Montag, 26. Oktober 2015

Vorbild Kirche? - Journalist spielt Flüchtling und wird an vielen Pfarrhäusern abgewiesen

Seine undercover-Aktion ist eine inszenierte moderne Herbergssuche. Der Journalist Fabrizio Gatti von der italienischen Zei-
tung "L'Espresso" verwandelte sich täu-
schend echt in einen kurdischen Flüchtling. Mit dieser List klingelte er bei etlichen Pfarrhäusern, wie er am Freitag im Aufmacher-Artikel der Zeitung berichtete, eingedenk der Aufforderung des Papstes,
die Pfarrgemeinden möchten sich bitte mehr um die Flüchtlinge kümmern und mindes-
tens eine Familie aufnehmen.
Fabrizio Gatti, der drei Wochen lang der angebliche Flüchtling Ibrahim Bilal in Begleitung von Frau und zwei kleinen Kindern war, dokumentierte seine Erlebnisse ganz detailliert. Die katholische Kirche schneidet dabei nicht gerade gut ab. Der "Flüchtling" fragte bei insgesamt 23 Pfarreien
an der Pfarrhaustüre nach, ob er vorübergehend eine Schlafmöglichkeit für sich und seine Familie bekommen könne, um sich etwas von der Flucht ausruhen zu können. 

Das ernüchternde Ergebnis: 22 mal wurden sie abgewiesen, nur ein einziges Mal wollte man ihnen Unterkunft gewähren... ---> HIER und HIER !
Vielleicht besonders pikant:  Selbst im Vatikan und im Flüchtlings-
zentrum der Jesuiten in Rom habe man ihn abgewiesen, schreibt der Journalist. - Es macht die Sache nicht wirklich besser, aber so von Null
auf direkt wird tatsächlich mancher Pfarrer und erst recht manche Pfarr-
sekretärin, die den Pfarrer gerade nicht deswegen erreichen kann, die Leute nicht einfach auf Verdacht ins Haus lassen. Insofern ist das Ergeb-
nis durchaus auch ein bisschen interpretationsbedürftig, meine ich.

Kommentare:

  1. Ordinariatsgeschädigter26. Oktober 2015 um 07:15

    Das sehe ich ähnlich: Ohne die einzelnen Ergebnisse des Journalisten
    anzweifeln zu wollen, kommt man rein rechnerisch schon ins Grübeln:
    Drei Wochen ist er unterwegs gewesen und hat bei insgesamt nur
    23 Pfarrhäusern geklingelt. Was um Himmels willen hat er in der Zwischen-
    zeit gemacht?
    In drei Wochen hätte er spielend 100 Pfarrhäuser besuchen können.
    Die Frage ist also: Warum hat er sich nur einige davon ausgewählt???
    Da kommt schon der Verdacht einer gewissen Vorsortierung auf!

    AntwortenLöschen
  2. Leider erfährt man nicht die Einzelheiten, wen er jeweils angetroffen hat.
    Ich schätze mal, dass in den seltensten Fällen der Pfarrer selbst an
    der Haustüre war, sondern terminlich unterwegs.
    Warum hat er es dann nicht ein zweites Mal versucht?
    Warum hat er sich nicht an kommunale Stellen gewandt, die zuständig sind?
    Es liegt also auf der Hand, dass es bei dieser billigen Masche nur
    darum ging, der Kirche eins auszuwischen.
    Abgesehen davon bewzeifle ich, dass es korrekt ist, einfach ohne
    Kontakt mit der Polizei und den Behörden eine Flüchtlingsfamilie bei sich
    unterzubringen, die vielleicht noch nicht einmal registriert und gesundheit-
    lich untersucht ist.
    Was ist z.B., wenn da jemand krank ist oder z.B. durch eine Unge-
    schicklichkeit einen Brand im Pfarrhaus verursacht???
    Eine primitive Stimmungsmache !!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Natürlich, dass Ganze war eine gezielte Aktion, um der Kirche zu schaden.
      Sieht doch jeder sofort. Wahrscheinlich war der falsche Flüchtling Freimaurer und Linksgrüner. :-)

      Löschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
=================================================================================