Montag, 28. September 2015

Osnabrücker Bischof Bode: Papst Franziskus soll was anderes über Ehe und Familie sagen...!

Im Gespräch mit der Presse erklärte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode,
er hoffe, dass Papst Franziskus "am Ende der Synode nicht dasselbe zu Ehe und Familie sagen wird, was wir als katho-
lische Kirche immer gesagt haben"
. ---> HIER !
Pardon, aber das ist ein Satz, den man so oder so interpre-
tieren kann. Soll die katholische Ehelehre über Bord geworfen werden?
Soll die Ehe nicht mehr lebenslang gelten? - Das kann er doch hoffentlich nicht gemeint haben!
So ganz sicher scheint er sich nicht zu sein, was er von der Auseinander-
setzung während der Synode halten soll: Während er bei "katholisch.de" heute mit Riesen-Überschrift fast dramatisch erklärt, er "hoffe sehr, dass die Diskussion auf der Synode nicht zu einer Spaltung führt", erklärt er im Gespräch mit den "Steyler Missionaren" auf die Frage, ob die Synode auch scheitern könne: "
Im Sinne, dass alles auseinanderbricht? Das denke ich nicht. Alle sind doch sehr bemüht, im Dialog zu bleiben und einen Weg nach vorn zu gehen..." 
Na wat denn nu, Herr Bischof?
Die Artikel dazu gibt's ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Diözesaner Bürohengst28. September 2015 um 19:30

    Die unterschiedliche Betonung passt doch genau!
    "katholisch.de" liebt reißerische Schlagzeilen und wendet sich
    eher an Außenstehende,
    während die Steyler Missionare ein kirchlich gebundenes
    Publikum haben. Und diese Leute wissen, dass es absoluter Quark ist,
    von einer Spaltung zu reden.

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    1. Gute Beobachtung!
      Von diesem fiebrigen Hin-und-Her darf man sich nicht zu sehr beeindrucken lassen, alles eine Sache der Interpretation.
      Es gibt bezüglich der familientheologischen Streitfragen unterschiedliche Ansichten darüber, was möglich und wünschenswert ist, und unterschiedliche Interessen und Akzente der Akteure.
      Irgendwelche umstürzenden Veränderungen sind aber nicht in Sicht, ganz egal, wer sich durchsetzt. Akzentverschiebungen und Verbesserungen im Sinne einer präziseren und nachvollziehbareren Sprachregelung wären dagegen möglich.

      In dem Sinn ist m.E. auch Bodes Interview bei der Osnabrücker zu interpretieren. Insoweit es sich auf die leidige Wiederverheiratetenkommunion bezieht: Die bisherige Regelung ist nach dem Urteil der Mehrzahl der Beobachter und Experten doch ziemlich unscharf und starr, da könnte sich etwas in die Richtung ändern, die Bode in dem von der Kaffeetante genannten Zitat vorgezeichnet hat. Mehr ist weder drin noch gefragt.
      Die Dramatisierung dieser Angelegenheit geht momentan jdfs. stärker von den Hardlinern aus, die zur "Rettung" ihrer sittenstrengen Auslegung so tun, als stecke eine absolut zentrale, "unabänderliche" Lehre dahinter, die irgendwie in Gefahr wäre. Das ist bei Licht besehen aber nicht der Fall.

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  2. Bischof Bode war in letzter Zeit mit Interviews fleißig.
    Auf das Thema wiederverheiratete Geschiedene angesprochen
    antwortet er kürzlich der KNA: „Die Ehe ist nach dem Willen Jesu
    unauflöslich. Mit einer sakramentalen Ehe ist etwas geschlossen, w
    as sich niemals einfach auflöst. . . . Menschen können zu einer
    neuen Beziehung kommen, die reifer ist, aber sakramental nicht
    die gleiche Wertigkeit hat wie die erste. Die Frage ist, ob diese neue
    Wirklichkeit, die vielleicht besser dem Bund Gottes mit den Menschen
    entspricht als die erste, immer den Ausschluss von Beichte und
    Kommunion zur Folge haben muss.“
    Seit wann haben Beziehungen neben einer Ehe überhaupt eine
    sakramentale Wertigkeit???
    Man sollte vielleicht nicht alles ernst nehmen, was ein deutscher
    Bischof so sagt. Wie wir kürzlich erst wieder erfahren mussten,
    gilt das auch für Kardinal Marx...

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    1. Es ist keine sakramentale Wertigkeit, sondern eine sittliche.

      Den sittlichen Eigenwert der (irregulären) Zweitehe hat ja schon Joseph Ratzinger betont. Da befindet sich Bode in guter Tradition, auch wenn das heute manche gern abwiegeln. Das Dilemma besteht darin, dass die Auflösung einer sittlich guten und gottgefälligen, aber kirchenrechtlich und sakramententechnisch nicht zulässigen Zweitbeziehung selbst wieder ein sittliches Übel bzw. eine Sünde wäre (genau wie das Scheitern der sakramentalen Vorehe). Dieses Dilemma, sittlich gute, aber nicht ganz regelkonforme Lebenssituationen angemessen und gerecht zu bewerten, ist ja der Kern der ganzen Wiederheirats- und Kommunionfrage.

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  3. Immerhin weiß Bischof Bode, dass die Blogger
    hilfreich für die Kirche sind...!

    http://www.bistumsblog.de/

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