Samstag, 21. März 2015

Was ist denn da los? -- Erzbistum Köln sieht neuen Missbrauchsfall, Staatsanwalt nicht...

Der Kirche wird immer mal wieder (und oft unbegründet) vorgeworfen, sie sehe beim Thema "Missbrauch" nicht
so genau hin. In einem neuen vermutlichen Fall von Miss-
brauch könnte es vielleicht andersrum sein: Das Erzbistum Köln ist sich sicher, dass aktuell ein eindeutiger Fall von Kindes-
missbrauch vorliegt, der zuständige Staatsanwalt hingegen nicht.
Eine Erzieherin in einem katholischen Kindergarten wurde wegen des Ver-
dachts, mehrere Kinder sexuell missbraucht zu haben, vorsorglich erst ein-
mal von Dienst suspendiert. Die Vorwürfe seien glaubwürdig, und das Erz-
bistum sei "hochprofessionell mit dem Vorgang umgegangen", konstatiert auch der Leiter des Jugendamtes Köln. 

Weil der zuständige Staatsanwalt das anders sieht und daher nicht tätig wird, hat das Erzbistum laut Presse inzwischen sogar Beschwerde dagegen eingelegt.
Eine fast schon kuriose Situation? - Jedenfalls kann man konstatieren, dass man kirchlicherseits inzwischen hoch sensibel auf Verdachtsfälle reagiert. 
Wie der konkrete Fall ausgeht? Wir werden es erfahren...
Zwei Medienberichte ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Dem Erzbistum Köln kann man zu dieser klaren Linie und
    dem fachlich guten Vorgehen nur gratulieren. Ein Beispiel für andere!

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    1. Bekennender Dunkelkatholik21. März 2015 um 19:54

      Kann man eben nicht. Da hat sich das Erzbistum dem linken kirchenfeindlichen Mainstream gebeugt und betreibt den sprichwörtlichen Mißbrauch mit dem Mißbrauch. Aber unter diesem zeitgeistigen Homo-freundlichen Kardinal überrascht das nicht.

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    2. Es muß für manche "Christen" (in Anführungszeichen!) schlimm sein, daß sie sich im Rechtsstaat nicht mehr zum Gott über andere machen können.

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    3. Der sog. "Rechtsstaat" ist ein Produkt des Modernismus und für die katholische Lehre keine relevante Größe.

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    4. Dann können Sie sich ja doch noch zum Gott über andere machen...

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  2. Ist Euch eigentlich klar, dass da grade eine Existenz "verbrannt" und geopfert wird. Vor 500 Jahren hat man das Hexenjagt genannt. Die Saubere Weste der Herren in Schwarz geht voll auf Kosten dieser Mitarbeiterin und alle Jubeln. Ich könnte k.....

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  3. Die Betroffene wurde nicht verhört und wurde auch nicht über den konkreten Sachverhalt informiert. Man hat sie beurlaubt, ohne dass sie genaueres weiß. Das ganze ist nur eine Hexenverbrennung 2.0. aufgrund der räumlichen Situation ist ein Missbrauch gar unmöglich. Das Erzbistum hat geschafft, dass ein Menschenleben zerstört wurde. Die Beschuldigte muss jetzt für die Sünden der Kirche brennen.

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    1. Diözesaner Bürohengst23. März 2015 um 18:35

      Nehmen Sie es mir nicht übel, Mitarbeiterin,
      aber das ist Ihre ganz persönliche Sicht auf die Dinge.
      Vom Jugendamt der Stadt Köln wurde dem Erzbistum jedenfalls
      "hochprofessionelles Verhalten" im Umgang mit diesem Fall
      attestiert.
      Die sicher auch Ihnen bekannten Presseberichte sehen das
      auch anders als Sie.
      In anderen Fällen, als es um Priester ging, haben sich viele
      aufgeregt, die Kirche reagiere zu lasch. Jetzt auf einmal soll
      sie lieber nichts unternehmen. Seltsam!

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  4. Es ist wichtig, dass wenn ein Verdacht auftritt, dem nachzugehen, da hat die Kirche alles richtig gemacht, keine Frage!!! Ohne ihr wissen einen Elternabend zu machen, wo der Vorfall erörtert würde und das, bevor die Staatsanwalt ermittelt hat. Fakt ist, die Person hat einen Festvertrag und weil nicht von der Staatsanwaltschaft ermittelt wird, könnte es sein, dass die Person ihr Lebenlang bezahlt beurlaubt wird. Zurück in die Kita kann sie sicher nicht.

