Freitag, 17. April 2015

LCWR: Was würden Sie denken, wenn der Papst demnächst nur noch im Anzug auftreten würde?

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Nach jahrelangem Zerwürfnis haben sich der Vatikan und die Vereinigung der amerikani-
schen Ordensoberinnen (LCWR) offenbar
auf einen Modus des besseren Miteinanders geeinigt. Vielleicht erinnern Sie sich mit die-
em Rückblick auf das Jahr 2012:

Für die meisten Medien ist der Fall sofort klar. Die bösen alten Männer im Vatikan wollen die netten Nonnen in den USA unterdrücken.
In einem achtseitigen auch veröffentlichten Dokument wurde nämlich de-
ren Dachverband LCWR („Leadership Conference of Women Religious“) jetzt einerseits z.B. für das soziale Engagement gelobt, andererseits aber auch offiziell von Rom gerügt und unter Aufsicht gestellt.
Nur zu gerne glaubt man den Aussagen einiger Nonnen-Funktionärinnen, sie seien darüber empört und schockiert. Direktorin Sr. Simone Campbell bringt es so auf den Punkt, wie die Medien das lieben: Der Vatikan sei eine Monarchie,
„während wir Nonnen in den USA in einer Demokratie leben“, so als sei der Glaube Abstimmungssache.
Man lässt nonnenoberhäuptlich auch durchblicken, wie man mit dem be-
druckten Papier aus der Zentrale umgehen will: Durch diese Drohgebärden gebe es jetzt bei Mitschwestern und in der Bevölkerung eine Welle der Soli-
darität, die sie darin bestärke, den Reformkurs fortzusetzen.
Was war eigentlich geschehen? – Meine derzeitige Sicht (2012) der Dinge ist diese: Seit etlichen Jahren geht es mit vielen (nicht allen!) Or-
densgemeinschaften und Klöstern immer nur in eine Richtung: abwärts.
Die Mitgliederzahlen sanken dramatisch, und der kirchliche Kurs insbe-
sondere auf Verbandsebene des LCWR, in dem 80 % der amerikanischen Nonnen geführt werden, geriet mächtig ins Schlingern. Starke feminis-
tische Tendenzen machten sich breit. Da wurde z.B. auf Versammlungen darüber diskutiert, ob ein Priester bei einer Messfeier notwendig sei.
Für etliche Nonnen sei die Anwesenheit eines Mannes „eine Störung“.
Sehr irritierend nicht nur für Rom ist auch die Tatsache, dass immer mehr Schwestern ihr Ordensgewand ablegen und in Zivil auftreten. Ein Ka-
merateam wartete z.B. auf dem Flughafen lange Zeit vergeblich auf zwei Franziskanerinnen, die es für ein Interview ins Kloster bringen sollten – bis sich herausstellte, dass es sich um „zwei chic gekleidete Frauen“ handelte, schreibt ein Reporter über die Panne.
Doch man verzichtet nicht nur auf das Gewand: immer mehr Nonnen leben außerhalb von Klöstern und verzichten z.B. weitgehend auf Stundengebet und eucharistische Anbetung.
Stattdessen ist bei vielen eine Tendenz zur Radikalisierung feststellbar:
So wurden drei Schwestern gerichtlich zu einer Haftstrafe verurteilt, weil sie bei ihrem regelmäßigen Einsatz in der Friedensbewegung immer wieder militärische Einrichtungen angegriffen hatten, z.B. durch das Schneiden von Löchern in Schutzzäune und das Bemalen von Raketen-Silos mit ihrem eigenen Blut. Viele Schwestern, die sich sozial sehr einsetzen, haben sich von ihren örtlichen Gemeinschaften abgelöst und nehmen nicht mehr am klösterlichen Miteinander teil.
Die Gemeinsamkeit mit den Bischöfen wird z.T. bewusst unterlaufen. Während sich etwa die kirchliche Führung gegen die gesetzliche Stärkung der homosexuellen „Ehe“ aussprach, bezog man öffentlich dafür Stellung. Noch deutlicher wurde das jüngst bei der Diskussion um die Gesundheits-
