Montag, 15. Dezember 2014

Nix kapiert? - "PEGIDA"-Proteste, Günther Jauch und die (Medien-)Elite unseres Landes...

"Solche Retter des Abendlandes brauchen wir nicht", sagt Kardinal Woelki im Interview mit dem Kölner "domradio" über die schwei-
genden Protest"spaziergänge" von "PEGIDA" (Patrioten Europas gegen Islamisierung des Abendlandes). ---> HIER !
Das Thema ist berechtigterweise ein Riesen-Aufreger. Zehntausende von Menschen gehen auf die Straße, auch heute wieder in einigen Großstädten Deutschlands. Die öffentliche Empörung über diese Bewegung ist groß, vom Bundespräsidenten bis zu den meisten Medien, und Gegendemonstrationen (auch unter Mit-
wirkung kirchlicher Gruppen) gibt's auch.
Auch bei mir gibt's ein deutliches Unbehagen über einiges im Zusammen-
hang mit PEGIDA, zumindest nach dem, was man aus der Presse so weiß, z.B. HIER und HIER !
Das Positionspapier der Bewegung scheint dagegen gar nicht soooo spekta-
kulär (pdf) ---> HIER !

Bei Günther Jauch war's gestern Abend auch Thema, und die Reaktionen darauf sind erwartungsgemäß gemischt, siehe z.B. ---> HIER und HIER !
Die Diskussionsrunde dürfte bei manchen Zuschauern die Politik- und Medienverdrossenheit aber eher noch erhöht haben, da die Diskussion stellenweise reichlich abgehoben daherkam und mal wieder das übliche Parteiengezänk bot.
Günther Jauch's Wahrnehmung war auch aufschlussreich: In Deutschland sei ihm kaum jemals eine "Burka" bei muslimischen Frauen aufgefallen, die letzte habe er irgendwann im Kaufhaus "Harrods" in London gesehen.
Da kann man als einfacher Bürger nur staunen, denn selbst in unserem kleinen 3.000-Seelen-Ort laufen mehrere Frauen so herum.

Diese kleine Szene ist an sich nicht bedeutsam, aber sie veranschaulicht
ein Kernproblem bei der Auseinandersetzung um solche Phänomene wie "PEGIDA": Die politische und die Medien-Elite in unserem Land hat z.T. ein beachtliches Glaubwürdigkeits- und Wahrnehmungsdefizit, was die soziale Lage betrifft.
Der Wirtschaftsjournalist Roland Tichy bringt das in einem umfang-
reichen aktuellen Beitrag auf den Punkt: Die "Kampfbegriffe" gegen wütende Bürger, die in den Medien benutzt würden, seien bei den Eliten nur dazu da, "... um nicht hinhören zu müssen, was die Menschen bewegt". In ihren "sicheren Redaktionsstuben" würden die Lehrmeister der Um-
erziehung gegen die Realität vieler Bürger anschreiben und ankommen-
tieren. ---> HIER !
Da ist was dran, finde auch ich. Mit Gehältern für Journalisten von 5.000 Euro monatlich bis über 50.000 Euro hat man vielleicht auch bei ehrli-
chem Bemühen schon mal einen natürlichen Abstand zu den Ängsten und Sorgen mancher Bürger, die nicht wissen, ob sie in Zukunft finanziell über die Runden kommen werden.
Ein kleines persönliches Erlebnis, das ich dazu hatte: Nachdem ein solcher Elitenmensch, den ich kurzzeitig mal im Auto chauffierte, eine Familie in einer sehr heruntergekommenen Mietwohnung hausen sah, meinte er an-
schließend zu mir: "Ich kann nicht verstehen, dass man freiwillig in solch einer Behausung wohnen will (!)..."
Wenn die Entwicklung in unserem Lande so weitergeht, dass arm und reich immer weiter auseinanderdriften, braucht man kein Hellseher zu sein, um voraussagen zu können, dass da noch viel mehr an Protesten auf uns zu-
kommen wird. Das macht die auch aus christlicher Verantwortung nötigen Appelle für mehr Toleranz und Hilfe Zuwanderern und Asylbewerbern gegenüber nicht unbedingt leichter...

