Donnerstag, 30. April 2015

Noch mal Glück gehabt: Mutmaßliche Terroristen in Hessen rechtzeitig verhaftet...

Die Verhafteten waren aufge-
fallen, weil sie eine größere Menge des Bleichmittels Wasserstoffperoxyd gekauft hatten. Wenn sie den Kauf
über einen längeren Zeitraum und in kleinen Mengen...
Es wird immer klarer: Fahn-
dungserfolge sind zum Teil auch auf den sprichwörtlichen "Kommissar Zufall" und auf nicht übermäßig intelligentes Verhalten zu-
rückzuführen. Diesmal haben wir noch Glück gehabt.
Man lese die aktuellen Nachrichten z.B. ---> HIER und HIER !
Die warnenden Stimmen wurden z.T. allzu gerne als Panikmache und Hysterie abgetan. Doch inzwischen dämmert es immer mehr Bundes-
bürgern, dass wir längst zum Zielgebiet terroristischer Anschläge ge-
worden sind. Dies ist übrigens auch immer wieder so angekündigt wor-
den, siehe z.B. ---> HIER und HIER !
Spätestens, nachdem ganze Karnevalszüge abgesagt werden mussten,
ist eine neue Dimension erreicht. "Jeder Ort in Deutschland", so der rheinland-pfälzische Innenminister, könne zum Ziel von Einzeltätern werden. ---> HIER !
Je früher und konsequenter das allen Verantwortlichen und allen
Bürgern klar ist, desto besser. Die Zeit der Verharmlosung ist vorbei.


Laut "kath.net" las ein Muslim das Evangelium in der Osternacht vor. Stimmt das so wirklich?

         Predigt/Linktipps zum 5. Sonntag der Osterzeit: auf dieser Seite weiter unten!
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Heute erfährt der Leser bei "kath.net" mit Bezug auf die allerdings nicht verlinkte "Neue Osnabrücker Zeitung", dass Pfarrer Dietmar Schöneich ausgerechnet einen Muslim in der Osternachtfeier in Wallenhorst im Bistum Osna-
brück das Evangelium vorlesen ließ.
Verpackt in ein Lob über den vorbildlichen Ein-
satz des Priesters für die Flüchtlinge aus Syrien wird dann aus der "NOZ" wörtlich zitiert:
„Ammar und seine Familie sind zwar Moslems, aber überaus offen gegenüber anderen Religio-
nen. ‚Jesus ist das Licht‘, sagt Ammar.
Schöneich schmunzelt. ‚Das höre ich natürlich gerne.‘ In der Osternacht habe Ammar in der Kirche das Evangelium auf Englisch vorgelesen, erzählt der Pfarrer. ‚Warum auch nicht?‘, sagt Schöneich.“
Das lässt man bei "kath.net" dann einfach so wirkungsvoll im Raum stehen. Provozierende Schlagzeile: "Muslim las in katholischer Osternachtfeier Evangelium vor"
Man hat vermutlich nicht falsch gedacht: Die Leser werden sich schon darüber empören, wenn die Vorschrift so eklatant missachtet wird,
wonach der Priester (bzw. der Diakon) das Evangelium vorlesen muss...
---> HIER !

Für meine Leser ergänzend dazu der komplette Text aus der "NOZ"
(beim Link ganz weit nach unten scrollen!)
---> HIER !
Studiert man dazu die Leserbriefe bei "kath.net", dann springen tat-
sächlich einige auf diesen Zug auf und finden das einfach skandalös, wie hier liturgische Vorschriften missachtet wurden. Es gibt allerdings auch gemäßigte Stimmen.
Na, dachte ich mir, einer Ahnung folgend, da wende ich mich doch am besten deswegen mal direkt an den betreffenden Priester. War das wirklich so, dass er das Evangelium nicht vorgelesen hat, sondern ein Muslim, wie man durch den "kath.net"-Artikel annehmen muss?
Pfarrer Schöneich ist erstaunt: Selbstverständlich hat er das Evan-
gelium vorgelesen, auf Deutsch, und wie es den Vorschriften entspricht.
Als nette Geste durfte Flüchtling Ammar danach den Text in der Sprache vorlesen, die die Flüchtlinge aus ihrer Heimat kennen, nämlich auf Ara-
bisch (nicht Englisch!). -- Das war's dann auch schon.
Man kann, wenn man will, allerdings auch einen Aufreger daraus machen...

Wirkt eher wie ein lustloses Pflichtprogramm: Das ZdK und der gestrige "Tag der Diakonin"...

