Freitag, 9. Oktober 2015

Erzbischof Heiner Koch wirbt für Wiederverheirateten-Kommunion - Barmherzigkeit dann auch für Ausgetretene?

Ein "Tohuwabohu" zu Anfang der Synode hat KNA-Chef Ludwig Ring-Eifel seiner Meinung nach festgestellt. Inzwischen laufe es in den Gruppen aber besser.
Im Plenum hatte als erster Deutscher der neue Berliner Erzbischof Heiner Koch gesprochen. In seinem kurzen Statement gab es eine ganze Reihe von Themen, die er aus Zeitgründen nur kurz antippen durfte.  Der Aufreger: Er plädierte für die Kommunion-Zulassung wiederverheiratet Geschiedener: “Ist für Menschen, die unum-
kehrbare Brüche in ihrem Leben erlebt und erlitten haben, kein Platz am Tisch des Herrn? Wie fehlerlos und wie heil muss man sein, um zum Mahl des Herrn eingeladen zu werden?“
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Dieses Argument wird uns in den nächsten Wochen so oder so ähnlich immer und immer wieder begegnen. Nun weiß allerdings auch jeder Bischof, der Theologie studiert hat, wie streng in der Urkirche die Zulas-
sung zur Kommunion gehandhabt wurde ("Das Heilige den Heiligen!"). 

Nun aber geht Barmherzigkeit vor Sakrament.                                Wilhelm Busch würde vielleicht formulieren: "Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich..." -  Vergleiche hinken immer, aber sie ver-
deutlichen dennoch die Situation. Und darum sei mal die Frage erlaubt: Wenn es Barmherzigkeit für wiederverheiratet Geschiedene geben soll, wann kommt dann die Barmherzigkeit für andere Gruppen?
Wie steht es mit Menschen, die auch "unumkehrbare Brüche in ihrem Leben erlebt und erlitten haben" und deshalb aus der Kirche ausgetreten sind? Wie steht es bitte schön mit der Barmherzigkeit gegenüber Priestern, die geheiratet haben, und wie mit ebensolchen, die sich des Missbrauchs schuldig gemacht haben?

Kurzbericht bei "jesus.de" ---> HIER !