Sonntag, 18. Januar 2015

Überraschende Wendung: Radikalen Islamisten gelingt Stopp von PEGIDA in Dresden!

Was empörte Kirchenleute, Politiker und Gegendemos nicht geschafft haben, wird morgen in Dresden wahr: PEGIDA ist gestoppt, die Demonstration für diesen Montag ist abgesagt.
Der Grund: Es gibt offenbar ziemlich eindeutige Hinweise von Geheimdiensten, dass eine Attacke und eventuell sogar ein Mord während des PEGIDA-Marsches ge-
plant ist. Polizei und Verstalter sind sich einig: Das Risiko der Gefährdung von Teil-
nehmern kann man nicht verantworten. Auch eine geplante Gegendemo wird nicht stattfinden, da die Polizei alle Versamm-
lungen unter freiem Himmel für morgen verboten hat. Für zukünftige Versammlungen werde unter Hochdruck an Sicherheitskonzepten gear-
beitet, heißt es. Presseartikel dazu z.B. ---> HIER und HIER und HIER !
Sehr gut, dass alle Beteiligten so besonnen reagieren. Aber irgendwie ist es schon ein Stück weit eine Ironie des Schicksals, dass  ausgerechnet even-
tuelle muslimische Terroristen jetzt den vorläufigen PEGIDA-Stopp er-
reicht haben...

Kommentare:

  1. Egal ob wahr oder nur ein gelungener Trick der Geheimdienste: eine wirklich originelle Wendung, weiter so!

    AntwortenLöschen
  2. Es lebe das friedliche Demonstrationsrecht und das Recht auf freie Meinungsäußerung der Bürger! Es lebe hoch in unserem freien Deutschland!

    AntwortenLöschen
  3. Es zeigt, dass beide Extreme sich gegenseitig in die Hände arbeiten.

    Radikalen Islamisten ist eine möglichst aggressive und undifferenziert anti-islamische Stimmung in Deutschland und Europa nützlich. Sie führt dazu, dass sich andere Moslems verunsichert, bedroht oder verletzt fühlen und sie empfänglicher für den radikalen Islamismus werden, weil sie das Gefühl haben, die Deutschen/Europäer sind sowieso gegen uns eingenommen und beleidigen uns nur. Islamisten (auch die "friedlichen") wollen unter Glaubensgenossen das Gefühl erzeugen: Man kann als gläubiger Moslem nicht sicher und fromm in Europa leben. Damit gewinnen sie Anhänger für ihren Kampf gegen die westliche Kultur und halten moderatere Moslems davon ab, sich emotional allzu stark von ihnen zu distanzieren.

    Diese Strategie lässt sich auf einschlägigen Internetseiten klar belegen. Man propagiert ein "gesamtmuslimisches" Solidaritätsgefühl gegen den "bösen" Westen mit seinen Karikaturen und seiner Pegida, und je ungemütlicher sich Deutschland für Ausländer anfühlt, desto besser gelingt das. Gleichzeitig verharmlost man den Terror zur "übertriebenen" aber "im Grunde ja verständlichen" Wutreaktion auf das ganze Unrecht, das angeblich aus dem Westen gegen die Muslime kommt. Je mehr Muslime sich als angefeindete Opfer fühlen, umso besser für die Radikalen, und die wiederum bilden die Basis für den Terrorismus. Deshalb gilt es, aggressive Stimmungen gegen den Islam anzuheizen.

    Anhänger des islamistischen Kampfes wollen anti-islamische Stimmungen in der Bevölkerung durch gezielte Provokation verstärken, das liegt ganz im Interesse des Terrors, der überall möglichst viel Angst schüren will. Eine (ernst zu nehmende) Morddrohung gegen "Pegida"-Aktivisten ist ein ausgezeichnetes Mittel, um die Stimmung in Deutschland anzuheizen oder kippen zu lassen und ein Klima zu erzeugen, in dem weiterer Protest und weiterer Terror gedeihen können.

    Rechten Islamfeinden auf der anderen Seite ist auch nichts lieber als möglichst aggressive (die angebliche Gefahr der "Islamisierung" quasi illustrierende) islamistische Propaganda und Bedrohung. Die nichtmuslimische Bevölkerung fühlt sich dadurch verunsichert und wird empfänglicher für fremdenfeindliches Gedankengut, weil sie das Gefühl hat, die Moslems als solche sind nicht nur fremd, sondern auch gefährlich.
    Schon die Terroranschläge wurden seitens "Pegida" ja sofort instrumentalisiert, um ihre religionsfeindlichen Sprüche auf den Demos zu rechtfertigen. Jetzt kann "Pegida" sich auch noch selbst als "Opfer" darstellen und Sympathien selbst unter Kritikern gewinnen, wenn ihre exponierten Köpfe real bedroht werden. Es kommt also auch ihnen ganz gelegen.

