Freitag, 19. Dezember 2014

Kardinal Marx: PEGIDA-Teilnahmeverbot für Katholiken? -- "Es gibt keine Anweisungen"

                Direkt zu Predigt u. Linktipps für 4. Adventssonntag ---> HIER KLICKEN !


"Es gibt dazu keine oberhirt-
lichen Anweisungen"
, erklärte Kardinal Marx jetzt vor der Presse und widersprach damit indirekt dem Bamberger Erz-
bischof Schick. Dieser hatte erklärt, Christen dürften bei den Demonstrationen von "PEGIDA" nicht mitmachen. ---> KLICKEN !
Marx hingegen befand, jeder müsse "selbst überlegen, hinter welchen Transparenten er herläuft". ---> KLICKEN !
Selberdenken ist für Katholiken also angesagt. Meine eigene Einstellung
zu "PEGIDA" ist zwiespältig, wie man kürzlich lesen konnte, und die Leser-
kommentare waren auch bunt gemischt. ---> KLICKEN !
Offensichtlich hat die politische und mediale Elite unseres Landes das Problem PEGIDA unterschätzt, vor allem aber die Sorgen und Existenz-
ängste vieler Menschen. ---> KLICKEN !
Diverse Umfragen zeigen ohnehin, dass große Teile der Bevölkerung viel weniger Vertrauen in die Berichterstattung in den Medien haben als bisher angenommen. ---> KLICKEN !
Manche Medienmacher scheinen immer noch zu glauben, man könne das Problem einfach mit ein paar Tricks wegklicken. ---> KLICKEN !
Dagegen hat Jakob Augstein vom "SPIEGEL" erkannt, dass es nicht schaden könnte, nach den politisch-gesellschaftlichen Ursachen solcher Unmutsausbrüche zu fragen. ---> KLICKEN !

Man kann es also überspitzt so ausdrücken: "PEGIDA" lehrt uns u.a. mal wieder, dass ein Großteil von Politik und Medien ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Indem man große Teile der Leser und Bürger pauschal als "rechtsradikal" und / oder "islamfeindlich" abstempelt, löst man keine Probleme, sondern schafft neue...
.
Nachfolgendes Video stammt wohl von einem PEGIDA-Mitmacher, macht aber vielleicht nachdenklich...
>
                    Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !
 

Kommentare:

  1. Dass Augstein leider völlig daneben liegt, beweisen die Sympathisanten der Pegida unter den Katholiken. Die sind keine armen Würste, die ungebildet sind oder von HarzVI leben, die pflegen ihre Ressentiments trotz ihres Glaubens, der ihnen einen anderen Weg aufzeigt, und trotz einer gewissen Bildung. Andererseits zeigt es, dass man durch das Auswendiglernen des Katechismus eben kein moralischer Mensch wird.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Diözesaner Bürohengst19. Dezember 2014 um 18:39

      Natürlich hat Augstein völlig recht.
      Seit wann hat man nur dann Existenzängste und Sorgen um die
      Zukunft von Kindern und Enkelkindern, wenn man Hartz-IV-Empfänger ist?
      Der Kommentar von Karl. M. kann daher nur als Polemik verstanden werden.
      Seine Probleme mit dem Katechismus sollte er den Lesern des Blogs
      nicht überstülpen.

      Löschen
  2. Marx hat schon recht: jeder sollte sich selbst informieren, was eine Gruppierung will und was nicht.

    Heute hat ja jeder Gruppe seine Homepage, Facebookseite, Twitter etc., so daß man auch mal direkt gucken kann, was die schreiben und wie es dort zu geht.

    Was Erzbischof Ludwig gesagt hat, war mit etwas zu plakativ. Aber es war ja auch nur eine kleine Frage in einem kurzen Interview, so daß er seine Gedanken und Überlegungen nicht ausführlich darlegen konnte.
    Ich kann mir kaum vorstellen, daß er die Exkommunikation über alle verhängt, die an einer solchen Demo teilnehmen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wie ich der Internetseite des Erzbistums Bamberg entnehmen, meint der Bischof es tatsächlich so plakativ, wie es rüber kam
      http://erzbischof.kirche-bamberg.de/meldungen/erzbischof-schick-%E2%80%9Echristen-duerfen-bei-pegida-nicht-mitmachen%E2%80%9C/cd3f3fa2-5e75-4f41-b34f-cea0d5f0b4c3?mode=detail&targetComponent=newslist

