Mittwoch, 21. Januar 2015

Bischof Ackermann, die Missbrauchsopfer der Kirche und noch lange kein Ende in Sicht...

In der Missbrauchsdebatte kehrt offensichtlich immer noch keine Ruhe ein.
Einerseits präsentierte der Beauftragte der Bischofskonfe-
renz, der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann in der aktuellen Pressekonferenz die neuesten Zahlen nach fünf Jahren Aufarbeitungsarbeit: Bei 114 Betroffenen habe es bislang 83 Anträge auf finanzielle Entschädi-
gung gegeben, von denen 79 "bewilligt" worden seien.
Andererseits kritisieren einige Missbrauchsopfer z.B. in ihrem Mitteilungs-
organ "Schafsbrief", das sei ein bischöflicher "Hütchenspielertrick", und es sei doch merkwürdig, dass man auf der Pressekonferenz keine Radio- und Fernsehmitschnitte erlaubt habe. Auch weitere böse Bemerkungen erspart man dem Bischof nicht, mit denen man meiner Meinung nach den Bogen doch deutlich überspannt.
Artikel über die Pressekonferenz ---> HIER !

"Schafsbrief"-Artikel ---> HIER !
Einen sachlich gefassten Kommentar zur Lage liest man derzeit z.B. bei der "Deutschen Welle" ---> KLICKEN !
Etwas anders sieht das "Der Tagesspiegel", der feststellt, dass es eigent-
lich doch nicht so recht voran geht ---> KLICKEN !

In der "Landesschau" des SWR-Fernsehens sieht man in einem kurzen, sachlichen Beitrag auch, wie verschieden die Beurteilung der Lage sein kann ---> KLICKEN
Wenn man sich an den letzten Katholikentag erinnert, weiß man, dass es auch unter den Katholiken selbst viele gibt, denen die Aufarbeitung viel zu langsam und zu schonend geht ---> KLICKEN !
Vielleicht sollte man in den Medien der Fairness halber aber auch öfter mal daran erinnern, dass sexueller Missbrauch keine katholische Spezialität ist. Bekanntlich geschehen 98 % aller Missbräuche im direkten Umfeld, und die Bilanz des von der Bundesregierung eingerichteten Runden Tisches bezüglich der Aufarbeitung in den nichtkirchlichen Bereichen wird sogar vom "SPIEGEL" als "ernüchternd" bezeichnet... ---> KLICKEN !
Als Papst Benedikt XVI. gegen Missbrauchstäter in der Kirche durchgriff, was gerne in den Medien unter den Tisch gekehrt wird, rang man sich viel-
leicht gerade mal zu solch merkwürdigen Bemerkungen durch, wie der Titel der "ZEIT" es so typisch wiedergibt: "Papst Benedikt verstieß Hun-
derte Priester wegen Missbrauchs"
---> KLICKEN !
Merke: Missbrauch durch katholische Amtsträger: ganz, ganz schimm (stimmt ja auch!), Missbrauch durch andere: naja, geht so...

1 Kommentar:

  1. Ihr Schlußsatz ist im Blick auf bestimmte eher kirchenferne Medien leider wahr.
    Ebenso wahr ist aber auch die andere Seite: aus Tradi-Sicht, das konnte man in 2010 beklemmend wahrnehmen (gerade auch in manchen "katholischen Blogs") ist Mißbrauch z.B. an "Reformpädagogischen Schulen" ganz, ganz schlimm, dagegen Mißbrauch durch Priester: naja, geht so, ist schon Jahrzehnte her, damals waren andere Zeiten, und überhaupt ist doch alles eine durchsichtige linke Kampagne gegen die Kirche. Man erinnere sich, wie damals Pater Mertes SJ, der die Mißbräuche an seiner Jesuiten-Gymnasium in Bwerlin öffentlich machte, von konservativen Katholiken als Nestbeschmutzer attackiert und zur Unperson wurde.

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