Donnerstag, 22. Januar 2015

Wenn der Pfarrer die Messdiener-Gruppenleiter rauswirft, ist der Ärger der Gläubigen groß...

                    Predigt / Linktipps zum 3. Sonntag B (25.1.): siehe weiter unten!
.
In der Pfarreiengemeinschaft Christkönig in Saal an der Donau (Bistum Regensburg) gibt es seit gut zwei Jahren einen neuen Pfarrer. Von seiner früheren Ge-
meinde wird Pfarrer Andreas Weiß sehr gelobt, und auch sonst ist er nach meiner Kenntnis noch nicht "aufgefallen". Doch jetzt hat es, wenn ein aus-
führlicher Artikel von heute in der "Mittelbaye-
rischen"
so zutrifft, mächtig gekracht.
Wie die Zeitung berichtet, hat der Priester gleich sechs Messdiener-Gruppenleiter entlassen. Die El-
tern und Jugendlichen sind enttäuscht und sprechen von "Rauswurf". Kritisiert wird auch, dass ein Elternabend erst danach stattfand. Auch das von Eltern aufgescheuchte Ordinariat in Regensburg konnte die Lage of-
fenbar nicht entspannen. Manche der Gläubigen sind so erbost, dass sie in Saal nicht mehr zur Heiligen Messe gehen, berichtet die Zeitung (Achtung, dreiseitiger Artikel) ---> KLICKEN !
Solche Konflikte gibt es immer mal wieder, und ich hüte mich vor einer Ferndiagnose. Ich vermute, dass man sich über das "Wie", über die Inhalte der Ministrantenausbildung nicht einig wurde. Für den Pfarrer scheint es nach meinem ersten Eindruck wichtig zu sein, dass dabei das Religiöse Vorrang hat vor Spiel-und-Spaß-Gruppenstunden. Ein Kompromiss scheint da mit den Gruppenleitern aber nicht möglich gewesen zu sein, obwohl es Anläufe dazu gab.
Ich kann den Pfarrer verstehen, wenn er jetzt mal einen Punkt machen will, um danach in seinem Sinne mit einer frischen Mannschaft neu anzufangen. Ob er die Sache allerdings wirklich glücklich angepackt hat, steht wohl auf einem anderen Blatt...

Kommentare:

  1. Die 719te Variantion der immer gleichen unendlichen Geschichte: Glaubenstreue Priester, die es eh immer weniger gibt, werden so lange systematisch gemobbt von den linksdurchgrünten, protestantisierten Schäflein, bis sie entnervt und v.a. gesundheitlich ruiniert das Handtuch werfen.
    Und keiner steht ihnen bei. Schon gar nicht von "oben". Es ist nur noch zum Heulen.

    AntwortenLöschen
  2. Ich kann dem Pfarrer, so weit sich das mit aus dem verlinkten
    Artikel erschließt, nur zustimmen: Die Messdiener machen Dienst
    vor dem Herrn, da gehört eine solide, religiöse, liturgische Ausbildung
    als oberste Priorität dazu.
    Auch dann, wenn der Priester damit bei Spiel-und-Spaß-Katholiken
    kräftig aneckt. Er trägt schließlich die Verantwortung!

    AntwortenLöschen
  3. Die Zeiten des Absolutismus sind endgültig vorbei.
    Auch in der Kirche.
    Wahrscheinlich haben im vorliegenden Falle alle Beteiligten
    eine Mitschuld, aber warum ist der Pfarrer nicht frühzeitig
    auf die Jugendlichen und Eltern zugegangen?!

    AntwortenLöschen
  4. Auch das gibt es, und da ist der Weg dieses mutigen Priesters
    wohl besser:
    Man lässt jugendliche Gruppenleiter mehr oder weniger vor sich
    hin wursteln, verlässt sich darauf, dass es schon gut geht.
    Ich finde, es ist am besten, wenn der Pfarrer selbst die Ministranten-
    ausbildung übernimmt.
    Für Jugendliche gäbe es da übrigens noch andere Gruppen:
    Pfadfinder usw. !!!

    AntwortenLöschen
  5. Weil er als Pfarrherr der Chef im Ring ist und das schlicht und einfach nicht nötig hatte und hat.
    Die römisch katholische Kirche ist schliesslich kein demokratischer, gar liberaler Debattierklub sondern eine streng hierarchisch verfasste, absolutistische Monarchie. Pastor locuta, causa finita!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. So ist es. Der Priester, abgeleitet vom Papst und vom Bischof, IST Christus, der Herr aller Herren. Er hat das Sagen, Er allein. Da ist jede absolutistische Monarchie nur ein schwacher Abglanz. Aber das wird ja in unserer protestantisierten deutschen Nationalkirche nicht mehr gelehrt.

      Löschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================