reform von Präsident Obama. Während die Bischöfe sich vehement und sogar mit Kanzel-Verlesungen dagegen wehrten, dass auch Einrichtungen der katholischen Kirche gezwungen werden sollten, als Arbeitgeber sämt-
liche Kosten für alle Arten von Verhütungsmaßnahmen und Abtreibung zu übernehmen, fielen ihnen führende Verbandsmitglieder der Nonnen in den Rücken, in dem sie sogar in einem Schreiben an die Mitglieder des Abge-
ordnetenhauses für Obama’s Pläne Stimmung machten.
Die Vorsitzende der Abtreibungslobby lobte denn auch die Nonnen, die „mit dem Vatikan und den Bischöfen gebrochen“ hätten. Sie hätten sich
mit ihrer „tapferen Entscheidung“ für die Gesundheit der amerikanischen Frauen entschieden…
Doch da geschehen noch weitaus mehr seltsame Dinge. So berichteten amerikanische katholische Blogger darüber, dass auf den jährlichen Hauptversammlungen des LCRW die Lehre der Kirche verlassen wird. 2007 etwa erklärte die Dominikanerin und Professorin Laurie Link, dass viele Schwestern inzwischen „über die Kirche hinaus“ gingen. Jesus sei
für sie nur ein „Meister“ unter anderen.
Doch nicht genug damit: als Referentin für die Hauptversammlung 2011 wurde Barbara Marx Hubbard engagiert, eine bekannte Vertreterin des sogenannten „New Age“, die z.B. lehrt, dass die Auferstehung Jesu nichts anderes als der Anfang eines neuen Menschentyps auf Erden ist, mit völlig neuem Bewusstsein – der homo unversalis.
Da wundert es nicht, dass man in Rom schon seit Jahren auf das Treiben in den USA aufmerksam wurde, zumal immer wieder Beschwerden eingingen.
So begann man 2009 mit einer Überprüfung der Lage – und stieß über-
raschend auf massiven Widerstand. Da wurde z.B. eine Fragebogenaktion boykottiert, indem man die Blätter nur unvollständig ausfüllte oder über-
haupt nicht reagierte.
Als amerikanische Beauftragte des Vatikans in einige Klöster kommen wollten, um Dinge vor Ort anzusprechen, gab es inzwischen bekanntge-
wordene E-Mails, in denen Schwestern verabredeten, diese als feindselige Eindringlinge zu betrachten und möglichst nicht ins Haus zu lassen.
„Der Vatikan war über Jahre unendlich geduldig“, schreibt ein Blogger,
und die Führerinnen der Nonnen hätten über Jahre jede Gelegenheit ge-
habt, die jetzige schriftliche Schelte zu vermeiden, aber ihre „monströse Eitelkeit“ habe das nicht zugelassen.
So war es keineswegs so überraschend, wie bestimmte Schwestern das gerne der Presse erzählen, dass der Vatikan nun für Klarheit sorgen will. Seit drei Jahren wird geprüft und geredet. Jetzt wird auch gehandelt.

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So weit die Rückschau. Nun scheint es also so zu sein, dass die Ober-
nonnen einen Schritt auf den Vatikan zu gemacht haben, und die Glau-
benskongregation scheint damit leben zu können. Wie z.B. "kathweb" berichtet, hätten die Damen zugesagt, in Zukunft alles zu vermeiden, was zu Irritationen führen könnte. Es klingt schon fast wie ein Statement zu einem Ökumene-Treffen der Kirchenleitungen, was LCWR-Präsidentin Sharon Holland zu den jetzigen Gesprächen auch mit Papst Franziskus erklärte: "Wir haben gelernt, dass wir mehr gemeinsam haben, als uns trennt".
Die Zukunft wird zeigen, wie ernst es den Nonnen mit ihrer neuen Rom-
treue denn wirklich ist. Was für ein Signal sollte es z.B. wohl in Richtung Vatikan sein, dass die Ordensfrauen sogar beim 50-minütigen Treffen mit dem Papst in normaler Straßenkleidung erschienen...?

Ob Papst Franziskus diese Kleiderordnung bald auch als Zeichen des guten Willens übernimmt?
Artikel von "kath.web" ---> KLICKEN !

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