      Löschen
  3. Das gezeigte Video hat mich in der Tat etwas nachdenklich
    zurückgelassen. Zu sehen ist eine friedliche, ruhige Demonstration.
    Dem Kreuzknappen DANKE dafür, dass er auch schwierige Themen
    mit Linktipps und relativ neutraler Beschreibung aufarbeitet!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, ja, das Video könnte glatt als Werbung für Hundefutter durchgehen. Ironie!!!
      http://de.wikipedia.org/wiki/Pedigree

      Löschen
  4. Was der Kreuzknappe nur andeutet,
    sollte man ruhig deutlicher formulieren: Die jetzige Stimmungslage
    bei vielen besorgten Mitbürgern ist u.a. auch darauf zurückzuführen,
    dass es den Verantwortlichen in Politik und Medien nicht gelungen ist,
    die Sorgen zu zerstreuen und fundierte Argumentationen zu liefern,
    warum Einwanderung nach Deutschland per se erst einmal gar kein
    Unglück ist, sondern zum Nutzen aller!

    AntwortenLöschen
  5. Das wäre ja noch schöner, wenn die deutschen Bischöfen
    den Katholiken in dieser Frage Vorschriften machen wollten.

    AntwortenLöschen
  6. Es ist das alte Lied:
    Da wird von vielen Politikern und Medien absichtlich oder
    unabsichtlich mit PEGIDA mal wieder ein Popanz aufgebaut,
    um von den brennenden Problemen abzulenken.
    Wer auch nur ein bisschen Verstand hat, kann sich im Internet
    das Positionspapier von PEGIDA herunterladen und dort dann
    selbst nachlesen, dass das keine Ausländerhasser sind,
    sondern klar denkende Menschen, die ausdrücklich für berechtigte
    Asylbewerber eintreten!

    http://www.menschen-in-dresden.de/wp-content/uploads/2014/12/pegida-positionspapier.pdf

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "Klar denkende Menschen" - naja, wenn Sie sich mal das mehr als stattliche Vorstrafenregister des "Pegida"-Chefs und anderer führender Personen dort anschauen - ist ja inzwischen bekannt. Aber sicher, auch Betrüger und Schläger können klar denken, das ist sicherlich richtig.

      Löschen
    2. Was heißt denn: "PEGIDA ist für sexuelle Selbstbestimmung!"? Demonstriert man für Abtreibung, wenn man da mitläuft?

      Löschen
    3. Suuuuper Stammtisch-Argument, Leser Wenrich!
      Wenn man sich so aus der Kirchengeschichte betrachtet,
      welche Greueltaten im Namen des Christentums auch von führenden
      Christen begangen wurden, wäre ich da mal gaaaanz vorsichtig.
      Ihr Argument läuft auf dem Niveau von:
      Weil es einige schlimme Autofahrer gibt, die Raser sind und auch
      schon Leute über den Haufen gefahren haben, sind die Autofahrer
      als Spezias gaaaanz böse Menschen...
      Ich war bei PEGIDA dabei, es war ganz friedlich, und ich verwahre
      mich ganz entschieden gegen die Sippenhaftung, die hier mal
      wieder versucht wird!

      Löschen
    4. Dann erklären sie mir doch mal folgendes:
      Die Gruppe nennt sich "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung der Abendlandes", im Positionspapier taucht dann der Begriff Islam, bzw. Islamisierung gar nicht mehr auf.
      Eine Unterscheidung von Asyl und Einwanderung unterbleibt stattdessen konsequent.
      Und dann kommen auch noch quasi aus dem Nichts plötzlich die Begriffe "sexuelle Selbstbestimmung", "Gender" und ""Gender Mainstreaming" ins Spiel.
      Was hat das mit Patriotismus oder einer angeblichen Islamisierung Europas zu tun zu tun?
      Das sind stumpfe, undifferenzierte und pauschale Angriffe.

      Und wie klar denkend die Mitläufer bei diesen Demos sind, kann man sich hier angucken:
      http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2014/PEGIDA-ROH-2,panorama5344.html

      Aber da wird ja wieder von den Medien nur ein Popanz aufgebaut...

      Löschen
    5. Klar, Leser Kurt Schmitt. In der NSDAP gab es auch Millionen grundanständiger Mitglieder, die einfach aus Sorge um ihr geliebtes Vaterland sich in dieser Partei engagiert haben und natürlich selber integere Menschen waren, die sich nichts zuschulden kommen liessen. Wie gemein, sie zu stigmatisieren wegen so ein paar irrlichternder Gestalten an der Spitze wie Hitler, Himmler und Göring...

