Samstag, 27. Dezember 2014

"International einzigartig" - Päpstliche Uni bringt Pfarrern bei, wie man eine Pfarrei führt...

Eigentlich ist das Kursangebot ja durchaus sinnvoll, aber ich fand es eben doch ein wenig amüsant, als ich heute von ei-
nem als Sensation angeprie-
senem neuen Studiengang an der Päpstlichen Lateran-Uni-
versität
las.
Es geht bei dieser neuen At-
traktion um einen 15-monati-
gen (?!) Master-Studiengang "Pfarrei-Management".
Das Angebot richtet sich laut der kath. Nachrichtenagentur "kipa apic" sowohl an Priester als auch an Laien aus katholischen Einrichtungen.
---> KLICKEN !

Der Rektor der Hochschule ist offenbar sehr stolz auf dieses "international einzigartige" Lernangebot, wie man auch am großen Originalartikel in der italienischen Zeitung "Avvenire" erkennen kann. ---> KLICKEN !
Ob es da eine gewisse Konkurrenz zur Päpstlichen Hochschule Regina Apostolorum gibt? Die war im Mai international in den Schlagzeilen mit einem neuen Kursangebot zum Thema Exorzismus. ---> KLICKEN !
Das Erstaunlichste bei der Meldung war für mich, dass es so etwas nicht schon längst gibt. In anderer Form ist das mit Sicherheit nicht neu, auch
in der Priesterausbildung gehören diesbezügliche Grundkenntnisse dazu. Auch Kursangebote und Bücher zum Thema gibt es bereits, ohne dass sie mit diesem Lehrgang identisch sind, z.B. dieses hier über "Spirituelles Gemeindemanagement" ---> KLICKEN !
Also für gestandene Praktiker eher nur eine Sensation zweiten Grades, schätze ich mal...

Kommentare:

  1. Ordinariatsgeschädigter27. Dezember 2014 um 15:25

    Ach du lieber Himmel...!
    Jetzt wird es immer offensichtlicher, dass Priester wie etwa Don Bosco
    oder der Pfarrer von Ars ganz miserabel ausgebildet waren...

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  2. Ich bin einigermaßen erstaunt: In den letzten Jahren hieß es immer,
    man wolle die Priester endlich von ihren Verwaltungsaufgaben entlasten,
    damit sie mehr Zeit für ihre eigentliche Aufgabe hätten, die Seelsorge.
    Da ist solch eine Fortbildung doch kontraproduktiv.

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    1. Ja - aber da vor allem die Tradis mit ihrem absolutistischen Hierarchieverständnis auf Biegen und Brechen daran festhalten, dass der Priester und sonst gar niemand das "Haupt", der Chef, der Leiter, der Vorstandsvorsitzende, der CEO etc.pp. der Pfarrei zu sein hat und da sie die "Gremien", die den Priester bei der Administration unterstützen sollen, ja für überflüssig und abschaffenswert halten, muss der Priester logischerweise nicht nur Sakramente spenden, sondern auch die Administration machen. Denn ein Cef ohne Administations- und Jurisdiktionsgewalt ist ja kein Chef mehr.

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