Sonntag, 21. Dezember 2014

PEGIDA-Demo? -- "Nicht in meinem Namen...!"

Es ist immer wieder ent-
zückend, wenn man "freund-
liche"
E-Mails von Menschen bekommt, die sich absolut sicher sind, mich besser zu kennen als ich mich selbst.
Bei Themen wie "PEGIDA" und einem bei mir erkenn-
baren gewissen Verständnis
für die Sorgen vieler Protes-
tierer schwoll einigen Lesern doch heftigst der Kamm.
Über die "Kloaken-Mails", wie ich diese Sorte von sprachlich sehr auffälligen Zuschriften intern kategorisiere, will ich mal lieber den Man-
tel des Schweigens und der Nächstenliebe decken.
Aber eine Mail hat mich nachdenklich gemacht - und sie hat zu diesem Artikel hier geführt (also vielen Dank an den Leser!):
Dieser Leser schrieb mir, der eindeutige Beweis, dass ich auch "zu denen von Pegida gehören" würde, sei doch die "unbestreitbare Tatsache", dass ich über Christen mit ablehnender Haltung gegenüber PEGIDA gar nicht erst schreiben würde.
Ich gestehe, da habe ich erst mal geschluckt. Sorry, aber mein persön-
licher Eindruck war, dass gegen PEGIDA auch von katholischer Seite schon soooo viel geschrieben wurde... - Dem scheint dann wohl nicht so
zu sein, oder wie auch immer; jedenfalls hole ich dieses Versäumnis gerne nach und verweise heute ausdrücklich nur auf Stellungnahmen unter dem Motto "no pegida" oder "Nicht in meinem Namen..." 

Das wird jetzt keine lange Linkliste; die folgenden Beispiele stehen nämlich für viele andere: 
"Die Kirchen distanzieren sich", schreibt der "Stern" ---> KLICKEN !
"Nicht in unserem Namen" erklären Christen bei "evangelisch.de"
---> KLICKEN !
"Nicht in meinem Namen", schreibt auch der Pfarrer und Blogger-Kollege Carsten Leinhäuser ---> KLICKEN !
Beispielsweise hat sich das Bistum Osnabrück ganz offiziell positioniert und erklärt "Nicht im Namen des Bistums":

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>
                        Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !
:
Nachdenkenswert sind auch die ganz konkreten Fragen und Hinweise von Prof. Dr. Hubert Gindert vom "Forum Deutscher Katholiken". Im ver-
linkten Artikel bei Bloggerkollegin Felizitas Küble schaue man insbeson-
dere auf den unteren Teil des Artikels unter der Überschrift "Fragen an PEGIDA". ---> KLICKEN !
Auf meinen Ausgangspunkt, die Leseranfrage bezogen: Den berühmten "Schaum vor dem Mund", lieber E-Mail-Schreiber,  habe ich höchst selten, und wenn, dann nur dadurch, dass ich bei der Sprühsahne auf dem Kuchen allzu üppig war...  ---  Schönen Sonntag noch!

Kommentare:

  1. Letzlich hat PEGIDA etwas geschafft, was der Politk jahrelang
    nicht gelungen ist: In ganz Deutschland ist das Thema "Ausländer"
    und "Sorgen vor der Zukunft" endlich in aller Munde!

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  2. ...und ich empfehle dem Carsten Leinhäuser sich um die drei katholischen Mädchen auf Klassenfahrt zu kümmern...

    <<Wir haben es, alltägliche Beispiele aus dem Umfeld Schule machen das exemplarisch deutlich, mit einer schleichenden Landnahme zu tun: Wenn etwa eine Klasse mit drei muslimischen Mädchen eine Klassenreise macht, dann muss mittlerweile eine Person mitfahren, um sie auf der Reise muslimisch zu betreuen. Nun haben wir ja bei uns Klassen mit 95 Prozent Muslimen und vielleicht drei katholische Mädchen. Käme jemand auf die Idee, ein Pastor müsse mitfahren, um die drei Mädchen unterwegs katholisch zu betreuen? Nein. Weil ein solches Hineintragen religiöser Dinge in den Alltag bei uns nicht üblich ist. Weil wir nicht unter der Vorstellung leben, jede Banalität könne verwerflich sein und zur Verweisung aus dem Paradies führen. Oder dass ein Schuljunge Anlass haben könnte, der Schulstadträtin nicht die angebotene Hand zu schütteln mit der Begründung: Wenn ich dir die Hand gebe, ist das Sünde, dann bin ich beschmutzt.<<< http://www.derhauptstadtbrief.de/cms/index.php/105-der-hauptstadtbrief-126/677-ein-teil-der-gesellschaft-wendet-sich-ab

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  3. Na, der Kreuzknappe macht es seinen Kritikern aber nicht leicht:
    Der Tradi als Musterknabe der Toleranz. Ich bin sprachlos vor Entsetzen!

