Sonntag, 19. April 2015

Um Himmels willen, jetzt auch noch ein homosexueller Film-Pfarrer in der ARD...

Insgesamt 181 Folgen gibt es schon von der Erfolgsserie "Um Himmels Willen",
die dienstags von der ARD gesendet wird. Man achtet darauf, "trendige" Themen einzubauen, denn das sichert die Quote, auf die alle Fernseh-
macher fast wie hypnotisiert schielen.
Immerhin bis zu sechs Millionen Zuschauer erreicht man Woche für Woche mit dem ewigen Streit zwischen Bürgermeister Wöller und den "Nonnen" vom Kloster Kaltenthal. Wegen des großen Erfolges dreht man jetzt schon für 2016 an weiteren Folgen.
Am vergangenen Dienstag war ein Thema dran, das eigentlich nach heuti-
gen Medienmaßstäben längst überfällig war: ein homosexueller (evangeli-
scher) Pfarrer, der mit dem Organisten der Kirchengemeinde nur beinahe heimlich zusammen ist. Es kommt laut Drehbuch zur Empörung bei seinen Kirchenschäfchen, und die evangelischen Tradis betreiben seine Entfer-
nung von diesem Posten, doch da naht Rettung in letzter Minute, wie das Fernsehleben so spielt.
Und die geschieht ausgerechnet durch massiven katholischen Beistand: Nicht nur die "Nonne" Hanna verteidigt die beiden netten Männer gegen "engstirnige" Fromme, sondern sogar "Bischof" Roßbauer hat gerade mal  sonst nichts zu tun und macht sich auf den Weg in den dortigen evange-
lischen Gottesdienst, um für den Pfarrer ein gutes Wort einzulegen. Klar, dass er dabei sogar Papst Franziskus ins Spiel bringt, der doch schließlich die Verurteilung vom Schwulen abgelehnt habe...
Das war einigen evangelischen und katholischen Christen denn doch etwas zu dick aufgetragen, und so kam es zu einer Programmbeschwerde bei der ARD, wie "kath.net" meldet. Die Zuschauerin stellte klar, dass die katho-
lische Kirche homosexuelle Lebensgemeinschaften keineswegs so gutheiße, wie das dargestellt wurde. Wenig überraschend: Die ARD wies die Kritik zurück; man dürfe davon ausgehen, dass die fernseh-erfahrenen Zuschauer die Spielhandlung "nicht als Vorbild für die Realität ansehen", werden wir da belehrt. ---> KLICKEN !
Seltsam, denke ich mir da, ob die ARD die anderslautenden Erklärungen ihrer eigenen Programm-Macher nicht kennt? Immerhin hat der Produzent der Serie erst vor wenigen Tagen gegenüber dem Medienmagazin "pro" erklärt: "Wir legen viel Wert darauf, dass die Nonnen in ihrem Werte-
system bleiben, Werte vermitteln und eine gewisse Verlässlichkeit haben".
Schwester Hanna solle "Vorbildcharakter haben" und stehe mit ihrer Per-
son für christliche Werte... ---> KLICKEN !
Das war denn doch etwas dick aufgetragen und machte fast den Eindruck von Propaganda für homosexuelle Lebensgemeinschaften, finde ich.
Gut, dass sich jemand beschwert hat.
Ansonsten bin ich mal gespannt, wann Bischof Roßbauer sich entschließt, sein Amt niederzulegen und zu heiraten, weil der Zölibat ihn so drückt. Dieses Thema liegt doch derzeit auch im Trend...?! - Aber wie seine Figur im Film angelegt ist, hat er wohl eher ein Keks-Problem...

Die betreffende 181. Folge kann man sich bis zum 21.4. noch in der ARD-
Mediathek ansehen, wenn man denn möchte... ---> HIER !

               

Kommentare:

  1. Wieder einmal ein Kreuzknappen-Volltreffer,
    das "Augenblinzeln" musste etwas heftiger ausfallen, zu Recht.
    Die politische Umerziehung durch die Sender ist in vollem Gange.
    Die Lehrpläne in Stuttgart und anderswo sind bereits auf Homo-Kurs.
    Eigentlich wäre doch bald auch das Thema Sex mit Tieren angebracht!

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  2. Herrlich, wie der öffentlich-rechtliche Sender sich
    damit selbst auf die Schippe nimmt!
    ARD muss man also nicht mehr wirklich ernstnehmen.

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  3. Die Kitschschnulze scheint ja doch besser und realistischer zu sein, als ich annahm... muss ich wohl mal reinschauen. Wenns die Tradis empört, kann es nicht schlecht sein!

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  4. Oh ja, in dieser "authentischen Serie" hat der Bischof Rossbauer ja auch schon mal eingesagt, dass er für den "Posten des Kardinals" nicht zur Verfügung stehe. Er fährt auch immer in einer Limousine rum, mit zwei Standarten rechts und links. Das macht nicht mal unser Kardinal, weil er das gar nicht darf - da Standarten ein Hoheitszeichen sind. An diesen kleinen Beispiel sieht man schon, dass die Drehbuchautoren aus der Abteilung "LoreRoman" kommen und von Gesetzen und schon gar nicht von der Kirche einen Hauch von Ahnung haben und erst recht keine Lust dazu haben, anständig zu recherchieren. Programmverantwortlich für die Serie ist der MDR - Man musste es natürlich nach Bayern verlegen, weil es "korrpute Politiker" ja nur dort gibt (glaubt man zumindest im links-atheistischen Osten). Vor Jahren wurde in der Klosterkapelle auch schon mal ein HS-Paar getraut (weil's dort so schön romantisch ist), durch den Bürgermeister unter Beihilfe der Nonne. Man kann diese Sendung nur noch als Familienrätsel "Wer findet die meisten Fehler" anschauen. Und ansonsten darüber lachen. Das Volk soll halt umerzogen werden, um jeden Preis. Und wer das weiß und darauf achtet, kann eine Menge Spaß haben. Das einzig schöne an dieser Serie ist das Büro der Mutter Oberin mit dem herrlichen Blick auf unsere schöne Theatinerkirche.

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  5. Nun ja, mag diese Serie, die ich nicht kenne, noch so schnulzig sein - den Anspruch, die Realität abzubilden, scheint sie durchaus zu erfüllen. Entgegen dem Tradi-Aufschrei hier ist nämlich die Mehrzahl der Ordenleute beiderlei Geschlechts hierzulande längst nicht mehr gegen homosexuelle Lebensgemeinschaften. Insofern ein Volltreffer.

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    1. Speedy hat das was nicht verstanden.
      Die Autoren der Serie betonen doch gerade, sie würden selbstverständlich
      nicht die Realität abbilden, und das wüssten die Zuschauer auch.
      Ihre Behauptung über die "Mehrzahl der Ordensleute" ist pure Phantasie,
      oder soll man besser sagen: Wunschdenken?

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