      Löschen
  7. Niemand bestreitet, dass es bei PEGIDA auch Rechtsextreme gibt,
    die da ihr eigenes Süppchen kochen wollen.
    Doch selbst der Verfassungsschutz musste heute zugeben, dass
    PEGIDA nicht von Neonazis gelenkt wird:
    http://www.focus.de/politik/deutschland/pegida-variante-in-kassel-hinter-anti-islam-protest-stecken-nicht-rechtsextreme_id_4357002.html

    Wenn man bei Interviews mal etwas darauf achtet, kann man leicht fest-
    stellen, dass die seit Tagen angegriffene Presse und das Fernsehen jetzt
    eine neue Strategie entwickeln und Interviews von und mit möglichst "doofen"
    bzw. "rechten" Teilnehmern machen.
    Bei anderer Gelegenheit war ich auch mal bei einer Demo dabei und habe
    das auch so traurig miterlebt: Die Journalisten haben einen guten Blick dafür,
    wer so tumb ist, ihnen die Sätze zu liefern, die sie für ihre Artikel brauchen.

    AntwortenLöschen
  8. Ein anschauliches Beispiel für die tendenzielle Auswahl
    von Demonstrationsteilnehmern liefert das im übrigen sattsam bekannte
    Polit-Magazin "PANORAMA".
    Klar, der typische Demonstrant ist natürlich ein Krakeel-Onkel...
    Wie durchschaubar ist das...?!

    https://twitter.com/fluxusx/status/546018650822828034/photo/1

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, wer jemals in den Medien als Profi gearbeitet hat,
      kennt die Tricks:
      Jetzt versucht das Magazin PANORMA mit einem
      ganz üblen Trick:
      Man habe das komplette Rohmaterial ins Netz gestellt, damit
      sich jeder von den üblen Demonstranten überzeugen könne.

      Selten so gelacht: Wer hat denn wohl entschieden,
      wer oder was da gefilmt und interviewt wird?
      Friedliche Bürger?
      Nein, Polit-Magazin-Journalisten mit der Absicht, ent-
      sprechende Bilder zu bekommen.
      Den einen hat man gefilmt, den anderen lieber nicht.
      Habe ich selber auch schon so erlebt.

      Löschen
  9. "Wenn man bei Interviews mal etwas darauf achtet, kann man leicht fest-
    stellen, dass die seit Tagen angegriffene Presse und das Fernsehen jetzt
    eine neue Strategie entwickeln und Interviews von und mit möglichst "doofen"
    bzw. "rechten" Teilnehmern machen."

    Ah, ja! Ich dachte, das sind ALLES völlig normale, klar denkende und lediglich besorgte Bürger?

    "Wer hat denn wohl entschieden, wer oder was da gefilmt und interviewt wird? Friedliche Bürger?

    Entscheiden nicht die Leute selber, ob sie vor die Kamera wollen? Ich habe nichts gesehen, was da auf Zwang schließen ließe.

    Blöd nur, dass dann ausgerechnet die "Tumben", "Doofen" und "Rechten" sich quasi zu "Sprechern" und Repräsentanten dieser "demonstrierenden Masse" machen lassen...
    Das beweist doch nur eines: wer so doof und tumb ist, sich von seinem eigenen Geltungsbedürfnis durch ein paar Journalisten überrumpeln zu lassen, der latscht eben auch unhinterfragt allen möglichen Parolen hinterher, die irgenwie in sein persönliches Feindschema passen.
    Wer "schlau" ist lässt sich bei diesen Demos besser nicht interviewen oder filmen - oder was?

    Mit dem "Argument" der angeblichen Pressestrategie schießt Ihr Euch ein super Eigentor.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. @ Achtern: Sie haben Recht aber es ist vergebene Liebesmüh, das Menschen klar machen zu wollen, die zutiefst davon überzeugt sind, dass wir von einem Medien- und Politkartell beherrscht werden, das aus Einheitslinken, Einheitsenderisten und Einheitsfreimaurern besteht.

      Für diese Leute gibt es keinen Unterschied zwischen FAZ und taz, oder zwischen Merkel und Gysi.
      Gegen Verschwörungsbesessene ist nun mal kein Ankommen.

      Löschen
    2. Nun, ganz so ist es auch nicht, Achtern. Ich habe zwar keine Ahnung von PEGIDA, weil ich in den letzten Wochen nicht zum Zeitunglesen kam, aber die beschriebene Strategie der selektiven Berichterstattung habe ich selbst schon auf dem "Marsch für das Leben" erlebt. Da war es zwar die "Heute-Show", aber was die können, kann "Panorama" schon lange.

