Dienstag, 24. März 2015

Anfrage: Ist eigentlich eine Beichte am Telefon (in Ausnahmefällen) erlaubt?

            Predigt u. Linktipps zu Verkündigung des Herrn (25.3.) ---> KLICKEN !
:
Selbstverständlich sind nicht irgendwelche online-Portale gemeint, in denen man "beich-
ten" kann, zum Lese-Vergnügen anderer. Vielmehr wurde ein em. Professor der Päpstlichen Universität Gregoriana offiziell angefragt. Die Nachrichten-
agentur "ZENIT" hat gestern seine Stellungnahme zur Frage der Telefonbeichte veröffent-
licht. Zusammenfassend läuft seine ausführliche Antwort auf ein "NEIN" hinaus, er will aber doch nicht gänzlich ausschließen, dass dies einmal anders gesehen werden könnte. ---> KLICKEN !
Im Rahmen eines Dekrets vom 6.6.1992 im Zusammehang mit dem um-
strittenen "Engelwerk" hat die Kongregation für die Glaubenslehre unter anderem auch dazu Stellung genommen und verbindlich festgestellt: "
III. Ferner ist die sogenannte „Fernspendung“ von Sakramenten unter-
sagt..."
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Allerdings hört man immer wieder mal von Einzelfällen, in denen ein Priester sich bereit erklärt hat, auch mal eine Beichte am Telefon zuzu-
lassen...

Kommentare:

  1. Dazu eine Erklärung des Päpstlichen Rates für Soziale Kommunikationsmittel über die Kirche und das Internet, die sinngemäß auch hier zutrifft:

    „Virtuelle Realität ist kein Ersatz für die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie, die sakramentale Realität der anderen Sakramente und den gemeinsamen Gottesdienst in einer menschlichen Gemeinschaft aus Fleisch und Blut. Es gibt keine Sakramente im Internet; und auch die religiöse Erfahrung, die hier dank der Gnade Gottes möglich ist, ist ungenügend, es fehlt die Beziehung zu anderen Gläubigen in der wirklichen Welt“ (Nr. 9).
    http://www.kath.de/quodlibe/txt/churchinternet.html

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  2. Die Beichte ist ja anonym, klassischerweise wurde sie aus gutem Grund "Ohrenbeichte" genannt. Da ist heute eher das Telefon als der Beichstuhl das richtige Setting. Warum also soll was dagegen sprechen?

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  3. Da die Beichte heutzutage weder von vielen Gläubigen erwünscht ist noch von vielen Priestern nicht mehr angeboten wird aufgrund vieler Ausreden kommen dadurch wahrhaft Gläubige welche die Sakramente NOCH ernst nehmmen in grosse Seelennot.Sie werden buchstäblich gezwungen ohne Beichte zur Kommunion zu gehen was wiederum fatale Folgen mit sich zieht.Als Priester empfehle und fordere ich auf sofern keine Beichte angeboten wird ausschliesslich geistig zu kommunizieren. Dies bis jene die Möglichkeit haben zu Beichten.Jesus sagt selbst und damit meinte ER wenn wir in der Sünde kommunizieren also nicht in der heilig machenden Gnade stehe "wer MEIN Leib isst und MEIN Blut trinkt zieht sich dadurch das Gericht auf sich".Man kann dies glauben oder nicht, jedoch bleibt dennoch die Tatsache bestehen dass es die Wahrheit ist.Aus diesem Grund und weil selbst ich als Missionspriester nicht alle Orte in kürzester und notwendiger Zeit erreichen kann um die Beichten abzunehmen,eben wären genügend Priester anwesend welche dies Sakrament anbieten,biete ich notgedrungen die Telefonbeichte an.Ich bin der festen Überzeugung dass dies das kleinere Übel aufgrund der bestehenden Not ist. Bevorzuge jedoch klar und deutlich und wenn immer möglich die Beichte im Beichstuhl. Die Telefonbeichte ist wahrlich eine Herausforderung.Möge Gott der Allmächtige helfen dass der Zugang zur Beichstuhlbeichte wieder zur Normalität wird und Alle Gläubigen die Sehnsucht packt zu beichten.Mögen Alle meine priesterlichen Mitbrüder tief in ihren Herzen berührt werden wie unbeschreiblich wichtig das Sakrament der Beichte ist. Jesus heilt sehr wohl durch den Empfang Seines heiligen Leibes in der Kommunion, aber....

    Wer schlüpft gerne in frische neue Kleider ohne sich vorher gewaschen zu haben?! Jeder der dies Waschen kennt,weiss WIE GUT es tut. Dies ist die Beichte, die Seele wird geistig durch das kostbare Blut Jesus Christus sauber gewaschen. Danach erfolgt die Einkleidung.

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