Dienstag, 20. Januar 2015

Bistum Münster stellt Priester kalt, weil er auf PEGIDA-Demo sprach...

Wie man in einigen Zeitungen lesen kann,
hat's im Bistum Münster heute gekracht: Ein Emmericher Priester nahm nicht nur an einer PEGIDA-Demo in Duisburg teil, sondern er-
klärte dort auch noch öffentlich seine Sympathie. Ferner kritisierte er Kanzlerin Merkel und auch die Verdunkelung des Kölner Domes anlässlich einer PEGIDA-Demo, wenn die Zeitungsberichte so stimmen, wovon ich erst mal ausgehe.
Das war der Bistumsleitung denn doch zu viel: Sie distanzierte sich heute von dem Priester und erteilte ihm Predigtverbot.
Pfr. (em.) Paul Spätling scheint merkwürdiger-
weise in Emmerich selbst wenig bekannt zu sein. Ich blicke da noch nicht durch kenne ja auch noch nicht alle Details. Man lese und bilde sich selbst eine Meinung, z.B. ---> HIER und ---> HIER und ---> HIER !
Meine erste Einschätzung: Das war in der Tat unpassend, als Priester klar erkennbar auf dieser Demo zu sprechen. Der Bischof hat m.E. daher richtig gehandelt.

Kommentare:

  1. Und wieder Tradi-Schnappatmungsalarm...

    AntwortenLöschen
  2. Also sollte das wirklich stimmen, dann kann der Priester Spätling froh sein, dass er nur ein "Predigtverbot" bekommen hat:

    Etwas dazu beim WDR: http://www1.wdr.de/themen/politik/sp_pegida/pegida-duisburg-100.html

    Aus dem Link zitiert: "... Der Geistliche erinnert mit wirren Worten an die Glaubenskriege im Mittelalter und beschwört historisch den Kampf gegen "die Türken". ..."

    AntwortenLöschen
  3. Die Rede von Pfarrer Spätling:

    https://www.youtube.com/watch?v=EsSpmf0vEvw

    AntwortenLöschen
  4. Hier die "Ansprache" von Paul Spätling: https://www.youtube.com/watch?v=EsSpmf0vEvw

    Und nicht vergessen: die Demonstrationen für Pegida-NRW sind von Melanie Dittmer angemeldet. https://www.youtube.com/watch?v=ZLiEnRattps

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Was noch dazu kommt, ist, dass Pfarrer Spätling nicht nur eine Rede dort gehalten hat. Wie man auf diesem Photo gut erkennen kann, war er da anscheinend zusammen mit einem "Kreuzträger". http://www.shortnews.de/id/1139254/pegida-auftritt-predigtverbot-fuer-katholischen-priester. Erst dachte ich dies wäre ein reiner Zufall.

      Doch bei einem weiteren Photo kann man deutlich erkennen, dass sozusagen in der ersten Reihe der Pegida-Demo Duisburg der Kreuzträger und der Pfarrer mit vorneweg laufen. http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2015/01/IMG_4021.jpg. Der Pfarrer Spätling ist links vom Kreuzträger zu sehen, zwar fast verdeckt durch einen "Handyphotografen", aber eindeutig erkennbar an seiner Kopfbedeckung.

      Das ganze hat schon fast was von "Wallfahrt". Priester und Kreuzträger mit vorneweg und Fußvolk hinterher.

      Kein Wunder, dass seinem Bischof der Kragen geplatzt ist und ebenso der Gemeinde in Kleve: http://www.wes-point.de/aktuell/neuigkeiten/eintrag.php?eintrag_id=122872

      Was mich an der ganzen Sache aber auch noch fasziniert: Bisher wurde keiner der Links zur Rede von Pfarrer Spätling oder den Photos auf Kath.net veröffentlicht. Wie war das noch gleich: nichts sehen, nichts sagen, nichts hören ;-)

      Löschen
  5. Und vielleicht möchte ja auch jemand diesen Quark noch unterstützen:
    https://www.facebook.com/events/777830565627395/?ref_newsfeed_story_type=regular

    Der Post, der die Lage "vor Ort" bestens abbildet: "Genial ich bin evangelisch aber ich trete auch aus.Ich bin.fertig mit der Kirche."
    Na, wenn das mal nicht ein Bekenntnis ist.

    So viel dann zu den fundierten Kenntnissen und Argumenten der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des christlich-.jüdischen Abendlandes".

