Samstag, 31. Januar 2015

"SEXUALITÄT.Leben" - Bietet das Bistum Trier ein zweitägiges Sex-Seminar an?

Die Familiensynode in Rom steht im Herbst an, und nun ist wieder die Zeit diverser Vorberei-
tungen von Umfra-
gen bis hin zu allerlei Tagungen in den Diözesen.
In Trier z.B. ist man da sehr aufgeschlos-
sen und bietet im Nachgang zur Bistumssynode für den 24. und 25. April eine zweitägige Tagung zum Thema Sexualität an. Schaut man genau auf den Ablaufplan, sind's im Endeffekt nur ein paar Stunden, aber man hat sich bezüglich der Referenten und Themenstellungen offenbar mächtig ins Zeug gelegt.
Nicht jede Formulierung lässt vorab schon eine Einschätzung zu, wenn etwa Sr. Dr. Katharina Kluitmann zu dem Thema referiert: "Werde-Lust und zarte Werde-Kraft", klingt das für mich schon fast etwas esoterisch oder fernöstlich...
Wenn dagegen z.B. Prof. Dr. Stephan Goertz laut Ankündigung "Für ei-
nen Perspektivenwechsel in der Beurteilung der Homosexuali-
tät"
wirbt, ahnt man schon eher, auf was das hinauslaufen könnte.
Im Ankündigungstext zu seiner Gesprächsrunde finde ich schon mal den Hinweis, den man den Tradis so gerne um die Ohren haut: "Daher wird die moralische Verurteilung der homosexuellen Form der Liebe nicht als Leib-
feindlichkeit, sondern als Liebesfeindlichkeit empfunden."

Ich hab's kapiert, hoffe ich: Wer gegen Homosexuelle Bedenken äußert, der ist liebesfeindlich, ein menschenverachtender Fundamentalist. Oder wie...?

Bei der bunten Themenmischung ist für fast jeden was dabei, wie man z.B. an der Überschrift "Sexualität zwischen Lust und Schmerz" sieht. Sexuelle Spielarten, sexuelle Gewalt und ähnliches werden da thematisiert, um "die Bedürfnisse...des anderen zu kennen und zu akzeptieren".
Das sei "eine große Herausforderung", erklärt der Ankündigungstext. Ja, das mag wohl so sein...
Na, wir werden ja sehen, welchen Erkenntnisgewinn man seitens des Bis-
tums nach dem 25. April der Öffentlichkeit mitteilt und inwieweit das auch die Synode in Rom voranbringen kann...

Wer sich für die Tagung interessiert, der kann jedenfalls schon mal den
detaillierten Programm-Flyer herunterladen (pdf). ---> KLICKEN !

Kommentare:

  1. Kirchenmäuserich31. Januar 2015 um 13:25

    Früher habe ich auch mal im Bistum Trier gewohnt.
    In den letzten Jahren ertappe ich mich immer häufiger dabei,
    mich über meinen Umzug nach Passau zu freuen...

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  2. Endlich wieder der obligate Tradi-Aufreger. Wurde auch mal Zeit.

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  3. Das klingt doch sehr vielversprechend. Man sollte das weiterempfehlen.
    Gibt es vielleicht auch Tipps für Sado-Maso-Spiele?

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    1. Die kann man im Priesterseminar der Diözese St. Pölten erhalten, dort gibts reiche Erfahrungswerte dazu.

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    2. Kalter Kaffee, Ottoviani, seeehr kalter Kaffee!
      Mal nach dem Zeitraum der damalige Vorfälle googlen!

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    3. Echt, Sado-Maso-Spiele in der Diözese Trier? Wenn das stimmt, fahr ich sofort hin. Mal was anderes.

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  4. Sehr interessant ist, dass die katholische Ehelehre oder auch nur
    Themen wie Keuschheit oder Beherrschung oder Verzicht im
    Programm nicht auftauchen.
    Warum hat man keine Missbrauchsopfer eingeladen, um von
    ihrem Leid zu erzählen?

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  5. Nemrod meint: In Deutschlands ältestem Bistum gärt es gewaltig. Auf der einen Seite wird alles getan, um zu beweisen wie modern und offen "man" doch ist und auf der Habenseite ist spirituelle Leere. Priester ( und Laien), die versuchen noch "katholisch" zu handeln und zu leben , werden zumindest nicht mehr für voll genommen im äußersten Fall gemobbt bzw. Amtsenthoben. Dagegen dürfen in Trier Priester offen gegen Kirchenlehre oder Zölibat agieren, ohne ernsteren Widerspruch von Seiten der Bistumsleitung befürchten zu müssen. Ohne die Mittel aus der Kirchensteuer wäre im Bistum Trier - anderenorts bestimmt auch- etliches schon erledigt. Auch die Synode bräuchte sich nicht Gedanken zu machen, wie man sich mit den weltlichen Strömungen gemein macht anstatt die Lehre der Kirche verkünden zu helfen. Ich wage zu bezweifeln, ob das, was in der Synode und in vielen Bistumsköpfen herumgeistert, dem entspricht, was dem Konzilspapst Johannes XXIII vorschwebte..

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