Mittwoch, 14. Oktober 2015

Sind die letzten drei Bischöfe jetzt eingeknickt? - Neues kirchliches Arbeitsrecht trotz Bedenken demnächst überall

Sie erinnern sich an die Ver-
wirrung um das neue kirchliche Arbeitsrecht, das ab 1. August in den meisten deutschen Diözesen gilt. Drei Bischöfe verweigerten die Zustimmung und beließen es bei der alten Regelung. Näheres lesen Sie in meinem Artikel ---> HIER !
Nun aber eine plötzliche Kehrtwende bei den Bischöfen von Eichstätt, Passau und Regensburg: Auch dort soll ab 1. Januar 2016 das neue Recht gelten. Die Begrün-
dung:
Man habe zwar weiterhin Bedenken, aber eine einheitliche Rege-
lung sei höher zu bewerten.
Hmm... - Hätte dieses Einheits-Argument nicht auch schon früher gegolten? Und darf man gegensätzliche Meinungen wirklich der Einheitlichkeit opfern? - Ich fühle mich nicht wohl dabei.

Man lese die neue Nachricht ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Das Fragezeichen können Sie getrost weglassen.
    Ganz klar sind die Bischöfe eingeknickt!
    Ihr erster gelb markierter Link zeigt ja anschaulich,
    wohin das neue Arbeitsrecht führt: nämlich zur Missachtung
    katholischer Grundsätze.
    In der Tat: Die katholische Kirche Deutschlands nimmt ihre
    eigenen Wertvorstellung nicht mehr für voll. Es lebe der
    sogenannte Einzelfall...!

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    1. Ordinariatsgeschädigter14. Oktober 2015 um 08:07

      Es gibt eine nachgeschobene Begründung:
      Durch die zwei verschiedenen Rechtsregelungen könne es
      passieren, dass wenige Kilometer entfernt anderes Recht
      gelte, und das auch in einigen wenigen gemeinsamen Einrichtungen,
      die von mehreren Bistümern betrieben werden.
      Das ist aber eher als Scheinargument zu werten, denn dieser
      Tatbestand war ja von Anfang an als Folge bekannt, als die
      Bischöfe darüber berieten. Dann hätte man im Frühjahr schon
      dieses Argument anführen können.
      Es ist schlicht so, dass man dem Druck nachgegeben hat
      und juristischen Ärger scheut. Das ist jedenfalls meine Meinung.

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  2. Nemrod meint: Man muss das Verhalten der Bischöfe verstehen - es geht hier um Geld, um sehr viel Geld. Und da - ich wage diese Aussage - heutige Bischöfe eher mitrageschmückte Manager, denn Gottesmänner sind, ist die Einführung eines solchen Arbeitsrechtes nachvollziehbar. Wenn es darum geht die Rendite von caritativen Unternehmen zu sichern, ist das " Heil der Seelen" eine antiquierte und hinderliche Prämisse...geht´s doch um Bilanzen. Außerdem möchten sich gewisse Exzellenzen doch nicht die guten Kontakte zu Politik und gewissen Medien verderben. Oh wie recht hatte doch unser Papa emeritus mit seiner Forderung nach Entweltlichung....und wie reagierten die " Rotkäppchen" in deutschen Landen seinerzeit....Zumindest bleiben sie ihrem Weg treu...Herr schenke dieser- DEINER-Kirche wieder wahrhafte Hirten!!!

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  3. Es ging erstmal darum, das Gesicht zu wahren, denn an einer Änderung des "kirchlichen" Arbeitsrechts führt kein Weg vorbei, weder Justiz noch Bevölkerung wollen derart drastische Einschränkungen der Rechte der Einzelnen noch durchgehen lassen.
    Vielleicht schwingt da die Angst mit, dass mehr Städte und Gemeinden den Kirchen die Trägerschaft von diversen Einrichtungen entziehen, wie ja schon bei mehreren Kindergärten geschehen, weil die Kirche wiederverheiratete bzw. lesbische Leiterinnen gekündigt hat.

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