    AntwortenLöschen
  6. Das ist ja ganz erstaunlich, dass der Tradi-Blogger Kreuzknappe,
    sonst leidenschaftlicher PEGIDA-Fan, plötzlich umschwenkt und einen
    Priester in die Pfanne haut, der dort mitmacht.
    Gibt es eine Erklärung für diesen merkwürdigen Sinneswandel?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wie meine Leser es schon kennen, antworte ich nicht auf jeden
      Unsinn, der in Kommentaren behauptet wird.

      Löschen
    2. Ordinariatsgeschädigter21. Januar 2015 um 09:18

      Der Kreuzknappe hat den springenden Punkt bei der
      Geschichte erkannt: "als Priester klar erkennbar" -- das heißt:
      Ein Priester, der in Dienstkleidung quasi als kirchliche Autorität
      an sowas teilnimmt, verhält sich nicht korrekt!
      In privaten Klamotten kann der Priester sich äußern,
      aber nicht in seiner Funktion als katholischer Amtsträger.

      Löschen
    3. Ich kenne Priester die tragen Messgewand und reden hanebüchenen Unsinn in ihren Predigten. Das kann kein wirkliches Argument der Bistumsleitung sein, zumal sie diese Priester ausdrücklich stützt. Das habe ich am eigenen Leib erfahren.

      Löschen
    4. @ Ordinariatsgeschädigter: Bisher hat man mir immer beigebracht, Priester und damit kath. Amtsträger sei man IMMER, ganz egal in welcher Kleidung, weil das Priesteramt im Unterschied z.B. zum ev. Pfarramt ein ontologischer, nicht mehr veränderbarer Zustand sei.
      Wenn das stimmt, dann darf sich ein Priester grundsätzlich nicht so politisch exponieren, egal ob er Soutane, Römerkragen, Krawatte oder Schlafanzug trägt.

      Löschen
    5. Was sind den "private Klamotten" eines Priesters. Jeder Priester ist doch verpflichtet Priesterkleidung zu tragen. Daß es einige gibt, die es nicht tun, ändert ja noch nichts an der Verpflichtung.

      Löschen
  7. >>Wir distanzieren uns mit Nachdruck von seinem völlig verzerrten Bild von Geschichte und Gegenwart" hießt es in der Mitteilung des Bistums. "Uns droht in Deutschland ganz sicher keine Islamisierung. Als Christen steht es uns gut an, den Menschen, die Zuflucht bei uns suchen, zu helfen und für sie da zu sein."<<

    Wäre schön wenn der Bischof von Münster das zum Thema eines Hirtenbriefes machen würde. Es scheint so als wüsste die Bistumsleitung genau, was in der Zukunft in unserem Lande geschieht. "Mit Sicherheit, keine Islamisierung." Wobei der Begriff Islamisierung mit keiner Silbe erklärt wird. Wenn mit Islamisierung die Tötung von Journalisten oder die Geiselnahme von unschuldigen Bürgern in jüdischen Kaufhäusern gemeint sein soll, hat der Kaplan alles richtig gesagt. Es kann gut sein, dass diese Rede eines katholischen Priesters noch einige Wellen schlagen wird. Da nützt ein Predigtverbot nix mehr.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sehr geehrter Herr Franken, aufgrund Ihrer engagierten Kommentare zum Themenkomplex Pegida/Islam kann man davon ausgehen, dass Sie zu denen gehören, die überzeugt sind, dass "der Islam" mit Deutschland nichts zu tun hat.
      Ich gehe davon aus, dass Sie dann so konsequent sind, folgende "urdeutsche" Worte aus unserer Alltagssprache nicht in den Mund zu nehmen:

      Zucker - Tasse - Mokka - Risiko - Magazin - Reis - Admiral - Alkohol - Giraffe - makaber - Magazin - Rabatt - Schachmatt - Tarif - Ziffer - Algorithmus etc.pp.

      Alle diese urdeutschen" Worte sind nämlich Lehnworte aus dem Arabischen. Pfui Teufel, sie kommen also aus dem Islam. Der doch gaar nix mit Deutschland und deutscher Kultur, zu der auch die deutsche Sprache gehört, zu tun hat.

      Löschen
    2. Ouh, da werden sich alle "Der Islam hat nichts mit Deutschland zu tun"-Schreier künftig etliche Male den eigenen Mund mit Seife ausspülen müssen, bis sie diese Wörter erfolgreich aus dem eigenen Gebrauch ausgemerzt haben.

      Danke für diese interessante Sprachinformation, mir war das auch neu.