      Sie haben ja ganz recht, daß die Interviewten selbst entscheiden, ob sie aufgenommen werden oder nicht. Aber selbstverständlich treffen auch die Kamerateams eine Vorauswahl, wen sie dazu ansprechen. Und wenn sie eine einseitige -- und, im Falle der Heute-Show, dazu noch "satirische" -- Berichterstattung wünschen, dann suchen sie sich eben nur solche Interviewpartner aus, die ihnen da vielversprechend erscheinen. Filmmaterial ist schließlich teuer.

      Beim Marsch für das Leben sah das so aus, daß Kameramann, Tontechniker und Interviewer angestrengt in die Menge blickten, bis einer in der Menge der Demonstranten jemanden erblickte, der ihm zerstreut, leicht beeinflußbar und vielleicht auch etwas geltungsbedürftig vorkam. Solche Leute gibt es ja in jeder größeren Menschenansammlung.

      Das Kamerateam ging dann auf den Menschen zu -- ZDF-Mikrophone im Anschlag --, und der fühlte sich natürlich geehrt und sagte nicht nein -- warum auch? Dann versuchte man ihn durch Suggestiv- und Fangfragen aufs Glatteis zu locken.

      Natürlich war das dann eine authentische Stimme aus der Menge der Demonstranten -- aber eben keineswegs repräsentativ. Die allermeisten Menschen dort hätten sicherlich nichts in die Kamera gesagt, worüber die Zuschauer der Heute-Show sich besonders amüsiert hätten.

      Daß man schnell einen recht sicheren Blick dafür gewinnt, wie ein fremder Mensch, den man ansprechen möchte, wohl tickt, weiß jeder, der einmal in einer Fußgängerzone gestanden und Flyer verteilt, um Spenden geworben oder Umfragen durchgeführt hat. Da spricht man aus Erfahrung irgendwann auch nicht mehr jeden an. Fernsehjournalisten würde ich diese Erfahrung und Menschenkenntnis durchaus zutrauen.

      Löschen
  10. Kluge Antwort von Kardinal Marx!
    Wie man hier an den Leserantworten schon sehen kann,
    sind die Katholiken ja gerade fast dabei, sich wegen der Pegida
    argumentativ die Köppe einzuschlagen.
    Und nun stelle man sich mal unsere Bischofskonferenz in
    Deutschland vor, wenn die darüber diskutieren würden: Die kämen
    doch nie an ein Ende.

    AntwortenLöschen
  11. Wetten, dass PANORAMA darüber nicht berichten wird:
    15 linke Angreifer haben in Dresden nach der PEGIDA-Demo drei
    daran teilnehmende Jugendliche angegriffen, geschlagen und getreten.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Warum fordern Sie indirekt, dass ausgerechnet PANORAMA darüber berichten soll?
      Die halten doch heimtückisch und strategisch geplant nur den besonders doofen und rechten Krakeel-Onkels Kamera und Mikrofon unter die Nase.

      Spricht das eigentlich für die These, das man jemanden die eigene Doofheit irgendwie ansehen kann?

      Und wenn ja, dann hätte ich gerne konkrete Beispiele.

      Löschen
  12. Natürlich hat Marx recht. Man kann auch hinter dem Plakat " Heil dir, Satan" herlaufen. Wer sollte einem das verbieten? Schick stellt dazu allerdings die Frage, ob man dann noch Christ ist.

    AntwortenLöschen
  13. Die Arroganz von Marx ist doch noch grösser als die von Erzbischof Schick: Er will keine oberhirtlichen Verbote aussprechen. Erwachsene, mündige Bürger (die es auch unter Katholiken geben soll) dürfen sich glücklich schätzen, wenn der Herr Kardinal ihnen nicht verbietet ihre politische Meinung kund zu tun. Danke Herr Kardinal, dass ist ausserordentlich grosszügig!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Schon nicht ohne Ironie, wenn ausgerechnet die Tradis von "mündigen" Bürgern reden. Beim Wort "mündig", v.a. im Zusammenhang mit Katholiken, verfallen sie ja sonst verlässlich in Schnappatmung.

      Löschen
    2. Weil hier manche (ich weiß gar nicht, ob es wirklich mehrere sind oder nur einer unter vielen Namen) nur zum Schimpfen herkommen, und deren gemeinsames Lieblingsschimpfwort ist nunmal "Tradi". Nicht ärgern, nur wundern!

      Löschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================