Sonntag, 25. Januar 2015

Einmal Gruppensex in katholischer Einrichtung per Gerichtsbeschluss erlaubt...?

Nein, diesmal ist es kein gezielter Angriff auf die katholische Kirche, was da derzeit bei mehreren Quellen im Internet aufge-
taucht ist: Bei einem Berufsbildungswerk der katholischen Kirche gab es ein-
malig Gruppensex. Das allerdings führte im konkreten Falle zur Kündigung der betreffenden Mitarbeiter wegen Ver-
stoßes gegen die kirchlichen Verhaltensrichtlinien.
Doch die Klage der Arbeitnehmer gegen die Kündigung hatte vor Gericht Erfolg: Das zuständige Arbeitsgericht in München urteilte, ein einmaliger Vorfall sei kein ausreichender Grund für die Kündigung. Siehe z.B. den "Zeitungsausschnitt" (*) ---> HIER !
So weit der erste Eindruck, der derzeit zu dieser Sache im Netz entsteht. Mit ein wenig Recherche stellt man aber schnell fest, dass dies aktuell
so gar nicht zutrifft: Wie die "Süddeutsche Zeitung" durch Nachfor-
schungen herausfand, ist die vermeintlich aktuelle Nachricht, die im Netz mit Häme oder auch nur Schmunzeln weitergereicht wird, schlicht und einfach ein ganz alter Hut, im Grunde also eine Falschmeldung.
Man schaue ---> HIER !
Eine umfangreichere Recherche der Zeitung brachte dann zutage, dass es im Jahre 1982 (!) wohl mal solch einen einmaligen Fall gegeben hat. Mit dem jetzigen Personal des betroffenen Berufsbildungswerkes hat das also rein gar nichts zu tun. Von der jetzigen "Aktualisierung" fühlt man sich dort also ziemlich verunglimpft, denn bekanntlich bleibt da in den Köpfen mancher Leser immer was hängen. ---> HIER !
Merke: Vorsicht, bevor man im Internet alles glaubt, was einem als Neuigkeit präsentiert wird!

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(*)   Meine Infoquelle mit dem Zeitungsauschnitt fand ich in diesem Artikel über eine Fotoreise durch Deutschland ---> HIER !

Kommentare:

  1. Sowas ist ein alter Hut. In doppelter Hinsicht. Die Gruppensex-Orgien im ehrwürdigen Priesterseminar Seiner Exzellenz Bischof Prof. Dr. Dr. Krenn zu St. Pölten sind viel jüngeren Datums, erst 15 Jahre her.

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    1. Na, das ist ja auch ein alter Hut!
      Aber mit einem Ende, das hier offenbar verschwiegen werden soll:
      Die Vorkommnisse wurden aufgedeckt, genau untersucht, der Bischof
      trat sogar zurück und das Priesterseminar wurde geschlossen.
      Wenn man sich dagegen anschaut, wie man oft genug in der Politik
      herumeiert, um Schuldeingeständnisse zu vermeiden,
      dann ist das Verhalten der Kirche schon beachtlich und ein klares Signal:
      Wir können nicht für jeden Katholiken und für jeden Seminaristen die Hand
      ins Feuer legen; wir sind allesamt nur Menschen und Sünder.
      Aber wir machen nachher Nägel mit Köpfen!

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  2. Das ist doch schon fast normal,
    dass im Internet irgendwelche Verdächtigungen oder Behauptungen
    auch über die Kirche in die Welt gesetzt werden, ohne dass es
    tatsächlich so stimmt. Ein gutes Beispiel, danke!

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