Mittwoch, 22. April 2015

Predigt und Linktipps zum 4. Sonntag der Osterzeit B --- 26.4.2015



Evangelium Joh 10,11-18:
In jener Zeit sprach Jesus: Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist
und dem die Schafe nicht gehören, läßt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht; und der Wolf reißt sie und jagt sie auseinander. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt.                                                                 Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.                                                         Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muß ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.                                                  Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand entreißt es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wie-der zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.


GEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT

             Ich bin ein Schaf

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass die Zeit wie im Fluge vergeht? - Eben erst war Winter, nun haben wir Ostern schon längst hinter uns gelassen – bald ist Muttertag und in etwa 240 Tagen feiern wir bereits wieder Weihnachten!
Vielleicht bilde ich mir das nur ein, aber ich meine, bei dem Wort „Weih-nachten“ soeben bei einigen von Ihnen ein leichtes Zusammenzucken bemerkt zu haben.                 Möglich, dass man dabei schon mit gemischten Ge-fühlen an die anstehende Geschenke-Aussucherei denkt.
Das ist leichter gesagt als getan, wie wir alle wissen. So einfach nebenbei macht das Geschenke planen nie-mand. Da muss man sich schon wirklich bemühen und sich in die zu beschenkende Person hinein-versetzen, so gut man das kann.
Bevor Sie nun in diesem Augenblick  - von mir ganz unbeabsichtigt –
mit Ihrer Weihnachtsplanung für 2015 beginnen, kehren wir schnell zu-rück zum heutigen Evangelium und dem Grund, warum ich dieses Stich-wort über das nötige Hineinversetzen in eine andere Person an den An-fang gestellt habe.   
Es geht heute um gute Hirten und um schlechte Hirten und natürlich               um jede Menge Schafe. Anschaulich, wie Jesus ist, hält er sich dabei nicht mit theoretischen Erklärungen auf. Stattdessen verwendet er im aktuellen Abschnitt des Johannes-Evangeliums ein Bild, das damals    jeder gut aus seinem Alltag kannte.
Es gab viele Schafherden, denen im heißen Israel allerdings nicht                 so viel saftiges Gras vergönnt war wie im regnerischen Germanien.               Die Hirten mussten sich also frühzeitig Gedanken machen um die nächsten Futterplätze, und wie man diese am sichersten erreichen konnte.

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