Donnerstag, 18. Dezember 2014

Keine Ruhe für Bischof Ackermann: Kompletter Verwaltungsrat schmeißt ihm die Brocken hin!

Das hatte sich der Trierer Bischof und die Helfer in seinem Ordinariat sicher deutlich einfacher vorgestellt: Man kehrt mit eisernem Besen durch, und dann ist Ruhe.
Ob Bischof Ackermann so gedacht hat, weiß ich nicht. Aber funktioniert hat es jeden-
falls bislang ganz und gar nicht.  Erst vor vier Tagen schrieb ich einen Artikel über die neuesten Zu-
spitzungen in den saarländischen Pfarreien Beckingen und Köllerbach (in meinem Artikel finden Sie weitere Linktipps dazu). ---> KLICKEN !

In Köllerbach schien es fast so, als hätte das bischöfliche Großreinemachen und Zurechtstutzen beim Verwaltungsrat Erfolg, doch es kommt laut heu-
tigem Artikel im "Trierer Volksfreund" jetzt noch dicker:
Der komplette Verwaltungsrat hat die Brocken hingeschmissen.
„Wir sind nicht bereit, weiter hinzunehmen, dass wir bei der Ausübung unseres Eh-
renamtes beleidigt und mit falschen Behauptungen und Aussagen in unse-
rer Arbeit ständig behindert werden“, zitiert die Zeitung ein Schreiben an den Bischof. Einzelheiten lesen Sie bitte ---> HIER !
So allmählich stellt sich doch die Frage, ob man in Trier bezüglich der Methoden und des Miteinanders mit der Basis doch über einen Strategie-
wechsel nachdenken sollte. Gesegnete Weihnachten sind jedenfalls nicht
in Sicht...

Kommentare:

  1. Diözesaner Bürohengst18. Dezember 2014 um 19:41

    Schön und gut, dass Sie sich Gedanken über das weihnachtliche
    Wohlergehen des Trierer Bischofs machen.
    Es wäre aber eher angebracht, sich mal mit den Hunderten von Familien
    zu beschäftigen, die in Beckingen und Köllerbach die schlimmsten
    Weihnachten seit Jahren erleben werden.
    Manche werden sich auch die Frage stellen, ob das alles wirklich
    so kommen musste.
    Ich bezweifle das.

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  2. Was für ein Trauerspiel!
    Sollten Mitchristen so miteinander umgehen?
    Herr Bischof, reichen Sie den Menschen dort die Hand!

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    1. Sie haben ja (wahrscheinlich) in der Sache ganz Recht. Aber mich beschleicht dabei doch diese leise Rückfrage: Würden Sie dieselbe markige Aufforderung an den Bischof richten, wenn er einen (in Ihren Augen) "liberalen" Pfarrer so gemaßregelt hätte?
      Da sind doch gewisse Zweifel erlaubt. Wenn Bischöfe "liberale" Pfarrer entfernen, jubelt die Blogozese normalerweise, dass endlich mal ein Bischof "durchgreift"

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    2. Sie haben sicherlich recht, Birgitta: Engel sind wir gewiß alle nicht, weder die Tradis noch die Modernis; da hat schon jeder sein großes oder kleines Hölzlein im Auge.

      Allerdings ist die Lage auch schwierig: Einerseits gibt es mit der Lehre und der Disziplin der Kirche eine Richtschnur, von der man, wenn man zur Kirche gehört, sein Denken und Handeln leiten lassen sollte, auch wenn das gewiß jedem sehr oft schwerfällt.

      Wenn dagegen jemand verstößt, schreien die Tradis auf. Denen wird dann vonseiten der Modernis gern vorgehalten, daß ein zu strenges Festhalten an den Regeln gegen Glauben, Hoffnung und Liebe sei, daß sie sich benähmen wie die Pharisäer usw.

      Im ein oder anderen Einzelfall mag das stimmen; aber im allgemeinen sind wohl die Tradis gerade der Ansicht, daß Disziplin und Lehre der Kirche auf den Grundlagen von Glauben, Hoffnung und Liebe aufgebaut seien und gerade die Modernis, wenn sie dagegen verstoßen, diese Prinzipien verletzen.

      Solche gegenseitigen Vorwürfe sind selten klug: Weder die Tradis noch die Modernis meinen es ja böse, sondern sie haben schon dasselbe Ziel. Die einen meinen dies aber durch Festhalten an Disziplin und Lehre zu erreichen, die anderen, indem sie Lehre und Disziplin in Frage stellen und lieber ungehorsam als unchristlich sind.

      Ich selbst gehörte früher zu den Modernis, mußte aber dann in jedem einzelnen Fall, wo ich die Regeln der Kirche in Frage stellen zu müssen glaubte, feststellen, daß es nie die Regeln waren, die falsch waren, sondern daß ich sie einfach nicht verstanden hatte. So wurde ich im Laufe der Zeit mehr zum Tradi.

      Ich denke, sehr vielen Modernis kann man den Vorwurf machen, daß sie sich nicht genügend mit den Regeln befaßt haben, gegen die sie aufbegehren. Viele Tradis aber könnten ruhig auch etwas wohlwollender mit den Modernis sein. Allein das ist viel leichter verlangt als umgesetzt. Helfen kann uns da nur der Heilige Geist mit seinen Gnadengaben, um die wir ihn unablässig bitten sollten, für unsere Meinungsgegner, aber auch für uns.

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    3. Danke für Ihren gescheiten, sehr nachdenkenswerten Kommentar. Den werde ich nicht so schnell ad acta legen.

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