Samstag, 29. August 2015

Was Kardinal Marx da über Homosexualität gesagt hat, das stimmt! - und: "Wir sind Kirche" tritt auf die Bremse!

Kardinal Marx hat dem TV-Sender "Phoenix" ein Interview gegeben. Bei dieser Gelegenheit hat er, wie z.B. die österreichische Nachrichtenagen-
tur "kathweb" meldet, noch einmal klargestellt, dass das Thema "Homosexualität" überhaupt nicht im Zentrum der kommenden Bischofssy-
node stehe. Es gehe um Ehe und Familie - und darum, wie man mit gescheiterten Ehen umgehen solle. ---> HIER !
Inzwischen hat sich auch "Wir sind Kirche" wieder zu Wort gemeldet, diesmal mit einem "offenen Brief" an die deutschen Bischöfe, die
an der Synode teilnehmen.
Besonders interessant finde ich, dass die Grup-
pierung offenbar einen Taktik-Wechsel vorgenommen hat. Ging es denen sonst eigentlich nie schnell genug mit geforderten Reformen, liest man jetzt ganz überraschend, dass die Zeit der Synode eigentlich doch zu kurz sei, um über die anstehenden Fragen "verantwortbar" beschließen zu können.
Deshalb fordert man diesmal zur Abwechselung ausdrücklich ein "Mora-
torium"
, um "vorschnelle Entscheidungen" zu vermeiden. Hört, hört...! 

Was mag wohl hinter diesem Sinneswandel stecken?
Ansonsten: Ich finde, das Dokument ist durchaus lesenswert.
Die pdf-Datei des Schreibens gibt's --->HIER !

Kommentare:

  1. Der Vorschlag stammt von Michael Brinkschröder aus dem kürzlich auch hier besprochenen Buch (http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/08/wen-der-spiegel-fur-renommierte.html). Mit dessen Hrsg. Stephan Goertz lief gestern ein durchaus interessantes Interview im DLF, nachzulesen hier:
    http://www.deutschlandfunk.de/homosexualitaet-und-kirche-sexualitaet-muss-humanisiert.886.de.html?dram:article_id=329488
    (Für schreckhafte und sittenstrenge Konservative sei dazugesagt: Vorsicht Männerkussfoto!)

    Dass sowohl Befürworter wie Kritiker immer auf WiSiKi verweisen, wenn es um kontroverse Positionen in der Kirche geht, halte ich für Unfug. Dieser Verein spielt weder zahlenmäßig noch inhaltlich eine besonders hervorgehobene Rolle und wird viel zu ernst genommen. Das WiSiKi-Papier schließt sich halt bestimmten, momentan diskutierten und den Aktivisten irgendwie dienlich erscheinenden Positionen an. Das macht aber weder Brinkschröder zum WiSiKi-Anhänger noch die WiSiKi-Aktivisten zu theologischen Vorreitern.

    Der Vorschlag an sich ist vernünftig und entspricht ja im Grunde auch dem, was Ebf. Marx anmahnt. Auch Goertz ruhige und verständige Herangehensweise an das Thema finde ich ermutigend (leider kann man das Interview auf der Seite, die ich verlinkt habe, nicht hören, aber er klingt sehr sympathisch und keineswegs WiSiKi-kämpferisch oder verbohrt).

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  2. Dass WisiKi jetzt auf einmal zum Bremser in der katholischen
    Kirche wird, ist originell. Meine Vermutung: Man hat bei WisiKi
    den Eindruck gewonnen, dass die Synode nicht in deren Sinne
    laufen wird, und nun möchte man am liebsten, dass nichts
    beschlossen wird. Sehr komisch...!

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  3. "Wir sind Kirche" kann man getrost vergessen.
    Der Kreuzknappe hat mal veröffentlicht, wie viele bei denen
    z.b. bei einer groß angekündigten "Bundesversammlung"
    dabei sind. Ein trauriger Haufen.

    http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/03/bundesversammlung-wir-sind-kirche-in.html

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