Montag, 27. April 2015

Wie die bösen deutschen Bischöfe mit einem Trick die katholische Lehre ändern wollen...

Zur Zeit tagt der Ständige Rat der Deut-
schen Bischofskonferenz in Würzburg. Im Mittelpunkt steht, wie schon lange angekündigt, die Diskussion über denk-
bare Reformen im kirchlichen Arbeits-
recht.
Dabei wird z.B. zu überlegen sein, ob und wie die sogenannten "Loyalitäts-
pflichten"
von Arbeitnehmern in Ein-
richtungen der katholischen Kirche je nach Aufgabenbereich und verantwort-
licher (Führungs-) Position des Betref-
fenden abgestuft gehandhabt werden können.
Ob eine Putzfrau (Pardon: Raumkosmetikerin) katholisch sein muss, wäre da zum Beispiel ebenso zu fragen wie etwa, ob eine Erzieherin nach ihrer Ehescheidung weiter angestellt bleiben darf.
Erst kürzlich gab es einigen Wirbel um eine bei der CARITAS angestellte Leiterin eines Kinderhorts, als diese mit ihrer Freundin eine lesbische Le-
benspartnerschaft eingehen wollte. Ich schrieb am 22. April darüber und brachte das m.E. eigentliche Problem, das auf die Kirche zukommen wird, so auf den Punkt:
"Es mag sein, dass in Einzelfällen und insbesondere bei nicht führenden Positionen eine großzügigere Entscheidung kirchlicher Arbeitgeber angebracht wäre... Man würde sich aber wohl in die Tasche lügen, wenn man sich kirchlicherseits dadurch langfristige Ruhe an dieser Frontlinie erhoffen würde.
In bewährter Salami-Taktik wird der Druck der veröffentlichten Meinung die Kirche bewegen wollen, ihre Grundsätze schließlich weitestgehend über Bord zu werfen. Machen wir uns also nichts vor: Kirchliche Vorstellungen und Standards werden anstößig bleiben, weil sie sich dem Zeitgeist nicht bereitwillig und devot unterwerfen." ---> HIER !
Nun wird wie zu erwarten auch schon munter drauflosspekuliert, welche heimtückischen Absichten die deutschen Bischöfe in Wirklichkeit mit der geplanten Arbeitsrechtsreform haben könnten. Was für ein teuflischer Plan steckt in Wirklichkeit dahinter?
Da hat der Journalist Edward Pentin schon eine ganz heiße Spur:
Wie er in seinem Blog im "National Catholic Register" aktuell schreibt, wollen die deutschen Bischöfe mit möglichen Lockerungen im Grunde nur eines: die katholische Lehre aushöhlen. Wenn man etwa in Einzelfällen einen wiederverheirateten Geschiedenen nicht rauswirft, sondern weiter seinen Job tun lässt, dann will man damit vor allem die Bischofssynode im Oktober beeinflussen...
Naja, Meinungs-  und Spekulationsfreiheit ist ja ein ganz hohes Gut, und dafür trete ich ja auch immer wieder in meinem Blog ein. Aber vielleicht sollten die Spekulanten doch besser mal die Kirche im Dorf lassen.
Wie das Kölner "domradio" aktuell mit Bezug auf Bischof Fürst schreibt: Beim Arbeitsrecht geht es nicht vorrangig um dogmatische Fragen, son-
dern es geht erst einmal um menschliche Schicksale. ---> HIER !

Edward Pentin (englischer  Artikel) ---> HIER !