      Löschen
    3. Sehr geehrte Elisabeth, ich handle nach dem gut christlichen Motto, alles zu prüfen und das Gute zu behalten und das Schlechte zu verwerfen. Zucker im Mokka aus der Tasse finde ich gut. Süßstoff hingegen nicht. Und wenn mir dann noch Rabatt gewährt wird ist es mir egal ob der Wirt seinen Glauben als Atheist, Muslime oder Christ ausübt. Noch Fragen?

      Löschen
    4. Wow, Herr Franken "prüft" den Islam und "behält das Gute".
      Donnerwetter, kann vom Islam etwa Gutes kommen???

      Löschen
    5. Jau, Zucker und Mokka in Tassen. Find ich sehr gut.

      Löschen
    6. Diese kulturelle Wertschätzung für den Islam, verehrter Herr Franken, ist aber gar nicht linientreu. Das werden Sie in Ihren Reihen noch zu spüren kriegen...

      Löschen
    7. Zucker – Kommt nicht aus dem Arabischen, sondern aus dem Sanskrit, das ja bekanntlich zur Indogermanischen Sprachfamilie gehört.

      Tasse – haben wir aus dem Französischen übernommen. Die Franzosen haben es tatsächlich aus dem Arabischen oder Persischen übernommen.

      Mokka – da stammt nicht nur das Wort, sondern die Sache aus dem Arabischen oder Türkischen

      Risiko – kommt vermutlich aus dem Lateinischen oder auch Altgriechischen. Da ist man sich nicht sicher.

      Reis – stammt im Deutschen aus dem Mittellateinischen

      Giraffe – kommt zwar aus dem Arabischen, aber es entstammt nicht von dort, sondern wurde aus zentralafrikanischen Dialekten ins Arabische übernommen

      makaber – haben wir aus dem Französischen übernommen. Die Franzosen haben es möglicherweise von aus dem Hebräischen oder Arabischen.

      Rabatt – in der Bedeutung des Preisnachlasses haben wir aus dem Französischen oder Italienischen. Es stammt aber ursprünglich aus dem Lateinischen.

      Wenn natürlich "Rabat" (mit einem T) als Name verschiedener arabischer Städte gemeint ist, dann stammt der Name von dort.

      Tarif – Haben wir aus dem Französischen oder Italienischen. Beide haben es aus dem Arabischen abgeleitet.

      Ziffer – Stammt ursprünglich aus dem Sanskrit und kam von dort ins Arabische und andere Sprachen. Das Deutsche hat es vermutlich auch aus dem Französischen übernommen.

      Algorithmus – ist die Verballhornung eines arabischen Eigennamens

      Admiral, Alkohol, Magazin, Schachmatt – bleiben übrig und stammen in der Tat aus dem Arabischen


      So einfach ist das also nicht…

      Löschen
    8. Natürlich ist das nicht so einfach.

      Einfach wird es letztlich nur bei den Zahlen und allem was damit zusammenhängt. Sei dies nun Mathematik oder allen sogenannten westlichen Wissenschaften, die sich der Mathematik bedienen. Stellen Sie sich einfach eine Welt ohne arabischstämmige Zahlen vor. Stellen Sie sich einfach vor, wir würden und müssten heute noch die römischen Zahlen benutzen - inklusive das Fehlen der "0".

      Löschen
    9. Das heißt also: Die "Der Islam hat nichts mit Deutschland zu tun"-Protagonisten müssen also ehrlicherweise ein komplett neues Zahlensystem erfinden.

      Na, dann man los, ihr Helden!

      Löschen
  8. Man könnte den Schritt des Bischofs nachvollziehen,
    wenn hier mit gleichem Maß gemessen würde.
    Tatsächlich wird in unseren Kirchen aber so allerhand gepredigt,
    was mit einer Homilie d.h. Auslegung des biblischen Textes,
    wie es eigentlich sein soll, so gut wie nichts zu tun hat.

    AntwortenLöschen
  9. Ich bin zwar sehr spät dran, habe es aber selber gerade erst (mit Befremden) entdeckt (und der sehr verehrte Kreuzknappe wird sicher gern recherchieren):
    In München ist Bischofsvikar Graf Stolberg hochoffiziell bei der Anti-Bagida- Demonstration aufgetreten. Ich glaube kaum, dass er jetzt Predigtverbot bekommt, weil er als Priester erkennbar auf einer politischen Veranstaltung gesprochen hat...

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================