    Allen Seiten liegt demnach daran, dass die Situation weiter eskaliert. Die Extreme gewinnen damit Anhänger und Sympathien und spielen deshalb mit dem Feuer, statt es zu löschen. Kann natürlich leicht in die Hose gehen.

    Dagegen hilft höchstens Besonnenheit: hellsichtig unterscheiden und analysieren, wer hier welche Interessen und Ziele verfolgt und wann es gefährlich wird, und ansonsten keine einfachen Parolen schreien und den Ball möglichst flach halten. Sonst spielt man den Aufwieglern in die Hände.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da stimme ich 100 Prozent zu. Eine gute Analyse,
      mit einer Einschränkung: Pauschal würde ich PEGIDA nicht als
      religionsfeindlich bezeichnen.

      Löschen
    2. Vielleicht nicht religionsfeindlich, wobei zu fragen wäre, was man bei Pegida unter "Religion" eigentlich versteht. Der religiöse Analphabetismus scheint mir dort (es sind ja überwiegend ehedem linientreue SED-Genossen, die da jetzt marschieren) sehr hoch zu sein.

      Ganz sicher aber ist Pegida massiv kirchenfeindlich und kirchenfern.

      Löschen
    3. Da hat der Leser Marius aber gaaaanz schlecht aufgepasst.
      Offenbar kein regelmäßiger Leser beim KREUZKNAPPEN,
      denn der hat in mehreren Artikeln so manches erklärt.
      Kürzlich erst konnte man hier lesen, was eine wissenschaftliche
      Untersuchung ergeben hat: Der typische PEGIDA-Demonstrant
      ist gut ausgebildet und gehört zur Mittelschicht. Er ist so kirchenfern
      wie der Durchschnitt der Bevölkerung.

      Löschen
    4. Sorry, das ist er eben nicht. Nur 7 % der regelmäßigen Pegida-Spaziergänger gehören überhaupt einer Kirche an. Das ist gewaltig unter dem deutschen Durchschnitt. Es ist eben ganz DDR-mäßig.

      Löschen
    5. Kleiner erdkundlicher Tipp an Marius:
      Wo liegt Dresden?
      Also: Der Durchschnitt ist dort bei den Spaziergängern identisch
      mit dem ihrer dortigen Mitbürger.
      Dumm gelaufen, gelle?

      Löschen
    6. Gar nicht dumm gelaufen. Natürlich entspricht die Kirchenferne und -feindschaft dem Durchschnitt des gesamten Dresdner Bevölkerung. Das war ja der einzige Sieg auf ganzer Linie, den das SED-Regime errungen hat, die Kirchlichkeit mit Stumpf und Stil auszurotten.
      Nur mache man uns nicht mehr weis, es ginge ausgerechnet den alten Kadern und Blockparteienwählern, die jetzt in Dresden montags "Wir sind das Volk" und "Lügenpresse" brüllen und leuchtende Kreuze in deutschen Nationalfarben hochhalten, auch nur im entferntesten um das Christliche.
      Die wissen nicht einmal wie das Vaterunser geht und was eine Kirche ist.

      Löschen
  4. Es wird viel dummes Zeug über PEGIDA verbreitet.
    Heute abend kann man sich bei Günther Jauch selbst mal ein Bild
    machen, denn da diskutiert ein Vertreter mit, wenn es um PEGIDA geht:

    https://daserste.ndr.de/guentherjauch/aktuelle_sendung/Politik-trifft-auf-Protest-Pegida-bei-GUeNTHER-JAUCH,pegida270.html

    AntwortenLöschen
  5. Wer weiß was hier überhaupt stimmt und was nicht. Das ganze Theater ist schon eine sehr merkwürdige Geschichte. Was in den Medien erscheint,ist ja meist nur die halbe Wahrheit.

    AntwortenLöschen
  6. Ich finde es interessant, daß sich in diesem Fall keiner darüber aufregt, was die ausländischen Geheimdienste hier so treiben; wen und was sie abhöre und wie sie an die Informationen gekommen sind.

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================