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  4. @ Helmut Schneider

    Ja, es ist in aller Munde, obwohl Deutschland ein Vorzeigeland für Integration und friedliches Zusammenleben ist! Die Hetzer haben ihr Ziel erreicht!

    Inwiefern der Knappe den Beitrag von Herrn Gindert als Distanzierung von Pegida versteht, bleibt sein Geheimnis. Deshalb noch einmal die Frage an ihn:

    Distanzieren Sie sich von Pegida, oder nicht? Ein einfaches Ja oder Nein würde mir reichen.

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    1. zu Arnold B.:
      Da das Lesen des von mir verlinkten Beitrages von Prof. Gindert
      in Ihrem Browser offenbar nicht funktioniert, hier noch einmal
      dessen kritische Kernfragen an PEGIDA:
      "Was versteht PEGIDA unter „Christlichem Abendland“? –
      Was heißt das für die Gestaltung der Gesellschaft und auch für
      die Demonstranten und Organisatoren persönlich und konkret?
      Ist damit gemeint, dass christliche Wertvorstellungen im öffentl-
      ichen Raum, in der Politik und in der Gesetzgebung, z.B. hinsichtlich Familie, Lebensschutz (Abtreibung, Gentechnologie, Euthanasie) beachtet werden sollen?
      Oder sind das nur Parolen, die PEGIDA plakativ vor sich herträgt?
      Wenn diese Positionen glaubwürdig sein sollen, dann müssen sie
      auch im persönlichen Bereich Geltung haben. Lassen die Demons-
      tranten, die ein christliches Abendland erhalten wollen, ihre Kinder taufen
      und sie im christlichen Geist erziehen? Versuchen sie selber,
      einen christlichen Lebensstil zu führen?"

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    2. Dachte ich mir, dass Sie ausweichen würden! Danke für die Klarstellung!

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    3. Ich hätte da schon noch eine Frage an Arnold B.,
      die er bitte ohne Wenn und Aber mit Ja oder Nein beantworten sollte:

      Distanzieren Sie sich eigentlich von PEGIDA-Gegnern?
      Wenn nicht, dann lesen Sie mal das hier:

      Wie man da ganz offiziell seitens der Polizei feststellt,
      verlief der PEDIGA-Demonstratinszug absolut friedlich,
      und dann stürzten sich 18 Linke auf die PEGIDA-
      Anhänger.
      Die Polizei konnte nur durch den Einsatz von Pfefferspray
      und anschließende Festnahme der Linken Schlimmeres
      verhindern!
      http://www.nordbayern.de/region/pegida-demo-in-wurzburg-polizei-nimmt-18-linke-fest-1.4074449

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    4. Natürlich distanziere ich mich von solchen Idioten! Und danke für Ihre Aufrichtigkeit, Herr Knappe. Ich dachte mir schon, dass die Überschrift nichts mit Ihrer persönlichen Haltung zu tun hat.

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  5. Ich distanziere mich von Arnold B.
    Machen Sie weiter so, Herr Kreuzknappe!

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  6. Der KREUZKNAPPE ist ein Tradi, aber echt Kult!
    Seine Toleranz kann allerdings nicht jeder gut verkraften,
    der seine Tradi-Feindbilder nicht aufgeben will.

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  7. Ein diözesaner Bürohengst21. Dezember 2014 um 11:49

    Sonst wird von den Linkskatholiken doch ach so gerne betont,
    wie wichtig der Dialog und die Auseinandersetzung bei strittigen
    Fragen ist.
    Schaut man jedoch auf die Hitzigkeit der Diskussion zu PEGIDA
    und die radikalen Äußerungen dafür und dagegen (das sind also "Ratten"...!),
    kommt man doch ins Staunen.
    Steht man nun schon kurz vor der Exkommunikation,
    weil man es gewagt hat, kritische Fragen zur Asylpolitik zu stellen?

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  8. Nachdem ich neulich in einem Interview einen der "Pegida"-Führer mit dem Brustton der besonderen Kompetenz darber schwadronieren hörte, dass "die Islamisten" in Deutschland den "Gender-Wahnsinn" unter die Leute bringen würdne, frage ich mich schon, wie ernst man diese Bewegung, der angeblich so viele gebildete Akademiker aus der Mittel- und Oberschicht angehören, nehmen kann.

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    1. Wahrscheinlich, Speedy,
      haben Sie dabei den verdeckten RTL-Reporter reden gehört,
      auf den ja auch PANORAMA reingefallen ist.

