Samstag, 24. Januar 2015

Partymuffel? Spaßbremse? - Papst bittet neue Kardinäle, keine ausgelassenen Feste zu feiern!

Regelmäßig werden im Februar die neuen Kardinäle "kreiert". Dieses Jahr ist es eine bunte Mischung von 20 Kardinälen aus teilweise exotischen Län-
dern, siehe meinen früheren Artikel dazu ---> KLICKEN !
Es ist ebenso Tradition, dass der Papst den "Neuen" vorher schon mal per Brief einige Gedanken mit auf den Weg gibt, bevor sie von ihm zum Kardinal befördert werden. Diesmal bekommen die Anwärter von Papst Franziskus eine Ermahnung, wie sie von Eltern auch gerne ihren Kindern gegenüber frühzeitig ausgesprochen wird: "Denkt daran, benehmt euch, wenn...!" - Die Ermahnung des Papstes sieht auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich aus, denn er warnt sie gewissermaßen vor zu ausgelassenen Partys anlässlich ihrer neuen, höheren Position.
In der Tat organisiert die Fangemeinde bzw. der Freundeskreis des Be-
treffenden gerne mal aus diesem freudigen Anlass ein größeres Fest, mit Musikgruppen, mit vielen Gratulanten, mit reichlich Essen und Trinken usw. - Die Mahnung des Papstes, dabei nicht dem "Geist der Weltlichkeit" zu verfallen, ist also nicht ganz unbegründet.
Allerdings könnte man, wenn man an die jüngsten Papstreisen denkt und die nicht immer ganz bescheidenen Empfänge, auch dazu noch eine längere Anmerkung machen, wenn man wollte. Ich verzichte darauf. 

Infos über den Papstbrief z.B. ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Also, es fällt mir schwer, mir in Buenos Aires, wo der
    Papst früher als Erzbischof gewirkt hat,
    keine Feste, keine Fußballspiele und keine Samba-Tänze
    vorzustellen. Da war er doch sicher auch gerne mal zu
    Gast und hat auch mal etwas kräftiger gefeiert.
    Klar sollen die Kardinäle nicht jede Woche mal Party machen,
    aber aus gegebenem Anlass sollte man ihnen und ihren
    Gästen die Festfreude doch nicht madig machen.
    Oder will der Papst uns erzählen, Jesus habe bei der Hochzeit
    zu Kana nur unbeteiligt und still im Eckchen gesessen?!

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  2. Ordinariatsgeschädigter24. Januar 2015 um 20:05

    Samba?
    Also meines Wissens ist der Papst ein großer
    Fan vom TANGO !!!

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  3. Er ist natürlich Tangofan, als Argentinier. Er wird auch kaum tangotanzende Neukardinäle bei seiner Mahnung vor Augen gehabt haben. Sondern die unangenehme Art, wie frische Kardinäle aus der "1. Welt" ihre neue Würde zu feiern pflegen: Mit einem zig Tausende teuren rauschenden Fest in einem edlen römischen Palazzo, mit zehngängigem Menue, schweren Weinen und Gästen aus Adel, Hochfinanz und sonstigem VIP-Milieu. Das "Volk", an das die Kardinäle gewiesen sind, bleibt bei solchen Veranstaltungen natürlich außen vor.
    Für solche Depravationen ist der Papst, der aus einem anderen Kulturkreis kommt, wo nicht alles mit Geld geregelt wird, zu Recht sehr sensibel.

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  4. Elisabeth: War das tatsächlich immer so? Ich würde da gerne Beispiele wissen.

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    1. Ich kann es natürlich nicht für jeden einzelnen Fall belegen. Aber aus der jüngsten Vergangenheit: Kardinal Marx feierte seinen Pupur gleich vier Tage lang in Rom, Gesamtkosten laut Zeitungsberichten: an die 30.000 Wuro, natürlich aufs Budget der Erzdiözese... Kaum weniger aufwendig vor zwei Jahren Gänswein bei seiner Bischofsweihe.
      In beiden Fällen gabs hinterher einige Diskussionen, weil v.a. Hochadel und schwerreiche Wirtschaftsmagnaten eingeladen waren.
      Merke: in der Kirche sind alle gleich, aber einige sind halt noch a bisserl gleicher. :-)

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