Kommentare:

  1. Si tacuisses, Kardinal Woelki, philosophus mansisses.

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    1. So ist es! Die leider weitgehend erfolgreiche, durch die USA durchgesetzte Umerziehung der "westlichen" Siegerjustiz in den Jahrzehnten nach Kriegsende hat auch unsere Bischöfe voll im Griff. "Ideell" steht diese Siegerideologie auf drei Säulen: Protestantismus (besonders von der USA her), Zionismus und Freimaurertum. Also durchweg geistige Mächte, die der Kirche seit jeher zutiefst feindlich gesinnt sind und erfolgreich das ehemals christliche Abendland abgerissen haben.
      Jetzt merken, Gottseidank, die ersten, wohin das geführt hat und noch führen wird, wenn wir nicht dagegen aufstehen.

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    2. @ Gloria Olivae: können Sie Ihre Aussagen mit Argumenten und Quellen belegen oder hat Ihnen das, was Sie da schreiben Malachias geweissagt und Sie glauben den kruden Kram einfach?

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    3. @ Achtern: das hat mir niemand "geweissagt", sondern diese ideengeschichtlichen Zusammenhänge erschliessen sich 1) durch aufmerksame Wahrnehmung der Zeitläufte und b) durch aufmerksames Lesen etlicher Dokumente der Glaubenskongregation, als sie noch von Kardinal Ratznger geleitet wurde.
      Dieser hat sich wiederholt äußerst kritisch mit dem Freimaurertum auseinandergesetzt (dem anzugehören katholischen Klerikern bei Strafe der Exkommunikation verboten ist!) sowie auch mit dem Protestantismus. Beide Strömungen hat Ratzinger wesentlich für die verhängnisvolle Ideologie des Westens unter Führung der "USA" verantwortlich gemacht, welche Relativimus, Feminismus und Pornografismus ausgebreitet haben.
      (Nur beim Zionismus war Kardinal Ratzinger bedauerlicherweise auf einem Auge etwas blind.)

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  2. In einem 3000-Seelen-Ort laufen Frauen mit Burka herum? Also ich muss gestehen, in meinem 3,5-Millionen-Seelen-Ort hab ich in mittlerweile elf Jahren noch keine gesehen.

    Nur dass es keine Missverständnisse gibt: eine Burka ist doch sowas...

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    1. Ja, werter Geistbraus, genau so sieht sie aus,
      und genau so laufen die Frauen bei uns rum.
      Und fahren so Auto...

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    2. Noch eine Ergänzung, die mir gerade einfällt:
      Siehe meinen grundsätzlichen Artikel zum Thema Burka

      http://kreuzknappe.blogspot.de/2014/07/eu-gerichtshof-bestatigt-frankreichs.html

      Mittlerweile ist es auch so, dass es in Kindergärten beim Abholen
      der Kinder bereits Probleme gibt, da die Kinder bekanntlich keinem/
      keiner nicht identifizierbaren Person mitgegeben werden dürfen.
      Um ein evtl. Missverständnis vorab zu vermeiden:
      Meine Kritik richtet sich auf gar keinen Fall gegen die betroffenen
      Frauen oder gegen den Islam grundsätzlich!

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    3. Auch in unserem 60.000-Seelen-Städtchen am Alpenrand ist die Vollverschleierte mitsamt dazu passendem Scheich keine unbekannte mehr. Meist aber mit (Augen-) sehschlitz und ohne das Gitter.
      Und in den teuren Privatkliniken in der Umgebung gibt es bereits eigene Abteilungen für Araber. Da müssen sich dann die Pfleger verhüllen oder dürfen gar nicht erst auf ihre Station.

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    4. Dann stehen ja die Enthauptungen in Ihren Dörfern kurz bevor. Bukas, das darf doch nicht wahr sein! Und dann fahren die auch noch Auto, dabei gehören die doch an den Herd. Die Muslime sind auch nicht mehr das was sie mal waren, völlig angepasste Relativisten. So etwas gäbe es in einer ordentlichen katholischen Familie nicht... Frau am Steuer, unglaublich!

