Sonntag, 25. Oktober 2015

Die Synode ist aus, die Bischöfe fahren heim -- und was wird Papst Franziskus nun tun...?

Das Spannendste an der Synode ist vielleicht gar nicht die Synode selbst. Papst Franziskus könnte die Ergebnisse, wenn er wollte, völlig ignorieren. Aber was wird er nach der Über-
reichung der "Relatio finalis" nun in den strittigen und z.T. mit schwammigen Formu-
lierungen "gekitteten" Artikeln und Proble-
men unternehmen?
Endlich liegt seine Abschlussansprache auch in deutscher Sprache vor, die sicher mehr als nur seinen momentanen persönlichen Ein-
druck wiedergeben soll.
Nach der Synode geht's für ihn erst richtig los, ist anzunehmen. Aber was kommt und wie schnell kommt es? Wer weiß?  -  Aus der Ansprache, deren Lektüre wirklich lohnt, kann man jedenfalls entnehmen, dass er vorsichtig genug ist, es nicht über dem Knie zu brechen. ---> HIER !

Auch die Kirchenjournalisten gehen schon zu der eigentlich wichtigen Frage über: Die Synode ist aus - was wird Papst Franziskus tun?
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>                              Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

Kommentare:

  1. Das Thema des Papstes "sich bei der Reform Zeit lassen"
    wird manche wohl etwas verwundern, angesichts der Fakten, die er
    schon geschaffen hat, mit und ohne Kurie.
    Deutlicher als in der Schlussansprache kommt das allerdings
    in seiner Predigt bei der heutigen Abschlussmesse zutage.
    Das Kölner Domradio zitiert ihn:

    "Franziskus ermahnte zugleich dazu, den Entwicklungen in der katholischen Kirche Zeit zu lassen. Es gebe keinen "Planungs-Glauben", der nach einem Zeitraster funktioniere. Der Papst warnte vor einer Haltung, die davon ausgehe: "Wir wissen, wohin es gehen soll und wie viel Zeit dafür nötig ist; alle müssen unsere Rhythmen einhalten und jeder Zwischenfall stört uns."

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  2. Franziskus wird gar nichts tun. Bzw. er wir "tun", dass er künftig die Ortskirchen und deren Bischöfe mehr tun lässt. Mehr Föderalismus statt sterilem Zentralismus. Und wer das gaaanz schrecklich findet, dem steht es offen, dann nach Polen oder Afrika auszuwandern. Dort hat er die Kirche, die ihm behagt.

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  3. Hier ein ziemlich kluger Kommentar, wie ich finde, von Pater Hagenkord, dem Chef von Radio Vatikan. Er bringt es auf den Punkt, und entlarvt die Denke in "Sieg"- und "Niederlage"-Kategorien als öde.
    http://blog.radiovatikan.de/die-grosse-verwirrung/

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    1. Klug?
      Der verlinkte Kommentar ist so langweilig wie selten einer.
      Quintessenz: Niemand weiß so recht, was er von der Synode
      halten soll. Naja.

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    2. Nein, keineswegs. Quintessenz: Das ist Franziskus' ganz eigene, jesuitische Logik, die hier zum Ausdruck kommt. Langweilig finden das nur solche, die nichts als schwarz oder weiß, Sieg oder Niederlage kennen.

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  4. Wer nicht erkennt, dass das System Franziskus geradezu eine Revolution im Vergleich zu seinen Vorgängerpontifikaten ist, der muss blind sein. Ebenso wie der, der glaubt, dass Franziskus von heute auf morgen einen radikalen Umbau befehlen wird. Er will das die Kirche mit allen Kräften weiter geht, sich entwickelt und zeitgemäß spricht und handelt, das ist bei manchem Betonkopf schon schwierig genug, wenn man keine Kirchenspaltung will.

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