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    1. Diözesaner Bürohengst23. März 2015 um 18:58

      Ein Elternabend dazu findet immer statt, bevor der Staatsanwalt ermittelt.
      Ihre Gedanken sind rein hypothetisch, denn wenn dieser Staatsanwalt nicht
      ermittelt, wird es ein anderer tun müssen. Das Erzbistum hat nämlich bereits
      Beschwerde eingelegt, sodass der Fall an die nächsthöhere Instanz geht.
      Siehe auch hier:
      http://www.welt.de/print/welt_kompakt/koeln/article138679427/Ermittlungen-um-Missbrauch-Bistum-legt-Beschwerde-ein.html

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  5. Hexenjagt in Heppendorf!!!!
    Was die katholische Kirche in den letzten Jahren versäumt hat, bekommt nun eine Frau mit geballter Kraft zu spüren. Jetzt zeigt sich die Kirche von einer anderen Seite. Jetzt wird verdächtigt, was das Zeug hält.
    Ein Kind macht eine Äußerung. Die Eltern gehen den besten Weg und schalten die KITA ein. Die KITA schaltet den Gemeindeklerus, das Erzbistum Köln und das Jugendamt ein. Die im Fall
    Betroffenen Eltern erstatten keine Anzeige. Die Frau wird ohne Anhörung und zum Sachverhalt suspendiert, nur auf einen vagen Verdacht hin. Alle Eltern werden informiert.
    „Oh, vielleicht war da ja mit meinem Kind auch etwas, vor xxx Wochen war mein Kind so komisch, als es aus der Kita kam." Man wendet sich ans Fernsehen!

    Jetzt ist die Kirche unter Druck, das Jugendamt natürlich auch. Es ist Not am Mann. „Von nun an können unsere Schäflein uns nichts mehr vorwerfen, unsere Hände sind sauber, die Staatsanwaltschaft ist schuld!!!!“

    Wir könnten das Verdächtigungsspiel natürlich endlos weiterführen: Erzieher und Kinder leben in dieser Einrichtung auf engstem Raum, ……!
    Das die katholische Kirche hier reagiert um ihre Schutzbefohlenen zu schützen ist nachvollzieh- als auch unabdingbar aber sich dabei als Inquisition aufzuspielen (die Christliche Nächstenliebe gilt übrigens auch für die Angeschuldigte, hier hat sich niemand die Mühe gemacht mit der
    Angeschuldigten in Verbindung zu treten geschweige den Sachverhalt zu klären).
    Als Erzieherin in der Ausbildung ist auch sie eine Schutzbefohlene !!!! Auch die Kirche hat sich dem geltenden Recht unterzuordnen und nicht scheinheilig ihre Machtposition zu missbrauchen. Es gibt Gott sei Dank die Trennung von Kirche und Staat und wenn die Exekutive in Gestalt der Staatanwaltschaft hier keinen Handlungsbedarf sieht hat dies wohl seinen guten Grund.

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    1. Diözesaner Bürohengst23. März 2015 um 20:30

      Warten Sie doch einfach mal ab, was der Oberstaatsanwalt sagt,
      der jetzt die Sache bearbeiten muss.
      Sollten die laut Presse von mehreren Kindern geäußerten Vorfälle nicht
      den Tatsachen entsprechen, wird die Kirche sich nicht nur entschuldigen
      müssen, sondern stellt sie selbstverständlich wieder ein. Das weiß gewiss
      auch der Rechtsanwalt der Dame.
      Gegenfrage: Soll die Kirche immer so lange warten, bis es zum richtig
      großen Vorfall kommt (das meine ich allgemein, nicht auf diesen Fall
      bezogen).
      Dann wäre Ihr Geschrei erst recht groß...!

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  6. War es nur Machtspiel und Geltungssucht einzelner Kirchenvertreter?

    Der Sprecher des Erzbistums Köln, Christoph Heckeley, der diesen Fall öffentlich forcierte, befand sich im Februar dieses Jahres in der Position des Beschuldigten.

