Dienstag, 13. Oktober 2015

Kardinal Müller: Die Veröffentlichung des Briefes an den Papst ist ein "Skandal" und soll nur Spannungen erzeugen!

Wo ist die undichte Stelle?
Wer hat den Brief der Kardinäle an den Papst, der eindeutig nicht zur Veröffentlichung bestimmt war, einer Zeitung zugespielt - und warum?  Darüber wird derzeit nicht
nur in Rom nachgedacht. Kardinal Müller äußerte
sich heute in einem Interview mit der Tageszeitung "Corriere della Sera" dazu und erklärte, die Be-
kanntgabe eines "privaten" Schreibens an den Papst sei ein "Skandal".
Damit werde nur bezweckt, Streit und Spannungen in der Synode zu erzeugen.
Ob er selbst den Brief auch unterschrieben hat, verriet er nicht, aber laut "kath.ch", der Seite der Schweizer Bischofskonferenz, trat Müller ener-
gisch Unterstellungen entgegen, er sei Papst Franziskus gegenüber nicht loyal: "Ich lasse nicht zu, dass mein Gehorsam und mein Dienst für Papst und Kirche in Zweifel gezogen werden!" ---> HIER !
Ob man je herausbekommen wird, wer da ein unerfreuliches Spielchen mit den Medien spielt, das dem Ansehen der Kirche schadet?!

Kommentare:

  1. Das übliche Hauen und Stechen!
    Die wahrscheinlichste Möglichkeit scheint mir zu sein,
    dass es so war wie bei der Vorab-Veröffentlichung der Umwelt-
    Enzyklika. Auch da muss jemand aus dem Umfeld des Papstes
    der "Verräter" gewesen sein.

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  2. Da würde man von Eminenz schon mal gerne wissen: wenn der Brief selber ganz normal und null skandalös ist, weshalb dann dessen Veröffentlichung? Wenn er doch angeblich nix zu verbergen hat??

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  3. "Ich lasse nicht zu, dass mein Gehorsam und mein Dienst für Papst und Kirche in Zweifel gezogen werden!"
    Sagt der Herr Müller, und ich muss ihm zu 100% Recht geben.

    Sein Gehorsam und sein Dienst für den Papst stehen in Zweifel, aber er lässt es nicht zu, dass das jemand explizit ausspricht. Genau so kenne ich ihn schon seit seiner Regensburger Zeit. Das einzige, was sich geändert hat: Dem Herrn Kardinal stehen diesbezüglich nicht mehr die selben Machtmittel wie früher zu Gebote. Oder wie Papst Franziskus es formulierte: "Wenn Post von der Glaubenskongregation kommt, dann heftet sie ab und macht so weiter wie bisher." Freunde von mir wissen: Das war früher anders.

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  4. Nachtrag:
    Angesichts der Tatsache, dass das "Spielchen", das "dem Ansehen der Kirche schadet" mit einem Kommentar des vom Vatikan geschassten Journailleisten Sandro Magister angreichert wurde, ist es für mich ziemlich offensichtlich, aus welchen Kreisen die Veröffentlichung lanciert wurde.

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