Donnerstag, 26. März 2015

Neueste Limburger Kuriositäten: Wird der Vatikan Tebartz-van Elst bald bestrafen...?

                            Predigt-Linktipps zu Palmsonntag: Siehe weiter unten!
.
Auch wenn gerne so getan wird: Die Lage im Bistum Limburg hat sich nicht ganz beruhigt. Meinungskämpfe toben, und zum Teil wird's derzeit fast schon kurios:
Auf der einen Seite kann man im "SPIEGEL" und anderswo derzeit nachlesen, dass nun die Jagd auf die derzeitige Bistums-
führung eröffnet ist (Kommen-
tar beim Bloggerkollegen von "KATHOLON" ---> HIER!)
,
gleichzeitig aber lassen andere Presseorgane verlauten, dass es nach Ostern dem ehemaligen Limburger Bischof Tebartz-van Elst in Rom an den Kra-
gen gehen soll. So schreibt etwa die "MAIN-SPITZE", laut Apostolischem Administrator Weihbischof Manfred Grothe drohe Tebartz-van Elst nach Ostern ein kirchenstrafrechtliches Verfahren. Durch Entscheidungen des Ex-Bischofs das Bischofshaus betreffend seien dem Bistum Vermögens-
schäden entstanden, aber nur Rom könne gegen ihn vorgehen. Bereits nach Ostern, so Grothe, spreche er mit dem Vatikan darüber. ---> HIER !
Unabhängig vom Verschulden des ehemaligen Limburger Bischofs sollte es sich eigentlich herumgesprochen haben, dass dieser nicht die Alleinverant-
wortung für die hohen Ausgaben trägt, auch wenn gerne so getan wird. Es ist ja auch sehr angenehm, wenn man dadurch vom Versagen anderer ab-
lenken kann. Man lese nur mal den Prüfbericht im Auftrage der Bischofs-
konferenz oder diese beiden Artikel ---> HIER und HIER !
Es sind eine Menge Fehler gemacht worden, und man sollte jetzt nicht so tun, als wenn der Bischof jede einzelne Ausgabe an Handwerker, jede ein-
zelne (überhöhte) Rechnung überwiesen hätte. Das haben andere getan, die vielleicht auch nicht hingeschaut haben...

Kommentare:

  1. Was für eine Show wird denn da gerade in Limburg wieder abgezogen?
    Wie der KREUZKNAPPE schon richtig bemerkt, gibt es viele, die ihren Teil
    zu diesem Desaster beigetragen haben.
    Witzig wird es, wenn man nach Ablauf der Verjährungsfrist für Handwerker-
    rechnungen nun erst (!) auf die Idee kommt, über evtl. Rückzahlungsforderungen
    nachzudenken.
    Das ist ungefähr so, als wenn ich vor drei Jahren irgendwo einen Urlaub
    gebucht hätte und entdecke jetzt, dass dies bei einem anderen Unternehmen
    billiger zu bekommen gewesen wäre.
    Wo war denn damals, als die Rechnungen vorgelegt wurden, der Sach-
    verstand der Bauexperten und der Finanzexperten im Bistum?

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  2. Man lese bloß mal den Kommentar aus der "Mitteldeutschen Zeitung"
    über das derzeitige Fluggeschwader auf dem Limburger Domberg:

    http://www.mz-web.de/politik/limburg-nach-tebartz-van-elst-im-tiefflug-unter-roemischem-radar,20642162,30219516.html

    Es wäre schön, wenn die derzeitige Leitung mal einen klaren
    Kurs erkennen lassen würde...

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  3. Man will mit allen Mitteln eine Art Endlösung herbeiführen.
    Damit Ruhe ins Bistum kommt, muss ein Kopf rollen.
    Den geeignetsten Kandidaten hat man längst ausgeguckt.
    Mich wundert nur, dass neuerdings Bischöfe die "Letztverantwortung"
    für Fachfragen des Bauwesens tragen sollen.
    Merkwürdigerweise fällt der Name des damaligen Hauptzuständigen
    nicht, nämlich Generalvikar Kaspar.

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    1. Ich muss Ihnen leider recht geben,
      die neueste Aktion und fehlende Namen sind wohl kein Zufall.
      Man schaue mal darauf, was auch jeder kirchenrechtliche
      Gutachter normalerweise wissen müsste:

      http://www.sueddeutsche.de/panorama/tebartz-van-elsts-umfeld-limburger-clique-1.1797563

      http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/kirche_2/131022_limburg_generalvikar_medien.php

      http://www.tagesspiegel.de/politik/fall-tebartz-van-elst-der-bischof-hat-sich-nicht-ans-kirchenrecht-gehalten/8927392.html

      Aber was ist schon normal in Limburg?

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  4. Es gibt im Prüfbericht ein - in meinen Augen - hochbrisantes Detail. Es wird in diesem Prüfbericht festgestellt, dass anscheinend auf audrückliche Anweisung (!) des Bischofs Tebartz-van Elst die jeweiligen Bauphasen/Projekte/Kosten so unterteilt bzw. aufgesplittet wurden, dass eine Meldung und Prüfung durch die vatikanischen Behörden während des Baus ausgehebelt/umgangen wurde.

    Sollte dies stimmen, dann geht es nicht um irgendeinen Koi-Teich oder darum einen fast neu angelegten Garten nochmals komplett unzugestalten. Dann geht es darum, dass anscheinend ganz bewusst von Seiten des Bischofs die kirchenrechtlich Vorgesehene "Oberaufsicht durch vatikanische Behörden" ab gewissen Bauvorhabenssummen unterlaufen wurde.

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    1. Sie verschweigen die andere Hälfte des Berichtes:
      Dort steht auch, dass es ein Versagen der Aufsichtsgremien gab.
      Sie haben alles abgenickt, wo es ihre Aufgabe gewesen wäre,
      Alarm zu schlagen. Wenn das nicht hilft, hätte man notfalls auch
      mit entsprechendem Getöse zurücktreten müssen, um auf die
      Lage aufmerksam zu machen. Das unterblieb aber!

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    2. @Zeitungsfrau
      Ich stimme Ihnen insofern zu, dass auch in meinen Augen das 3-köpfige Ausichtsgremium vollkommen versagt hat. Auch hierüber würde ich eine weltliche und kirchliche Untersuchung absolut befürworten!

      Nur schmälert das Versagen dieses Aufsichtsgremiums in meinen Augen nicht die Verantwortung von Bischof Tebartz-van Elst.

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  5. Ich könnte dem Bistum Limburg ein Gutachten eines anderen
    Kirchenrechtlers besorgen, der das Gegenteil feststellen würde.
    Wie lautete denn der genaue Arbeitsauftrag für den Juristen....???

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