Donnerstag, 23. April 2015

Offener Brief: Ehemaliger Luxemburger Generalvikar fordert vom Papst radikalere Reformen und das Ende des Vatikan-Staates

Vielleicht nach dem unausgesprochenen Motto "Wenn schon Reform, dann aber auch eine Totaloperation" hat der ehemalige Luxemburger Generalvikar Prof. Dr. Erny Gillen Papst Franziskus auf-
gefordert, so ziemlich alles im Vatikan auf den Kopf zu stellen. In einem 75-Seiten langen Aufruf in Form eines offenen Briefes, der ab heute auch in Buchform vorliegt, schlägt der Luxemburger dem Papst vor, nicht bei den jetzigen Reformen stehen zu bleiben. Vielmehr solle der Papst die Kurie völlig dezentralisieren, die Kongregationen auf die Kontinente verteilen, auf den Vatikan-Staat verzichten, aus dem Vatikan ausziehen und die frei werdenden Büros für Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Der Papst selbst solle in die Lateran-Basilika umziehen. Bischöfe sollten nicht mehr vom Papst ernannt werden, sondern von den nationalen Bischofskonfe-
renzen gewählt werden. 

Erst im Februar war Erny Gillen nach dreieinhalb Jahren als Luxemburger Generalvikar zurückgetreten, um sich "körperlich und geistig zu erneuern", wie er es formulierte. Vorher war er u.a. Professor für theologische Ethik. Er ist auch als Präsident von CARITAS Europa bekannt.
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