Freitag, 20. März 2015

"Bistum Essen kritisiert Vatikan scharf" -- Insgesamt 14 (!) Fragebögen wurden ausgefüllt!

Als ich die sensationellen Über-
schriften las, staunte ich nicht schlecht: "Bistum Essen kritisiert Vatikan scharf" bzw. "Bistum Essen für Segnung gleichge-
schlechtlicher Paare"
-- Na, wenn das keine mediale "Bombe" ist!

Ich schaute lieber mal genauer hin.
Da erfuhr ich dann, dass man im Bistum Essen die eingetroffenen Antworten für den Vatikan-Frage-
bogen zur Familien-Synode ausge-
wertet hat. Die Ergebnisse hat man zusammengefasst. Und nun der Gag: Wie die "WAZ" schreibt, "haben nur 14 Gläubige den Bogen aus-
gefüllt".
- Wie bitte, 14 aus dem ganzen Bistum, 14 von 850.000 Katho-
liken? -- Das macht dann mal eine Rücklaufquote von sensationellen von 0,0016 Prozent.  
Mit diesem "satten" Ergebnis kann man dann ganz basisdemokratisch verkünden, das "Bistum Essen" sei für die Segnung gleichgeschlecht-
licher Paare...
Aber halt: Damit das Ganze nicht ganz so verheerend aussieht, erklärt das Bistum Essen schlauerweise, man habe bei der Zusammenfassung der Er-
gebnisse der Einfachheit halber gleich auch die Meinung von Priester- und Diözesanrat dabeigepackt. Ach so...!

Man lese die Schlagzeilen ----> HIER und HIER !
Schon in der Vergangenheit war mir der  besondere "Humor" des Bistums aufgefallen, siehe z.B. ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Was sagt dieses jämmerliche Ergebnis aus über den Zustand
    jenes Bistums? - Das mag jeder selbst beurteilen.
    In Reimform würde ich es so sagen:
    Bistum Essen -- kannst du verg......!

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  2. 14 Antworten aus dem ganzen Bistum?
    UInd dann wagt man, sich so weit aus dem Fenster zu lehnen?!
    Da komme ich auf einen schon vor ein paar Jahren
    gemachten Vorschlag zurück: Auflösung des Bistums Essen.

    http://www.ruhrbarone.de/ruhrbistum-gefahrdet/626

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  3. Scharfe Kritik am Vatikan?
    Da staune ich nicht schlecht, denn aus dem Munde des
    Essener Bischofs Oberbeck hört sich das ganz anders an:

    https://www.youtube.com/watch?v=e5UCrHy3PMg

    Vielleicht sollte man intern erst mal klären, was man denn
    eigentlich meint.

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  4. Wer den Fragebogen einmal gelesen hat, weiß, warum ihn (fast) niemand beantwortet.
    http://glaubenserfahrung.blogspot.de/2015/03/das-kreuz-auf-mit-dem-fragebogen-zur.html

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    1. Irrtum!
      Im Erzbistum München, ziemlich genau doppelt so groß
      wie das Bistum Essen, haben nicht etwa 2 x 14 = 28 Leute
      den Fragebogen beantwortet, sondern 602.
      Die Hauptursache dürfte also im Bistum Essen zu suchen sein.
      Und was den Priesterrat im Bistum Essen betrifft:
      Bei nur 43 Pfarrgemeinden kann man sich ausrechnen, dass
      der Priesterrat maximal aus einem halben Dutzend Priestern
      besteht.
      Also: Ein dürftiges Ergebnis, das man nicht schönreden sollte.
      Vor allem aber sollten die wenigen Essener den Mund jetzt
      nicht so voll nehmen!

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    2. @Theodora

      Wenn Sie schon die Zahl von 602 beantworteten Fragebogen ins Spiel bringen sollten Sie vielleicht auch auf die entsprechenden Internetseiten verlinken aus denen hervorgeht wie viele davon von innerkirchlichen Gremien stammen und wie viele von "Privat-Gläubigen".

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    3. "Georg's Glauben" irrt auch aus einem anderen Grunde:
      Niemand ist genötigt, beim Ausfüllen alle Fragen zu beantworten.
      Was einem zu unvertändlich vorkommt oder wozu man sich nicht
      äußern will, das lässt man einfach aus.
      Zum anderen ist es Sache des Bistums, Hinweise zum Fragebogen
      zu geben. Sogar ein vereinfachter Fragebogen wäre denkbar und
      wurde andernorts praktiziert.

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  5. "Leider hat ein schwer verständlicher Sprachstil und die Komplexität der Fragestellungen die Beantwortung (...) erschwert, ..."
    Dieser Beurteilung der letzten Fragebogenaktion kann ich mich anschließen. Man hätte sicher einiges schreiben können, aber bestimmt einen halben Tag lang oder länger daran gesessen.

    Da das Bistum auf seiner Webseite die vatikanische Umfrage aber offenbar von Anfang an als "geschlossen" bezeichnete und auch keine Infos zur Beantwortung und Rücksendung gab, hatte ich den Eindruck, es sei unerwünscht, Antworten nach Essen zu schicken.

    Man hat hier ja auch den Dialogprozess, in diesem Rahmen sind sicher schon viele Meinungsäußerungen zu ähnlichen Themen zurückgeflossen, sodass man sich wohl schon denken konnte, wie die Leute denken, und ihnen den mühseligen Fragebogenprozess ersparen wollte.
    So sah es jedenfalls für mich aus, sodass ich auf Beantwortung verzichtet habe. Angesichts von nur 14 Rückläufern habe ich mir damit jetzt vielleicht die Chance verbaut, als 15. Befragter des Ruhrbistums entscheidenden Einfluss auf das deutsche Synodenvotum zu nehmen ... Naja, seisdrum :-)

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  6. @marram
    Es waren sogar noch mehr in München, nämlich 709.
    Seit wann differenziert man zwischen Pfarrgemeinderatsmitgliedern
    und Privatgläubigen?
    Es spricht doch für den Pfarrer und den PGR-Vorsitzenden, wenn sie
    den Fragebogen in einer Sitzung als eines der Themen haben.
    Oder möchten Sie sowas verbieten?

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  7. @Zeitungsfrau
    Sie scheinen mich missverstanden zu haben. Ich will nichts verbieten. Mich interessiert das Zustandekommen der Zahlen. Wird z. B. ein zurückgesandter Fragebogen, an dem 8 Pfarrgemeinderatsmitglieder mitgewirkt haben mit "1" oder mit "8" gezählt?

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