Dienstag, 29. September 2015

Reich, reicher, am reichsten: Wie das Erzbistum Paderborn ungewollt in die Schlagzeilen geriet...

Über Geld redet man nicht, man hat es - oder auch nicht. Paderborn jedenfalls hat es, und zwar recht ordentlich.
Nun kam es also heraus: Nicht das seit Jahrzehnten unter Ver-
dacht stehende Erzbistum Köln ist das reichste im Lande, nein - ganz unauffällig haben sich die Paderborner an die Spitze gearbeitet. Immerhin vier Milliarden sind es geworden. ---> HIER und HIER !  -- Jetzt darf sie also mal wieder losgetreten wer-
den, die Diskussion über die reiche Kirche, die kaum noch damit nach-
kommt, all das Geld einzusacken.
Falls die Journalisten es noch nicht wissen: Die Kirche nimmt nicht nur Geld ein; sie gibt es auch aus. Man lese meinen Artikel ---> HIER !

Kommentare:

  1. Eigentlich ahnt oder weiß es doch fast jeder:
    Die Kirche ist reicher als sie zugibt. An der Basis wird allerdings
    gerne gespart. In einer Nachbarpfarrei wurden die Frauen, die
    ehrenamtlich den Kirchputz machen, sogar noch gebeten, von
    daheim Putzausrüstung und Verbrauchsmaterialien wie Scheuerpulver
    für die Kirche mitzubringen...

    http://www1.wdr.de/daserste/monitor/extras/monitorpresse-bistuemer100.html

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  2. Mit dem Reichtum der Kirche verhält es sich beinahe so wie mit
    dem Reichtum der Bauern: Da wird auch gerne mal behauptet, diese
    seien doch stinkreich, wenn man nur die riesigen Flächen Ackerland
    sehe, die den Bauern gehöre. Würde man das zu Bauland machen,
    gäbe das Millionengewinne!
    Mein Vater pflegte in solche Fällen immer nur an die bekannte
    "Milchmädchenrechnung" zu erinnern.
    Es heißt ja auch, Deutschland sei reich, eines der reichsten Länder
    der Welt. Den milliardenschweren Schuldenberg, wahrscheinlich
    alles in allem über 50.000 Euro pro Einwohner vom Baby bis zum
    Greis, verschweigt man dabei ebenso wie die Tatsache, dass 5 %
    der Bevölkerung, also die Millionäre, über 80 % des Vermögens ver-
    fügen.
    Also bei uns ist davon nicht viel angekommen. Wir leben als Familie
    mit drei Kindern von netto 1.750 Euro im Monat. Urlaub haben wir
    schon seit sechs Jahren nicht mehr machen können.
    So ähnlich, denke ich, ist es mit der Kirche. Allein der Unterhalt der
    Kirchengebäude verschlingt doch Milliarden, und die Angestellten
    wollen auch gut bezahlt werden!

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    1. Ich sehe das etwas anders als Sie. Alleine der riesenhafte Anteil an festverzinslichen Anlagen hat mich umgehauen. Sowas kann man teilweise sehr kurzfristig zu Geld machen. Kann sein, dass man da dann eine Wertminderung von 10 - 30 Prozent in Kauf nehmen muss. Aber dann ist das Bistum noch immer unsagbar reich - reich an Barmitteln. Eine Firma. die so eine Bilanz vorweisen könnte, die gilt als dermaßen absolut solide und liquide - ne ich raffs nicht. Das ist echt der Hammer.

      Und was den Unterhalt der Kirchen anbelangt: Hier empfehle ich die Lektüre über den Kölner Dom. Sowas ist keinesfalls die Ausnahme. Es ist keinesfalls die Mehrheit. Aber so etliche Kirchen im Bistum Paderborn dürften unter eine ähnliche Regelung wie der Kölner Dom fallen (2. Absatz, "staatliche Lotterieeinnahmen"). Nicht, dass diese Kirchen nun unbedingt Geld aus der Lotterie kriegen, aber dass eine allgemein staatliche Förderung vorhanden ist. Eine allgemeine staatliche Förderung, die NIX mit der Kirchensteuer zu tun hat, sondern wo auch jeder Atheist und jeder Muslim durch seine Steuern beiträgt.

      https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom#Hausherren_des_Doms

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  3. Geld verdirbt nicht nur den Charakter, sondern auch den Glauben. Einzige Therapie für das verfettete Bistum: Sämtliche Milliarden den Lebensrechts-Organisationen, "Kirche in Not" und weiteren glaubenstreuen Organisationen geben, den Ordinariats-Wasserkopf entlassen bzw, in die Pastoral schicken und mit dem Rest genügend Rosenkränze im Bistum verteilen. Dann wird es dort ganz schnell wieder glaubensmäßig aufwärts gehen.

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