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    5. Hinweis an Leser Ludwig:
      Nicht immer trifft das zu, was scheinbar naheliegend ist:
      Im Falle der vollverschleierten Autofahrerin ging es mir ohne weitere Nebengedanken schlicht und einfach um ein entsprechendes Verbot
      aus dem Verkehrsministerium:

      http://www.mopo.de/news/verkehr-musliminnen-duerfen-mit-burka-nicht-auto-fahren,5066732,5755722.html

      Wer mit Burka Auto fährt, könnte sich und andere wegen mangelnder
      Rundumsicht gefährden.
      Wer bei solchen muslimischen Familien am Herd steht, ist mir wurscht.
      Ich kann es mir aber denken...

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    6. Und Ordnung muss ja sein! Gilt das auch für Nonnen?

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    7. für Ludwig:
      Ich habe noch keine Nonnen am Steuer gesehen, die derart vollverschleiert
      sind, dass nur die Augen aus den Sehschlitzen der Kleidung herausgucken.

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    8. Ok, Ihnen geht es nur um die Sicherheit im Straßenverkehr, dann ist ja alles gut. Schreiben Sie die Nonnenklöster an und die Friseure sollten dringend auf die Gefahren bei zu langem Haar hinweisen! Vorsicht Motorradfahrer! Der Helm kann töten! Euch bleibt nur der burkaähnliche Sehschlitz!... Machen Sie sich nur weiter lächerlich...

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    9. @Archangelus, ja, Frauen mit Niqab sehe ich hier auch. Nur eben keine mit Burka.

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  3. Diözesaner Bürohengst15. Dezember 2014 um 12:41

    Mal wieder eine Punktlandung des Kreuzknappen.
    Das würde ich genau so unterschreiben!
    Keine Frage: Bei PEGIDA mischen Leute mit, die auch mir
    äußerst suspekt sind. Aber dieses Problem kennt man doch von
    anderen Demos, wo sich gerne die rechte Szene dranhängt,
    sogar bei der Demo für Lebensrecht in Berlin.
    Die Politik und die Medien haben's mal wieder verschlafen.
    Die Menschen demonstrieren doch nicht in der Kälte, weil sie
    Langeweile haben und frische Luft schnappen wollen.
    Die sind verunsichert und schlecht informiert worden, was da
    auf uns zukommt.

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  4. Das Positionspapier der Pegida ist so "differenziert", dass es nicht einmal zwischen Asyl und Einwanderung unterscheidet.
    Mit vielen Worten wird hier bewusst die Parole "Ausländer raus" verschleiert.
    Absurd: dieser Club der selbst ernannten Retter des christlich-jüdischen Abendlandes hat sich ausgerechnet in Dresden gegründet, wo vier Fünftel der Einwohner keiner religiösen Gemeinschaft angehören.
    Auf was bezieht man sich also, wenn man von einem christlich-jüdischen Abendlandkultur spricht? Das müsste sie dann erst mal plausibel erklären.
    Und was hat das Gender-Mainstreaming mit der angeblichen Islamisierung Deutschlands zu tun?
    Das ist braune Propaganda, die ihre wirklichen Absichten zwischen den Zeilen versteckt. Wer das nicht erkennt, kennt die deutsche Geschichte nicht.


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    1. Wenn diese selbsternannten Retter des Christlichen Abendlandes es mit demselben ernst meinten, dann würden sie das allernaheliegendste tun: sie würden dorthin gehen und sich aktiv engagieren, wo das "christliche Abendland" noch am ehesten aufgehoben ist: bei den Kirchen nämlich. Aber da sieht man von denen, die sich jetzt "Patriotische Europäer" nennen, kaum jemand. Wahrscheinlich kennen die wenigsten dieser christlichen Maulhelden überhaupt den Wortlaut von Vaterunser und Credo...

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  5. Wie der Kreuzknappe schon schreibt:
    Man sollte gegenüber PEGIDA vorsichtig sein, weil da allerhand
    Leute mitmischen wollen. Die Politik, die jetzt auf empört macht und
    verbal darauf eindrischt, sollte sich an der eigenen Nase fassen.
    Leute, ihr habt's doch vermasselt!

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  6. Kreuzknappe schreibt Dünnschiss!
    Welcher Journalist verdient schon 50.000 Euro im Monat???
    Aber hetzen Sie nur weiter!

