Freitag, 17. April 2015

Presse: Wegen mangelnder Beteiligung - Vatikan-Umfrage vor Synode "wird zur Farce"

Nichts geht mehr. Vorgestern war für die Bischofskonferenzen Abgabeschluss für die Antworten zum Fragebogen des Vatikans. Mit einem zweiten Fragebogen erbat man weltweite Rückmeldungen und Anregungen für die im Oktober stattfindende Synode. Seitens mancher Bistümer hat man versucht, die äußerst magere Zahl von Antwort-Rück-
läufern irgendwie schön zu argumentieren, doch man sollte der Tatsache ins Auge sehen: Das ging daneben, zumindest mit Blick auf die Beteiligung von Gläubigen, die nicht ohnehin von Amts wegen damit zu tun hatten.
Man kann darüber grübeln, was die Verantwortlichen geritten hat, solch einen unverständlichen Fragebogen loszuschicken, bei dem die Kapitu-
lation von Normalsterblichen eigentlich vorprogrammiert ist. Manche vermuten gar, dahinter stecke eine böse Absicht... - Die Kritik ist jeden-
falls unüberhörbar, statistisch gut belegt und gut begründet. Das war wohl eher keine Glanzleistung, oder...???

Die zweite Umfrage werde geradezu "zur Farce", beschreibt beispielsweise die "Augsburger Allgemeine" recht detailliert die magere Ausbeute. ---> HIER !
Dagegen versucht sich "katholisch.de" an sprachlicher Diplomatie und titelt ganz neutral "Wichtige Etappe genommen"... ---> HIER !
Sehr informativ ist auch ein Interview des Kölner "domradios" unter
der Überschrift "Kaum Beteiligung - Fragen zu komplex". Lesenswert!
---> HIER !

Ich bin ja mal echt gespannt, was der Vatikan denn nun als Quintessenz aus den aus aller Welt eintrudelnden Antworten für die Synodenteilnehmer formulieren wird...

Kommentare:


  1. Bankrotterklärung Teil 2

    Also Leute, das was ihr euch wünscht (= Ergebnisse 1. Umfrage) gibt´s nicht. Keine Chance.
    Und deswegen fragen wir jetzt (= 2.Umfrage) wie wir das optmieren können, was ihr euch nicht wünscht. Wir bitten in diesem Zusammenhang um Entschuldigung, dass wir die Fragen aus reinem Selbstschutz bis zur vollständigen Unverständlichkeit verklausulieren mussten.

    Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

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    1. kleine Verbesserung:

      "Vielen Dank für Ihre Nicht-Mithilfe" ;-)))

      Hab mir die Fragen durchgelesen. Das ist wirklich nicht-beantwortet-werden-sollen vom Feinsten.

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  2. Da im Vorwort der Lineamenta ausdrücklich "Die Bischofskonferenzen sind eingeladen, zu diesem Zweck die entsprechenden Modalitäten zu wählen, um dabei alle Glieder der Teilkirche, akademische Einrichtungen, Organisationen, Vereinigungen und andere kirchliche Instanzen einzubeziehen" steht, die eigentlichen Adressaten aber die Konferenzen sind, geht der Vorwurf, der "Fragebogen" sei sprachlich zu komplex, wohl an die DBK, da blosses Weiterreichen offensichtlich keine dem Zweck der Einbeziehung der Gläubigen "entsprechende Modalität" ist.
    Auch wird eine für die Bischöfe gedachte Anregung zur gedanklichen Auseinandersetzung (die die Lineamenta darstellt) nicht zur "Farce", wenn nicht Hinz und Kunz ihren Senf dazugeben.
    -- Irgendwie leben diese Zeitungsschreiber in einer anderen Welt, die viel künstliche Aufregung erfordert ...

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    1. Interessant.
      Darf man daraus schließen, dass es andere Bischofskonferenzen
      besser gemacht haben als die deutsche?
      Lässt sich das anhand des Rücklaufs verifizieren?

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  3. Von den 1.5 Mio. Katholiken im Erzbistum Paderborn gab es gerade mal 60 Rückmeldungen.

    -> http://kikreukreu.blogspot.de/2015/04/60-antworten-von-1564994-katholiken.html

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