    Wie DIE WELT am 18.02.2015 berichtete, wurde unter anderem auch gegen Christoph Heckeley, Anzeige erstattet, die im Zusammenhang mit dem suspendierten Geistlichen aus Erftstadt stand.
    Nachdem der Kirche jahrelang vorgeworfen wurde, Missbrauch zu vertuschen und aufgrund des kürzlich aufgerollten Falls in Erftstadt, stand sie wieder unter Druck. So wurde diesmal wohl von sogenannten Experten ein Fall entsprechend interpretiert und in Szene gesetzt, man bezog auch das Jugendamt mit ein. Nun konnte man endlich mal Entschlossenheit zeigen und die Staatsanwaltschaft durch einlegen von Beschwerde zur Übernahme der Verantwortung zwingen.
    Das alles fand auf dem Rücken einer Erzieherin, einiger unbedarfter Kinder und besorgter Eltern satt.
    Jetzt prüfen WEITERE EXPERTEN des Erzbistums die Begründung der Staatsanwaltschaft eingehend.
    Soviel Sorgfalt hätten die Damen und Herren von Kirche und Jugendamt besser vorher an den Tag gelegt. Jetzt gilt es für die Kirche eigentlich nur, geltendes Recht anzuerkennen. Für die betroffene Erzieherin wird das Leben nie mehr so sein, wie es war.
    Ich kann nur hoffen, das beteiligten Experten von Kirche und Amt zur Verantwortung gezogen werden.

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    1. Diözesaner Bürohengst24. Mai 2015 um 16:04

      Erstens ist man nachher immer schlauer - oder haben Sie
      noch nie einen Fehler gemacht?
      Und zweitens hätte ich nicht in der Haut des Bistums stecken
      wollen, wenn die Ermittlungen des Staatsanwaltes ein ganz
      anderes Ergebnis gehabt hätten.
      Dann hätten Löwenmütter aber dumm aus der Wäsche geguckt.

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    2. "Für die betroffene Erzieherin wird das Leben nie wieder so sein wie vorher"

      Liebe Löwenmutter und was ist mit dem Leben der Kinder???? Ach Entschuldigung ich vergaß die sind ja irgendwie nicht so wichtig oder????

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  7. Ich bin echt betroffen über die Ansicht der Menschen.....wer hat sich denn wirklich mal mit dem Thema auseinander gesetzt? Wer aufmerksam die Artikel gelesen hat hat gelesen das die Kinder zu klein sind, das heißt das vom Gesetz her die Kinder nicht aussagefähig sind. Es steht nirgendwo das das was die Kinder erzählt haben nicht stimmt. Leider sind die die den meisten Schutz brauchen durch das Gesetz am schutzlosesten....aber am schlimmsten von allem finde ich, das bei den Diskussionen die Kinder einfach nicht wahrgenommen werden. Keiner macht sich Gedanken um die Kinderseelen. Ich kann nicht verstehen wenn drei und vier jährige Kinder sexuelle Handlungen beschreiben die sie eigentlich aufgrund ihres alters normaler Weise nicht wissen können noch sollten Diskussionen über Institutionen entstehen....wenn die Kirche und der Kindergarten nicht so gewissenhaft reagiert hätten wäre das wahrscheinlich noch ganz anders abgelaufen...ich bin fassungslos über die Mensch die öffentlich Dinge äußern ohne wirklich Informationen zu haben und dann auch noch den betroffenen Kindern die wirklich genug erleben mussten noch zusätzlich eine Ohrfeige verpassen.... Kindermund tut wahres kund....und wie in dem Zeitungsartikeln geschrieben haben mehrere unabhängige Psychologen bestätigt das die Kinder das erlebt haben was nichts am Gesetz ändert

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  8. Lieber / Liebe "Betroffen", vielleicht haben Sie ja überlesen, dass ich in meiner Darstellung die besorgten Eltern und die unbedarften Kinder miteinbezogen habe. Dass besorgte, sensibilisierte Eltern natürlich auf jede Kleinigkeit achten und kindliches Spielverhalten dann entsprechend interpretieren ist ja verständlich.
    In welchem Zeitungsartikel steht denn, dass mehrere unabhängige Psychologen bestätigen, dass die Kinder „das“ erlebt haben? Was habe ich da verpasst?
    Von Seiten der Staatsanwaltschaft ist ja mit Sicherheit ein Psychologisches Gutachten veranlasst und gewissenhaft durchgeführt worden. Auch wenn die Aussagen aufgrund des Alters nicht aussagetüchtig waren, hätte die kleinste Auffälligkeit zu weiteren Ermittlungen geführt. Soviel Verantwortungsbewusstsein können Sie unseren Staatsbediensteten schon zutrauen.

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  9. @ Diözesaner Bürohengst


    Ich hoffe, Sie arbeiten nicht wirklich bei der Diözese. Denn solche Aussagen wie

    „haben Sie noch nie einen Fehler gemacht „ und „Dann hätten Löwenmütter aber dumm aus der Wäsche geguckt“ sind von der Diözese hoffentlich nicht zu erwarten.

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