Freitag, 23. Oktober 2015

Papst Franziskus hat einen Gehirntumor! - Nein, er hat keinen Gehirntumor! Oder?

Direkt zur Predigt (ältere Version) für 30. Sonntag : Siehe Infoleiste am rechten Rand! 
:

Eigentlich hat man sowas ja schon irgendwie erwartet. Einige Spielchen in der Schlussphase der Synode zeugen von vertändlicher Nervosität. Dazu gehören z.B. "geheimnisvolle" öffentliche Brandmarkungen anderer Synodenteilnehmer durch
die deutschprachigen Bischöfe, die sich am Mittwoch in ihrem Gruppen-
statement wuchtig zu Anfang ihres Textes in aller Schärfe von Bischöfen distanzierten, deren Namen sie noch nicht einmal verraten wollten (Zum Glück erinnerte sich Kardinal Marx dann doch noch vor der Presse).
In meiner Zeit als Lehrer nannte ich sowas bei Kindern "Petzen", und wenn dabei weder Ross noch Reiter genannt werden, dann ist es auch noch feige. Abgesehen davon hat eine Zeitung ganz gut erfasst, wohin die Reise geht, wenn die dort nicht wirklich überraschend vorgeschlagene Einzelfall-Lösung zum Zuge käme ---> HIER !

Der Text der DBK mit der Distanzierung ---> HIER !
Doch nun zum Medien-Aufreger: Papst Franziskus hat also einen Gehirn-
tumor - oder auch nicht. Zuerst einmal ist anzumerken, dass es Papst Franziskus selbst war, der mehrmals öffentlich davon sprach, dass sein Pontifikat nur kurz sein könnte - was zu Spekulationen aller Art bei Bedarf genug Anlass gibt.
Nun haben also Zeitungen behauptet, man sei bei einer Kopfuntersuchung auf einen gutartigen und gut behandelbaren (!) Tumor gestoßen. Man lese z.B. ---> HIER und HIER und HIER !
Die prompte Reaktion von Papstsprecher P. Lombardi könnte man auch als nervös auslegen: Der Papst sei bei bester Gesundheit und habe ihm persön-
lich bestätigt, dass es keine Hirnuntersuchung gegeben habe.

Die ursprüngliche Quelle bleibt bislang bei ihrer Darstellung, dass es doch eine Untersuchung gegeben habe, und zu allem Überfluss meldete sich eine Klinik mit einer Bestätigung der Untersuchung... ---> HIER !
Klar, dass jetzt sofort nach "Schuldigen" gefahndet wird, un die sind auch schnell ausgemacht: Die bösen Tradis haben sowas ausgestreut, um die Position des Papstes am Schluss der Synode zu schwächen. 

Naja. Bei den Geheimdiensten würde man vielleicht sagen: Das könnte auch ein "false flag"-Manöver sein, eine Intrige unter falscher Flagge, mit einem ganz anderen Grund: Nicht Schwächung des Papstes, sondern Diskreditierung und Schwächung der "Tradis" vor der Schlussabstimmung.
Man sieht, für Interpretationen ist genügend Raum...

Kommentare:

  1. Ordinariatsgeschädigter23. Oktober 2015 um 07:55

    Ich kann die These, ein eventuell festgestellter harmloser Hirntumor könne
    den Papst am Schluss der Synode schwächen, überhaupt nicht nachvoll-
    ziehen. Offenbar zeigt Papst Franziskus keinerlei Symptome einer gesund-
    heitlichen Beeinträchtigung, wie jeder kürzlich erst bei seinen umfangreichen
    und äußerst anstrengenden Pastoralreisen erleben konnte.
    Inwiefern ein Synodenteilnehmer also durch die Meldung beeinflusst werden
    könnte, verstehe ich nicht.

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  2. Der Aufreger besteht auch nur in den Medien. Papst Franziskus hat doch
    alle Möglichkeiten, im Falle eines Tumors zu reagieren: Er könnte während
    der Behandlung einige Wochen pausieren, ohne das Vatikan und Welt unter-
    gehen. Für wichtige Amtsgeschäfte gibt es immer auch ohne ihn Lösungs-
    wege.
    Also: Viel heiße Luft!
    Ich habe auch den Verdacht, dass man den Tradis da etwas andichten will.

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  3. Ob das nun von den Tradis eingefädelt wurde oder von jemand ganz anderem, wird man wie so vieles aus dem Vatikan eh nie erfahren.
    Fakt dagegen ist, dass die Nachricht, das Problem dieses den Tradis verhassten Papstes könne evt. auf baldige biologische Weise sich lösen, bei denen zu einem kollektiven Aufatmen geführt hat. Man lese nur einmal die unfassbaren Leserkommentare im Tradi-Leitportal "katholisches.info". Das sagt alles.

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