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    2. Mit dem Schwadronieren ist jetzt Schluss:

      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/falscher-pegida-demonstrant-rtl-wirft-reporter-raus-13335537.html

      Auf die klar durchdachten Wortmeldungen bei der nächsten PEGIDA-Demo bin ich dann mal gespannt...

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  9. Zum Beitrag von "Vaticarsten" mein Kommentar: http://kikreukreu.blogspot.de/2014/12/dialogverweigerung-durch-dialogfreunde.html

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  10. Ich habs mir gegeben. Ich habe mir die ungeschnittenen Interviews über die Pegida-Demo in Dresden angeschaut.
    Wichtig dabei: der verdeckt agierende Journalist ist in Teil 1 gleich am Anfang. Die anderen Interviews sind für mich allerdings total erschreckend gewesen. Soviel Unwissen, Ignoranz und Vorurteile sind mir schon lange nicht mehr begegnet.

    Wichtig für mich war auch die Erkenntnis, dass es so etlichen nicht darum geht, was jetzt IST, sondern was irgendwann mal in 20 oder 30 Jahren SEIN KÖNNTE.

    Ich habe mir die beiden Teile 2 Mal angeschaut. Das erste Mal habe ich mich auf die Interviews konzentriert. das 2. Mal auf den Hintergrund. Und beim 2. Mal habe ich festgestellt, dass da sehr wohl mal der Hitlergruß sichtbar war bzw. es Menschen gab, die eindeutige Kleidung aus dem Neonazi-Bereich trugen.

    Also wenn irgendeiner der an diesen Demos mitgemacht hat behauptet, dass da keine Neonazis unterwegs waren, dann war der entweder blind oder er lügt!

    Die beiden Links zu den ungeschnittenene Interviews:

    Teil 1: http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama/Pegida-Die-Interviews-in-voller-L%C3%A4nge-/Das-Erste/Video?documentId=25442126&bcastId=310918

    Teil 2: http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2014/Pegida-Die-Interviews-in-voller-Laenge,panorama5340.html

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    1. Seufz!
      Ach, marram...!
      Kein vernünftiger Mensch hat jemals bestritten, dass da auch Leute
      mitlaufen, die man als Rechtsradikale oder "Nazis" einstufen könnte.
      Was also wollen Sie uns eigentlich sagen?

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    2. Ich will einer Antwort von "marram" nicht vorgreifen. Aber vielleicht wollte sie/er ganz schlicht und einfach sagen, dass man jedenfalls als Christ und Demokrat gut beraten ist, bei "Bewegungen" nicht mitzumachen, bei denen "auch Leute mitlaufen, die man als Rechtsradikale oder 'Nazis' einstufen könnte."
      Wenn ich diese Gefahr bei einer Gruppierung sehen würde, würde ich da auf Abstand bleiben, selbst wenn ich zu einzelnen Zielen der Gruppierung evt. eine inhaltliche Nähe hätte. Das ist mir mein Vaterland und das Abendland allemal wert, dass ich keinen Beitrag dazu leisten will, dass solche eine Plattform kriegen, die ich weder für Patrioten noch für Europäer halte.
      (Man bedenke: Europa war von Anfang an eine Gemeinschaft gegenseitigen Andersseins, und eben deshalb haben seine Gründerväter nach dem verheerenden Krieg die Notwendigkeit erkannt, daraus eine Gemeinschaft zu schaffen.)

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    3. Ja Herr Guardini, genau das wollte ich ansprechen. Wenn man die Aufnahmen näher anschaut, und sich nicht auf die Interviews konzentriert, sondern auf die Menschen im Hintergrund, dann kann man da unter anderem auch mal den Hitlergruß sehen bzw. Kleidungsstücke mit eindeutigen Neonazi-Symbolen. Da dann mitzulaufen bedeutet letztlich Menschen mit einer solchen Einstellung eine Plattform zu geben bzw. deren Ansichten hinzunehmen.
      Des weiteren hat Pegida e.V. als einen ihrer Punkte die AUSDRÜCKLICHE Befürwortung der Trennung von Staat und Kirche im Programm. Also zumindest als jemand, der Angst vor Verlust der christlich-abendländischen Kultur hat, dürfte ich alleine deswegen die ganze Pegida-Sache als äußerst bedenkenswert halten.
      Überspitzt formuliert:
      Heute demonstrieren wir gegen eine Islamierung, morgen gegen Judaisierung und übermorgen dann gegen eine Christianisierung.

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  11. Dass du ein A........ bist, wenn du mit Nazis auf der Straße marschierst, ganz einfach!

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    1. Was will Leon uns sagen???
      Das "A"-Wort soll bestimmt heißen: ein ..außergewöhnlicher Reporter
      von RTL.
      Es soll ja auch Leute geben, die bedeutend lieber mit linksradikalen
      Gewalttätern mitlaufen.

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