Donnerstag, 30. April 2015

Jahresabschlüsse 2012/2013 im Bistum Limburg: "Vier Millionen sind weg"

Transparenz in kirchlichen Ver-
mögensangelegen-
heiten ist wichtig
und schafft Ver-
trauen. Da ist es
nur zu begrüßen, wenn insbesondere im Bistum Lim-
burg
alles getan wird, um Transpa-
renz zu zeigen.
Jetzt wurden die besonders interes-
santen Jahresabschlüsse des Bischöflichen Stuhls vorgelegt, und "katholisch.de" stellt dazu schon mal in der fetten Schlagzeile fest: "Vier Millionen sind weg" ---> HIER !
Das sei die Summe, die beim Bau des Bischofshauses "in den Sand gesetzt" wurde, also verpuffte Kosten, für die kein Gegenwert da ist, also z.B. über-
höhte Kosen, nochmalige Umbauten usw.  -  Also, erst mal muss ich ge-
stehen, dass ich mir die Summe nach all den Aufregungen höher vorgestellt hatte. Was nicht heißt, dass ich unnötige Ausgaben gut fände...
Das Bistum hat die näheren Angaben zu den Jahresabschlüssen geradezu vorbildlich in einer 40-seitigen Broschüre zusammengefasst, die es auch
als pdf-Datei gibt ---> HIER !

Eine kleine Anmerkung dazu sei doch erlaubt: Wie man dort zu
den Vermögenswerten erfährt, dürfen positive Veränderungen gemäß Buchführungsgrundsätzen erst dann in der Bilanz erscheinen, wenn sie auch tatsächlich realisiert wurden. Das heißt dann aber in der Konsequenz, dass z.B. viele Immobilien und Grundstücke niedriger angesetzt werden,
als es dem tatsächlichen Marktwert entspricht. Diese "stillen Reserven" werden erst in der Bilanz ausgewiesen, wenn es tatsächlich zum Verkauf des Objektes kommt. Mit anderen Worten: Da ist noch eine Menge Luft drin, was die Bilanz betrifft.

Nicht, dass ich ein besonderer Fan des "Humanistischen Presse-
dienstes"
wäre, aber es gibt mir doch zu denken, was dort im Juli 2014 über die nicht allzu ärmlichen besonderen Limburger Finanzverhältnisse zu lesen war.
Man muss dem nicht vollinhaltlich zustimmen, aber es bleibt doch tendenziell der Gesamteindruck, dass man in Limburg auf sehr hohem Niveau jammert... ---> HIER !


Kommentare:

  1. Transparenz ja, aber so langsam gehen mir die
    Limburger doch auf die Nerven.
    Mindestens dreimal in den vergangenen Wochen haben
    sie der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass ihr ehemaliger Bischof
    ein doppeltes Gehalt bezieht und sie sich deswegen mit Rom
    in Verbindung setzen wollen.
    Das Signal ist klar: Schaut her, wir sind die Guten!
    Und Tebartz kassiert immer noch doppelt ab!
    Ich würde mir wünschen, die Limburger würden etwas weniger
    plakativ an die Medien gehen und dafür mal zum Telefonhörer
    greifen, um das mit Rom abzuklären.
    Auch im aktuellen Falle gilt, wie der Kreuzknappe durchblicken
    lässt: Es ist nur auf den ersten Blick Transparenz. Guckt man
    etwas genauer hin, bleiben Fragen offen...

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  2. Weiß eigentlich jemand, was aus Johannes Graf zu Eltz geworden ist,
    einem ver größten Gegner des ehemaligen Bischofs?
    Ich habe lange nichts mehr von ihm gelesen. Ist er noch Domkapitular?

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