Donnerstag, 23. April 2015

Bischof Bode ist gegen eine "Alles-oder-nichts-Moral", aber was meint er eigentlich damit...?

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode wurde
von "katholisch.de" in einem früheren Artikel bereits zum "Vordenker" der Deutschen Bischofskonferenz ernannt.
---> HIER !

Gestern gab's dort ein neues Interview mit ihm, das auf-
schlussreich und lesenswert ist. Eine Formulierung hat mich allerdings bereits beim ersten Überfliegen etwas irritiert: Bischof Bode erklärte
zur Frage nach der Ehe und auch nach alternativen Lebensformen:
"Mit einer Alles-oder-nichts-Moral, die jede Abweichung zu einer schwe-
ren Sünde macht, werden wir kaum Menschen erreichen"
. ---> HIER !
Ich nehme mal zugunsten des Bischofs an, dass er dies bei einem aus-
führlicheren Interview sicher etwas differenzierter betrachtet hätte,
aber gesagt ist gesagt. So jedenfalls kommt das doch sehr populistisch
und in den Gesetzen des Marktes denkend rüber.
Bekanntermaßen hat Jesus in manchen Punkten auch eine Alles-oder-
Nichts-Moral vertreten; etwa bezüglich der Ehescheidung ließ er nicht
mit sich verhandeln. Damit konnte Jesus kaum Menschen erreichen,
aber er hat es trotzdem gesagt...
Geht es der Kirche hauptsächlich darum, Menschen zu erreichen?
Wenn ja, zu welchen Kompromissen in der Lehre ist sie dafür bereit?

Es wäre mir lieber gewesen, der Bischof hätte sich da etwas präziser geäußert. So hat das Interview für mich einen etwas unangenehmen Beigeschmack.
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                      Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !