeit nicht "dialogfähig" und somit diskussionsunwürdig.

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  7. Vieles, da ist den Vorpostern zuzustimmen, an dem Artikel ist zutreffend analysiert. Allerdings gilt dies auch für nachfolgenden Satz. der von den Tradis bezeichnenderweise totgeschwiegen wird, weil er nicht in ihr Weltbild passt:

    "Landet der spirituelle Nomade in einer traditionell geprägten Liturgie, ist das Ergebnis auch nicht besser. Denn der Fremde bleibt hier erst recht fremd und wendet sich ratlos wieder ab. Liturgie setzt viel Wissen voraus, sonst sieht man nichts als Tamtam und Brimborium."

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