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    1. Hinweis für den Leser mit vermutlich reicher Kot-Erfahrung:

      http://www.sueddeutsche.de/kultur/tv-die-bombe-mit-claus-kleber-der-super-kleber-1.165384-2

      http://www.mmnews.de/index.php/etc/9732-gezahler-empoert-ueber-ardzdf-gagen

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  7. Ein "schönes" Beispiel für die dumpfe Lächerlichmachung
    der ernsten Anliegen von vielen PEGIDA-Teilnehmern
    wurde uns vom ZDF geboten.
    Zu sehen ist da in der Sendung auch ein Warnschild:
    "Achtung - Blödenwanderung"
    Also alle, die sich Sorgen um ihre Zukunft machen, sind blöd.
    Vielen Dank, lieber Sender ZDF, via GEZ von uns allen fürstlich finanziert!

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    1. Pardon,
      da fehlt noch der Link zu dieser dumpfen ZDF-Sendung:

      https://www.youtube.com/watch?v=9EZA293UFZw

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    2. Also, ich finde allerdings, dass die, die auf den Straßen skandieren, dass das "Gender-Mainstreaming" eine Erfindung der "Mohammedaner" ist und von diesen flächendeckend ins einstmals christliche Abendland reingetragen wurde, reichlich blöd sind.
      Sie haben offenkundig weder Ahnung vom Gender-Mainstreaming noch vom Islam. :-)

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  8. Das Böse ist banal, es geht einfach nur um Neid und Missgunst, die Angst, dass andere etwas abbekommen von dem, was doch mir/uns gehört. Mehr ist es nicht, das reicht für Brandanschläge und Hass. Das Böse ist ganz banal.

    Der Spiegel hat sich einmal die Mühe gemacht, die Fakten zu den Pegida-Forderungen aufzulisten. Es bleibt nichts als braune Propaganda. Das Böse ist banal.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-die-thesen-im-faktencheck-a-1008098.html

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    1. Die Wendung von dem "banalen Bösen" stamt von der zionistischen Philosophin Hanna Ahrend. Das sagt einiges...

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  9. Ihre hirnverbrannten Kommentare sagen noch viel mehr.

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    1. Ja, hinrverbrannt, das ging mir auch durch den Kopf,
      als ich die Kommentare von Ludwig las.

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    2. @Ludwig: Dann machen Sie sich, anstatt hier herumzupöbeln, erst einmal kundig, wer die Schöpferin des "banalen Bösen" eigentlich war. Die jüdisch-zionistische "Philosophin" Hanna Ahrend war eine fanatische Katholikenhasserin und in den Jahrzehnten nach dem Krieg führend an der geistigen Umerziehung unseres Volkes in Richtung einer "westlichen", konsequent antikatholischen und schrankenlos liberalen Hedonisierung nach "US"-amerikanischem Vorbild beteiligt. Sie war eine Wegbereiterin der sog. "sexuellen Revolution" und der "Emanzipationsbewegung".
      Es ist ein Glück und auch ein Segen, dass die Zahl derer bei uns, die sich diese Kultur des Todes nicht länger bieten lassen, wächst.

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    3. Tod kann ich lediglich in ihren Hirnwindungen entdecken. Wenn Frau Ahrend Menschen wie Sie kritisiert, muss ich ihr als Katholik lauthals zustimmen! Eine große Frau!

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    4. @ Gloria Olivae: Hannah Arendt war eben genau keine Zionistin, im Gegenteil: sie hat sich sehr detailliert und kritisch mit der Bildung des Staates Israel auseinandergesetzt.
      Dazu brauche ich auch nichts zu verlinken, dass kann man, wenn man will, überall nachlesen.
      Die angebliche Weltmacht des Zionismus in Verbindung mit dem Freimaurertum ist eine Verschwörungstheorie die hauptsächlich von Autoren des Kopp-Verlages befeuert wird.
      Ansonsten gut für Dan Brown, der aus diesem Stöffchen ein paar Trivialromane strickt.
      Schon mal den Begriff "tinfoil hat" gehört?

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  10. Ich bitte meine Leser zum wiederholten Male, die Regeln der Höflichkeit zu beachten.
    Es wäre doch schade, wenn ich Leseerkommentare leider nicht freischalten würde.

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