Mittwoch, 28. Januar 2015

Verschreckt Papst Franziskus immer mehr Gläubige? - Ein Rom-Korrespondent sorgt sich...

Julius Müller-Meiningen gehört zu den Journalisten,
die nicht irgendwo im finanziell abgesicherten Bürosessel einer Redaktion sitzen. Er ist "freier" Journalist mit Standort Rom und bietet seine Artikel und Kommentare diversen Medien zur Abnahme an. Gerade haben sich etliche Artikel-Käufer ge-
funden für einen nachdenklich-kritischen Beitrag über Papst Franziskus, den "fehlbaren Papst". Hat der langjährige Wahl-Römer mit seiner Einschätzung recht?
Er findet beispielsweise, dass "manche" sagen, Papst Franziskus rede zu viel. Hinzu kommt, dass seine Formulierungen bei Interviews und Kon-
ferenzen "nicht immer eindeutig" sind. Wegen seiner kürzlichen Karnickel-Äußerung "schlugen nicht wenige Prälaten die Hände überm Kopf zusam-
men"
, hat der Journalist erkannt.
Wenige Tage vorher der verwirrende Papst-Ausdruck, wer seine Mutter beleidige, dem haue er "eine rein". Auch da musste der Vatikan eine ab-
schwächende Erklärung nachschieben. Damit werde der Papst "fehlbar" und schrecke Katholiken auf, "die die klaren Worte seiner Vorgänger schätzten". Papst Franziskus spreche dagegen, "wie ihm der Schnabel gewachsen ist" und stifte damit Unruhe.
Der Journalist kommt zum Punkt, wenn er die Frage stellt, "wie viel Un-
genauigkeit"
eine für ihre eindeutigen Aussagen bekannte Kirche verträgt. Und schließlich blickt der Schreiber schon weit in die Zukunft, wenn er vermutet, dass die Kardinäle "im nächsten Konklave einen weniger extro-
vertierten Glaubenshüter wählen würden"

Ich meine:   Wie man immer deutlicher sieht, ist die pure Franziskus-Begeisterung bei der Zunft der Journalisten inzwischen etwas geschrumpft; seine "Gags" bzw. verbalen "Klopper" nimmt man noch gerne, aber an-
sonsten wächst die Skepsis. - Wie sehen Sie es, liebe Leserinnen und Leser?

Der zitierte Artikel z.B.bei der "Augsburger Allgemeinen" und bei der "Saarbrücker Zeitung", ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Genau das ist es! Der Papst stutzt das Amt auf ein erträgliches, menschliches Maß zurück, so dass die Katholiken von der Wahnvorstellung geheilt werden, ein Papst sei irgendwie unfehlbar oder heiliger als andere. Unfehlbar ist er nur in ganz eng gesteckten Grenzen, diese Aussagen haben auch nichts mit ihm als Person zu tun. Es muss auch aufhören, Päpste heilig zu sprechen. Franziskus tut der Kirche gut, bei Benedikt haben wir gesehen, dass ein Dogmatiker mit dem Papstamt überfordert ist, deshalb ist er zurück getreten. Franziskus aber hat genug Power den Laden auf Vordermann zu bringen und Reformen anzustoßen.

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  2. Diözesaner Bürohengst28. Januar 2015 um 07:09

    Über jeden Papst kann man verschiedener Meinung sein.
    Auch dieser hat seine guten und seine schlechten Seiten, da muss jeder
    Katholik selbst entscheiden, wo er die Prioritäten setzt.
    Für meinen Geschmack ist Papst Franziskus eine Art Showmaster, dessen
    Ziel es ist, die Kirche ins Gespräch zu bringen, fast egal wie.
    Sogar bei Arbeitskollegen ist das mittlerweile Pausengespräch, wobei
    einige befürchten, die päpstliche Autorität sei inzwischen dahin.

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  3. Papst Franziskus hätte die Chance, noch viel mehr Menschen
    für die Kirche zu interessieren:
    Bitte, bitte -- ab ins RTL-Dschungelcamp...!

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    1. Bekennender Dunkelkatholik28. Januar 2015 um 10:36

      Klasse Idee, ich unterstütze sie!
      Im RTL-Dschungelcamp wäre der Möchtenichtgern-Papst paßgenau eingesetzt und unter seinesgleichen.

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    2. Möchtegern-Katholik sollte sich zurückhalten bezüglich
      Beleidigungsversuchen gegenüber einem ordnungsgemäß
      gewählten Papst!

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    3. Bekennender Dunkelkatholik28. Januar 2015 um 11:25

      Was die angeblich "ordnungsgemäße Wahl" dieses "Papstes" betrifft, gibt es unter Fachleuten allerdings sehr unterschiedliche Ansichten. Der sehr renommierte glaubenstreue italienische Historiker Antonio Socci hat letztes Jahr ein ganzes Buch geschrieben, wo er ziemlich überzeugend nachweist, daß diese Papstwahl dem kanonischen Recht NICHT entsprochen hat und als ungültig angesehen werden muss.

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