Montag, 26. Januar 2015

Na und? - Papst Franziskus hat ein Transgender-Pärchen in Privataudienz empfangen!

Das sind die Meldungen, wie die Medien sie lieben. Wenn man heute im Internet nach "Diego Neria Lejarraga" sucht, bekommt man massen-
weise Ergebnisse.
Kein Wunder, denn Papst Fran-
ziskus hat den Transgender-
Mann und seine Verlobte vor zwei Tagen in einer "außer-
protokollarischen"
Privataudienz empfangen. Die Einzelheiten lese man z,B. bei der Nachrichtenagentur "kathweb" oder sogar bei "Radio Vati-
kan"
, siehe ---> HIER und HIER !

Ich fürchte, ich muss nun einige Leute bitter enttäuschen, aber darüber rege ich mich wirklich nicht auf. Der Mann ist praktizierender Katholik,
wie er schreibt, hat den Kontakt zum Papst gesucht, der hat geantwortet, sie haben sich getroffen, und zwar, nachdem der Mann geschildert hatte, wie sehr er unter Anfeindungen zu leiden hat.
Der Papst hat schon eine ganze Menge Leute zu Privataudienzen emp-
fangen. Kann sein, dass da auch welche dabei waren, die nicht zu meinen persönlichen Favoriten zählen. Das Treffen war aus meiner Sicht eine pastorale Aufgabe, der sich der Papst angenommen hat, dazu noch, wie ausdrücklich vermerkt wurde, "außerprotokollarisch". - Warum also nicht?
Was mich daran allerdings etwas stört, ist das jetzige Medienspektakel. Warum musste das überhaupt bekannt werden? Wer hat das veranlasst und warum?

Viel Lärm um fast nichts...?!

Kommentare:

  1. Was ist ein Transgender-Mann?
    Die Kirche und kirchliche Berichterstattung in Gestalt von der umstrittenen deutschsprachigen Sektion des Radio Vatikan, sollte sich von dieser Terminologie fernhalten.

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  2. Diözesaner Bürohengst27. Januar 2015 um 07:28

    Der Kreuzknappe setzt mich immer wieder in Erstaunen,
    verspielt er mit solchen "gütigen" Artikeln doch seinen hart erkämpften
    Ruf als strammer Tradi.
    Sooooo sollte man das eigentlich machen, wenn man Papst Franziskus
    nicht mag!
    http://www.katholisches.info/2015/01/26/papst-empfaengt-transsexuellen-samt-girlfriend-paepstliche-annaeherung-an-mainstream/

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  3. Irgendwie hab ich den Eindruck, dass die Kommentatoren hier entweder nicht Bescheid wissen oder nicht genügend differenzieren.
    Ein Trans-Gender-Mensch ist jemand, der eine Geschlechtsumwandlung hinter sich hat. Der Grund dafür ist nicht unbedingt immer eine Laune oder so etwas.
    Normalerweise sind (wissen hoffentlich alle) Menschen mit mindestens einem Y-Chromosom Männer (nicht nur das normale XY, sondern auch diverse Chromosomenstörungen wie z.B. die Kombinationen XXY, YYX miteinbezogen), Menschen mit lauter X-Chromosomen sind Frauen. Jetzt sind aber in jedem Menschen grundsätzlich alle - sowohl weibliche als auch männliche - Geschlechtsmerkmale von vornherein genetisch angelegt. (Hat sich schon mal wer gefragt, wozu Männer Brustwarzen brauchen?). Welche Geschlechtsmerkmale sich während der Schwangerschaft konkret entwickeln, hängt von den Geschlechtshormonen ab, und die werden wiederum von den X- bzw. Y-Chromosomen gesteuert. Jetzt kann es aber vorkommen, dass es - gerade auch in der Schwangerschaft bei der Mutter - zu Hormonstörungen kommt, weshalb sich beim Kind die falschen Geschlechtsorgane entwickeln. So kann es mitunter passieren, dass jemand zwar genetisch ein Mann ist (mit mindestens 1 Y-Chromosom - eh schon wissen), aber aussieht wie eine Frau und umgekehrt. Solche Menschen stecken dann buchstäblich in einem falschen Körper, und in diesem Fall ist eine Operation durchaus angebracht.
    Was anderes sind diese Fälle, bei denen die äußere Erscheinungsform mit den Geschlechtschromosomen übereinstimmt. Falls so jemand ein anderes Geschlecht haben möchte, ist das dann nicht so sehr ein Fall für den Chirurgen, sondern für den Psychologen.
    Man sollte also beim Wunsch nach einer Geschlechtsumwandlung als erster die Chromosomen anschauen, und dann eine entsprechende Entscheidung treffen. Und diejenigen, die über Geschlechtsumwandlungen urteilen, sollten sich zuerst einmal informieren, was denn nun der konkrete Grund dafür war.
    Nochmals: Eine Geschlechtsumwandlung, weil Chromosomen und äußere Erscheinung sich gegenseitig widersprechen ist OK. Eine Geschlechtsumwandlung, obwohl Chromosomen und äußere Erscheinung zusammenpassen, ist fragwürdig.
    Also bitte, Leute: Nicht pauschalisieren, weder in die eine noch in die andere Richtung!

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  4. Sehr guter Beitrag. Was lernen wir daraus? Es ist völlig okay, dass der Papst auch mal mit solchen Menschen redet.

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  5. Ich habe die seelische Hölle erlebt .Ich bin ein Mensch, der genug gelitten hat an Spott und Verachtung! Wie oft hörte ich "Bist Du ein Zwitter" Ich habe seit frühester Kindheit und in der Jugend erfahren wie scheiße es ist, wenn man nicht dazugehört. Auch wenn ich nicht als Kind zwangsoperiert worden bin ;mein Leben war auch nicht viel anders ,als das von denen die intersexuell geboren wurden. Daher bin ich wütend, wenn man so tut, als wären die Intersexuellen "was Besseres als Transsexuelle! Jeder sollte das Recht auf Operationen haben-Sonst kann man den betreffenden Menschen am besten einschläfern lassen mal ganz knallhart formuliert .Ich weiß wovon ich schreibe :Bei Anreden wie: "Die gnädige Frau" oder die "Dame" hätte ich am liebsten mein Leben beendet .Ich weiß, das es schlimmere Schicksale gibt ;doch meines ist schlimm für mich auch .Es gibt Intersexuelle, die mehr männliche Merkmale haben und trotzdem seelisch weiblich sind .

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