Montag, 16. März 2015

Unschuldslamm auf griechische Art -- Finanzminister Varoufakis zu Gast bei Jauch...

Wie gut die Qualitäten des seit etwa acht Wochen in Amt und Würden befindlichen griechischen Finanzministers Giannis Varoufakis in sei-
nem eigentlichen Job sind, kann ich nicht wirk-
lich beurteilen. Als Selbstdarsteller und butter-
weicher PR-Manager ist er jedenfalls nach mei-
nem Eindruck absolute Spitze!
Er war gestern in der Talkshow von Günther Jauch live aus Athen zugeschaltet, der "Euro-Schreck", wie es provokativ im Sendungstitel hieß ---> KLICKEN !
Gestern gab er jedenfalls den aalglatten, im Zweifelsfalle nie zuständigen PR-Manager, der eifrig für den europäischen Zusammenhalt warb. Wurde es eng für ihn, war er entweder nicht zuständig (die Forderung ei-
nes griechischen Ministerkollegen nach fälligen hohen Weltkriegs-Repa-
rationszahlungen der Deutschen hat er selbst eigentlich so noch nicht ge-
hört, sagt er) oder aber er ist doch noch viel zu kurz im Amt, das möge man doch bitte bedenken. Bei seinen Dutzenden von Interviews schien ihm dies bislang allerdings eher kein Hindernis zu sein, die Lage und europäische Politiker zu beurteilen...
"DER SPIEGEL" hat den Verdacht, dass am "Stinkefinger" des Minis-
ters trotz heftiger Leugnung doch was dran ist... ---> KLICKEN !
"n-tv" ist auch aufgefallen, dass er eigentlich nie wirklich konkret wurde ...---> KLICKEN !
Die "FAZ" zitiert ihn mit der Aussage, die man sich auf der Zunge zer-
gehen lassen sollte: Griechenland sei beileibe nicht fast pleite, sondern es habe nur "unbedeutende, kleine Liquiditätsprobleme"... ---> KLICKEN !
Der "FOCUS" präsentiert die schönsten Aussagen mit deutscher Gründ-
lichkeit gleich mal in chronologischer Reihenfolge... ---> KLICKEN !
Sagen wir mal ganz diplomatisch so: Es war eine interessante, lehrreiche Sendung. Um das schon mal klarzustellen -- ich zeige da keinen Stinke-
finger, aber ich habe selten so gelacht gestaunt...

Kommentare:

  1. Schade, hier hat sich ein Showmastertalent ersten Ranges präsentiert.
    Das Privatfernsehen sollte ihn unter Vertrag nehmen für eine neue Show.

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    1. Christopher Meyer16. März 2015 um 12:14

      Warum muss es denn eine neue Show sein, liebe Kaffeetante? Wäre es nicht sinnvoller, sich bei Peter Zwegat zu bewerben?

      Wenn es einer schafft, dann er - obwohl ich bezweifle, dass es irgendwo auf der Welt eine sooo große Flipchart gibt, wie man sie benötigen würde. :-D

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  2. Woran liegt es eigentlich, dass die Länder Europas, die einigermaßen funktionieren, überwiegend protestantisch sind, während die katholischen (und orthodoxen) Länder reihenweise an die Wand fahren?!

    Stimmt das doch mit der "protestantischen Pflichtethik" (Max Weber), und dass die Katholiken eher zur Trägheit neigen??

    Vielleicht kann man's so sagen: Der Evangele lebt, um zu arbeiten; der Kathole arbeitet, um zu leben. :-)

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    1. An Bayern sieht man ja schon, dass an dieser These
      nicht wirklich alles stimmt: Bayern steht wirtschaftlich super da,
      das überwiegend evangelische Bremen und Berlin sind hoch
      verschuldet...

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    2. Schnappi von Schnapphausen16. März 2015 um 17:51

      "protestantischen Pflichtethik"

      Auch Irland und Polen wären Gegenbeispiele.
      So gesehen, könnte man eher von einem Nord-Süd-Gefälle statt von einem Protestantisch-Katholisch/orthodox-Gefälle sprechen.

      Ich würde es vorsichtig so sehen:
      Dort wo die "protestantischen Pflichtethik" ins katholischen Milieu eindringt, geht es wirtschaftlich aufwärts.

      Und wo die "protestantischen Pflichtethik" das protestantische Milieu verlässt, geht es abwärts.

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