Sonntag, 11. Oktober 2015

Also doch zwei Lager bei der Familiensynode: Die einen sehen zwei Lager, die anderen halten das für Quatsch...

Ein Riss geht durch die Bischofswelt, aber nicht (nur) der zwischen den (angeblichen) Reformern und Tradis.
Zwei Lager gibt es auch in der Beurteilung der Lage, ob es die Gefahr der Lagerbildung gibt oder nicht...
Wie ich gestern schon bemerk-
te, tendiert etwa der Wiener Kardinal Schönborn jetzt dazu, von möglicher Lagerbildung und Spal-
tungstendenzen zu sprechen. --->HIER !
Alles Quatsch, findet dagegen z.B. Erzbischof Koch aus Berlin: Er meint, von zwei Lagern gebe es keine Spur, das sehe er nicht. ---> HIER !

Bei der Erwartung, was als Dokument am Schluss stehen soll, gehen die Ansichten auch auseinander. Während manche da mittlerweile schon fast fatalistisch reagieren (siehe meinen Artikel von heute morgen über die Andeutung von P. Lombardi), können andere sich ein katholisches Weiter-
leben ohne päpstliches Machtwort überhaupt nicht vorstellen.
Am Schluss oder nach der Synode sollte sie kommen, die klare Marsch-Anweisung aus dem Munde oder dem Füller (liebe jugendliche Smart-
phonier: Das ist ein Schreibgerät für Handschriftliches!)
des Papstes.
So erklärte der eben schon zitierte Berliner Erzbischof in einem Interview, da die Synode nur ein Beratungsorgan sei, müsse eine Entscheidung des Papstes zum Umgang mit den wiederverheiratet Geschiedenen herbei;
sie sei "nötig". ---> HIER !
Hoffentlich sagt das jemand dem Papst...!

Kommentare:

  1. Ich kann den Gegensatz zwischen Marx ("Es gibt keine „Lager“, sondern lediglich „Meinungen - und die sind kontrovers“ ") und Schönborn ("Wenn man die Aufmerksamkeit auf einen Aspekt konzentriert, besteht die Gefahr, dass man andere nicht sieht") nicht erkennnen. In die selbe Kerbe haut auch Koch: "Ich sehe nicht, dass es da zwei Lager gibt. Wenn, dann bestehen da bedeutend mehr Richtungen und Erfahrungen. Aber ich halte nichts davon, jemanden in eine Schublade zu stecken. Das wird der Realität der Person und der Kirche nicht gerecht."
    Allen gemeinsam ist die Erkenntnis, dass man sich nicht in Lager eingraben darf, sondern dass man auch kontroversen Meinungen zuhören muss. Wenn man sich eingräbt, dann besteht die Gefahr einer Spaltung, und wenn man von Seiten der Teilnehmer solche Lager beschwört, dann wird es sie auch geben. Eigentlich eine Binse, die Schönborn da erzählt, aber womöglich notwendig zu formulieren angesichts der Spaltungsrhetorik, die vor allem aus dem Umfeld solcher Gestalten wie diesem Pentin erschallt. Jedenfalls kein Widerspruch zu Marx und Koch.

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  2. Schön, dass der KREUZKNAPPE das Ganze mit dem
    nötigen Humor nimmt!
    Um ehrlich zu sein: Mir reicht es jetzt schon mit dem Thema.
    Wäre es nicht sinnvoller, gar nicht mehr darüber zu berichten,
    bis der Papst das Ergebnis der Beratungen kommentiert
    und eine Entscheidung trifft?

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