Freitag, 23. Oktober 2015

Synodengruppen: Am besten keine bindende Entscheidung, sondern eine Kommission?

"Rien ne va plus" - So heißt es nicht nur am Roulette-Tisch, sondern ab heute Mittag auch bei den Synoden-Diskussionen. Jetzt wird am angekündigten knapp 100-seitigen Schluss-
dokument gefeilt, das am Samstag vorgelesen und Punkt für Punkt abgestimmt werden wird. Es ist auch immer noch unklar, wie Papst Franziskus mit der "Relatio finalis" umgehen wird, da er sich dazu bislang in Schweigen hüllt. Wird er den Text kurzfristig danach veröffentlichen? Wird er ihn erst einmal in die Schublade legen? Wird er daraus einen eigenen, verbindlichen Text entwickeln?
Man weiß es nicht.

Ganz so harmonisch, wie gerne betont wird, lief es in einigen Fragen wohl doch nicht; ein von manchen vielleicht erwarteter Eklat ist aber ebenso ausgeblieben wie die von Medien und einigen Synodenvätern (z.B. Kardinal Marx) erhoffte intensivere Beschäftigung mit dem Thema Homosexualität; daran konnte auch das "outing" eines Vatikanpriesters unmittelbar vor Sy-
nodenbeginn nichts ändern (inzwischen wurde Christoph Charamsa übri-
gens von seinem zuständigen Bischof als Priester suspendiert).
Vor allem bezüglich des so hoch gehandelten Themas "wiederverheira-
tete Geschiedene"
gehen die Meinungen nach wie vor so weit auseinan-
der, dass man nach Sitte von Parlamenten nach dem Rettungsring in Form einer Kommission ruft; die soll es dann richten... ---> HIER !
Interessant fand ich übrigens auch den Blick des syrisch-katholischen Pa-
triarchen auf die Synode: Was der Familiensynode gefehlt habe, das seien die Familien. Es hätten zwar 17 Ehepaare teilgenommen, aber nur als nicht stimmberechtigte Zuhörer. Auch die Synoden-Dauer von drei Wochen fand er aus seiner Sicht etwas übertrieben...
---> HIER !

Kommentare:

  1. Ihr Link (gelbe Farbe) zum Artikel von "kathpress" ist wirklich
    aufschlussreich: Da hat man voriges Jahr drei Wochen lang debattiert,
    dann dieses Jahr drei Wochen lang, und dann fällt vielen Bischöfen
    nichts Besseres ein als der Ruf nach einem "Aussschuss", auf den
    man die Verantwortung abwälzen kann.
    Was für ein Armutszeugnis! Die Synode(n) sind als Tiger gestartet
    und als Mäuschen angekommen. Jetzt soll's der Papst retten!

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  2. Gott sei dank, die Synode geht auf ihr Ende zu !!!
    Was für ein Aufwand für so wenig Ergebnis !!!

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