Mittwoch, 7. Oktober 2015

Familiensynode: So, jetzt verteilen wir uns alle zur Gruppenarbeit...!

Die Arbeit in Kleingruppen
hat was für sich: Wie man aus der Schule und aus pfarrlicher Arbeit weiß, kommt so jeder Teilnehmer eher zu Wort und oft gelingen wirklich tiefer-
gehene Aussprachen.
Die Nachteile sind aus der pä-
dagogischen Praxis aber auch bekannt: Was tatsächlich in
den verschiedenen Gruppen besprochen wurde, erreicht die Teilnehmer aus den anderen Gruppen oft nur in Form einer mehr oder weniger mini-
malistischen Zusammenfassung.
Im Gegensatz zur außerordentlichen Synode 2014 haben die Organisatoren für dieses Mal beschlossen, wesentlich mehr Gruppenarbeit anzusetzen und dafür die Treffen im Plenum und damit den Austausch in der großen Runde zu reduzieren. Das sei "das Gebot der Stunde", findet auch Pater Hagenkord heute in einem Artikel für "Radio Vatikan".
Nicht alle sind von dieser neuen Vorgehensweise begeistert, wie er berichtet. "Es gibt Einwände: Die Stimme aller müsse von allen gehört werden... Die Kleingruppen nähmen von der Zeit weg, in der alle auf alle hören." ---> HIER !

Es hat halt fast alles zwei Seiten. Man könnte etwas bösartig auch an-
nehmen, die wesentlich umfangreichere Gruppenarbeit sei ein taktisches Manöver aufgrund der Erlebnisse vom Vorjahr, wo es in langen Sitzungen in der Synodenaula teilweise hoch her ging.
"Teile und herrsche"
ist als Prinzip nicht neu. Aber ganz selbstverständ-
lich hat das bei der Entscheidung des Synodensekretariates und des Paps-
tes für das neue Verfahren keinerlei Rolle gespielt.