Samstag, 10. Oktober 2015

Synode: Kardinal Schönborn hat Angst vor Spaltung -- Deutliche Kritik an Textvorlagen

Der Wiener Kardinal Schönborn wurde deutlich und auch ganz persönlich: In der Arbeitsgruppe der Synode und vor Medien schilderte er, dass oft übersehen werde, welchen Scha-
den Scheidungen bei Kindern und im Um-
feld der Familie ver-
ursachten.
Er bekannte, selbst ein Scheidungskind zu sein; er habe die Trennung seiner Eltern "als einen der schmerzhaftesten Momente meines Lebens" erfahren. Bezüglich des Synodenverlaufs zeigte er sich nicht mehr so zuversichtlich wie vor einigen Tagen. Gestern ließ er durchblicken, dass er sich Sorgen mache, dass es auf dem "äußerst müh-
samen Weg" doch noch
zu Gruppierungen und Spaltungen kommen könne. ---> HIER und HIER !
Unter der in diesem Zusammenhang etwas üppig ausgefallenen Überschrift "Die Bischöfe folgen dem Papst" berichtet "katholisch.de" heute durch Übernahme von KNA-Textmaterial, dass in den Arbeitsgruppen auch deut-
liche Kritik an der mangelhaften Verkündigungstätigkeit der Kirche ge-
äußert wurde. Die Bischöfe hätten als Seelsorger versagt, kann man da lesen.
Zum Arbeitspapier gab es jetzt schon eine Flut von Änderungsanträgen. KNA resümiert, es sei offensichtlich, dass es kaum zu schaffen sei, "alle Änderungen in den Text einzuarbeiten". - Anmerkung: Na, das sind ja tolle Aussichten...!
Die vom Papst eingesetzte 11-köpfige Redaktionsgruppe ist wohl auch nicht das Gelbe vom Ei: "Papst Franziskus und das Kirchenvolk verdienen einen besseren Text", heißt es in einer Gruppe, und daher schlage man vor, den Text in die Hand "eines einzigen Herausgebers" zu legen; dem vorliegen-
den Textentwurf fehle es nämlich erkennbar "an Schönheit, Klarheit und Kraft" ---> HIER !