Mittwoch, 25. März 2015

Vorzugsbehandlung für 150 Obdachlose: Gratis-Führung durch die Vatikan-Museen ...

Es ist bekannt, dass Papst Franziskus ein Herz für Ob-
dachlose hat, und der vatika-
nische Almosenmeister Erz-
bischof Krajewski ist da sehr rührig.
In der Vergangenheit gab es z.B. die Verteilung von 400 Schlafsäcken (mit päpstlichem Wappen !?) ---> KLICKEN !
Auch das gibt's jetzt jeden Montag vor dem Vatikan: Waschen, föhnen, legen - die Gratisfrisur für Obdachlose ---> KLICKEN !
Ende Februar wurde die rührende Geschichte von "Willy" bekannt, dem
die Ehre zuteil wurde, auf dem vatikanischen Friedhof begraben zu werden ---> KLICKEN !
Gestern erfuhr man nun bei "Radio Vatikan" und anderswo, dass diesen Donnerstag die Sixtinische Kapelle und die vatikanischen Museen für das allgemeine Publikum früher geschlossen werden. Der Grund: Ab 16 Uhr gibt es eine kostenlose Sonderführung für 150 Obdachlose, die in drei Gruppen durch die Räume geführt werden. Zum Schluss gibt's für diese Gäste noch ein Gratis-Abendessen im Restaurant der vatikanischen Museen. Siehe z.B. ---> HIER und HIER !
Meine Meinung dazu:   Ich finde das gut. Wenn der Vatikan für Haar-
schnitt, für Duschen und Rucksäcke Spendengeld in die Hand nimmt, ist das prima. Wenn die Vatikan-Museen wegen früherer Schließung einmal auf einen Teil ihrer Einnahmen verzichten, ist das auch ganz nobel.
Die kostenlose Sonderführung ist auch ein wunderbares Zeichen,  wie
wichtig man die Nächstenliebe ganz konkret nimmt. Das kann andere
(z.B. Bistümer, Klöster) nur ermuntern, über eigene Möglichkeiten der Hilfe noch mehr nachzudenken. 

Aber:  In Rom gibt es nach Schätzungen ca. 8.000 Obdachlose. Eine Führung und ein Essen für 150 Leute ist da nur ein Tropfen auf den hei-
ßen Stein. Einige Gruppierungen bemühen sich tagtäglich z.B. um die Versorgung mit Mahlzeiten und bieten diverse Hilfe an, siehe Zeitungs-
bericht ---> HIER !
Wer A sagt, der sollte auch B sagen, wenn man nicht unterstellen soll,
es gehe eher um einen PR-Gag, um ein mediales Strohfeuer. Es fehlt nämlich an so vielem, z.B. an menschenwürdigen Quartieren. Ob Papst Franziskus da Konsequenz zeigt und weitere Schritte der Hilfe einleitet...?

.

Kommentare:

  1. Nichts gegen Obdachlose, das ist wahrscheinlich ein
    hartes Schicksal.
    Aber etliche Sozialhilfeempfänger, Rentner und Alleinerziehende
    hätten sich über solch eine Geste des Papstes auch gefreut.
    Sind sie vergessen?

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    1. Das immergleiche Tradi-Spielchen: auch in der harmlosesten päpstlichen Suppe werden noch Haare gefunden und genüßlich rausgefischt.

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