Mittwoch, 30. September 2015

Abgespeckt: Medial gibt es in Deutschland jetzt nur noch einen einzigen Islam-Experten...

Monopol nennt man sowas. Eigentlich ist er Politologe und nicht Theologe. Aber er ist derzeit in fast allen deutschen Medien der Liebling: Hamed Abdel-Samad kritisiert in seinem neuen Buch "Mohammed: Eine Abrechung", wie der Titel unschwer vermu-
ten lässt, den islamischen Propheten.
Dieser sei Vorbild für Terroristen, sei ein Paranoiker und ein Tyrann gewesen. Süchtig nach Macht und Anerkennung, habe er über 80 Kriege geführt. Seine Anhänger habe er "auf Schritt und Tritt" kontrolliert, um diese bis in den Schlaf hinein zu beherrschen.
Auch das Gebet hatte nur eine auf ihn selbst bezogene Funktion, meint der Autor: "Fünfmal am Tag versammelte er sie zum Beten, um sich ihrer Treue zu versichern".  Er sei kritikunfähig gewe-
sen, habe Allmachtsphantasien gehabt, und mit Frauen sei er umgegangen "wie mit Gegenständen, die man nach Belieben sammeln konnte".
Mit mehreren Dutzend Frauen sei er verheiratet oder verlobt gewesen, die jüngste gerade mal sechs Jahre alt. - So nachzulesen z.B. in einem Buch-
auszug in der "ZEIT", pdf-Datei ---> HIER !
Man könnte jetzt dutzendweise die Medien aufzählen, die seine Abrech-
nung gerne aufgreifen und für eine tüchtige Steigerung der Buch-Verkaufs-
zahlen sorgen. Ob er noch den Überblick behält, wem er inzwischen ein Interview gegeben hat und wem noch nicht?
Ich beschränke mich auf wenige Beispiele, z.T. auch Videos, und zwar
---> HIER
und HIER und HIER und HIER !

Klar, alle sind schwer begeistert, das kommt in der derzeitigen politischen Gemengelage gerade recht. Ich habe das Buch nicht gelesen und werde es auch nicht tun, deshalb halte ich mich mit einer Meinung über seine Aus-
sagen zurück. Mir fällt allerdings auf, dass einer ganz aus der Reihe tanzt, und zwar "DER SPIEGEL": Dort gibt es zur Abwechslung eher nach-
denkliche Töne.
Was der Buchautor da mache, das sei "Religionskritik nach Pegida-Art", erfährt man schon in der Überschrift. Kernaussage des "SPIEGELS": Hamed Abdel-Samad sucht sich aus den Quellen das heraus, "was ihm passt, und was ihm nicht passt, das verwirft er". Recht interessant zu lesen... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Zu einem früheren, entspannteren Zeitpunkt hätte das Buch
    von Hamed Abdel-Samad nur einige Experten interessiert.
    Jetzt aber, in der angeheizten Flüchtlingsdebatte, wird es
    geradezu wie eine ewige Wahrheit behandelt.
    Aber auch nur deshalb, weil es gerade so gut passt.
    Vieles ist von ihm einfach hineininterpretiert.
    Der Kreuzknappe bringt das Beispiel des Betens.
    Klar kann man behaupten, Mohamed habe das fünfmalige
    Gebet eingeführt, um sich der Treue seiner Leute zu versichern.
    Einen Beweis dafür gibt es aber nicht.
    Im Gegenteil, es ist eine böse Unterstellung!

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  2. Naja,

    ich erinnere mich eines historischen Islamkritikers, den Papst Benedikt einst in Regensburg zitierte. Ich erinnere mich an dessen Urteil über den Islam. Und ich erinnere dass es nur deshalb Tote gab. Irgendwie haben Islamkritiker halt recht.

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