Immerhin gab es am Tag danach eine Presse-
mitteilung vom Zentralkomitee. Ansonsten - wenn man nach aktuellen Presseberichten zum gestrigen "Tag der Diakonin" sucht, tauchen nur ganz wenige Ergebnisse auf.
Es scheint also nicht gerade viel los gewesen
zu sein. Auf mich wirkt das schon fast wie ein lustlos abgespultes Pflichtprogramm, alle Jah-
re wieder am 29. April. Bei "katholisch.de" findet man einen kleinen Vorab-Artikel, aber ansonsten ziemlich tote Hose. ---> HIER !
Wie ich schon in früheren Artikeln dazu schrieb: Allmählich wird es viel-
leicht einfach langweilig. Irgendwie hat sich das fast tot gelaufen, so scheint es mir. Die betroffenen Damen sind sich vermutlich auch nicht ganz einig über die angemessene Strategie. Einige stellen der Einfachheit schon mal fest, dass es sie doch schon längst gibt, die Diakoninnen... ---> HIER und HIER !

Die Menschen in Russland haben Sehnsucht nach Christus - Bischof Clemens Pickel berichtet

Bischof Pickel lebt seit vielen Jahren in Russland.
Fast 50 Priester und 70 Ordensschwestern helfen ihm in seinem Bistum, das bei ei-
ner Fläche, die vier-
mal so groß ist wie Deutschland (!)
, die Menschen in gerade mal sechs Zentren zu betreuen.  Er hat schon oft z.B. im Radio über seine Erlebnisse berichtet, etwa über Menschen, die viele Jahre darauf warten mussten, bis sie endlich von einem Priester besucht wurden. Die katholische Kirche in Russland ist eine arme Kirche, aber im Glauben ist sie zum Teil sehr reich bzw. stark. 

In diesem Video erfährt man über seine engagierte Arbeit ---> HIER !
Nun stellt der geduldige und bescheidene Bischof sein Buch über die Kirche und das harte Leben der Christen in Russland vor - möglicherweise auch ein Anlass, über die Probleme der Katholiken in Deutschland etwas anders zu denken:
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Predigt und Linktipps zum 5. Sonntag der Osterzeit B --- 3.5.2015


Evangelium  Joh 15,1-8:
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch.
Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. 
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen, und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.  Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, daß ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

GEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT

Die Jesus-„Flatrate“

Da hätte ich mich beinahe gründlich blamiert!   Eine angekündigte Fernsehsendung über die Arbeit eines Betriebs-Seelsorgers hatte mein Interesse geweckt. Es passte zeitlich ganz gut, und so schaltete ich den Apparat ein und woll-
te es mir bequem machen.
Das Wörtchen „wollte“ verrät es schon: da lief etwas nicht nach Plan. Der Bildschirm blieb nämlich schlicht und einfach dunkel; nichts tat sich auf der Mattscheibe.
Ausgerechnet jetzt musste mein alter Fern-
seher seinen Geist aufgeben!  Ein schneller Griff zum Telefonbuch – da muss baldmög-
lichst der Kundendienst her und sehen, was
zu retten ist! - Den Hörer schon in der Hand, durchzuckte mich eine Art Eingebung: Hat das Gerät denn überhaupt Strom?
Der Gang zum Sicherungskasten brachte des Rätsels Lösung: Da war doch tatsächlich die Stromzufuhr unterbrochen, weil eine Sicherung rausgesprungen war, wie man so sagt.
Ein schneller Handgriff, und schon tat der Fernseher wieder seinen Dienst. Der Kundendienst hätte sich sicher köstlich amüsiert, wenn er wegen solch einer Lappalie angerückt wäre. Das weiß bei uns inzwischen doch schon jedes Kindergartenkind: Ohne Strom kann kein Elektrogerät funktionieren. Wenn es in einer Stadt mal einen größeren Stromausfall gibt, dann wird es dort sehr ungemütlich. Erst wenn die elektrische Energie einmal fehlt, wird einem so richtig bewusst, wie selbstverständlich wir uns an sie gewöhnt haben und wie abhängig wir davon sind.
Auch das heutige Evangelium spricht von einer Energie, die lebensnot-
wendig ist und die zugeführt wird. Jesus vergleicht hier seine Jünger mit den Reben an einem Weinstock. Kein Rebzweig kann von alleine exis-
tieren. Er braucht Nahrung, Lebens-Energie, die er von seinem Weinstock bezieht. Bei einem abgerissenen Ast z.B. kann man von Stunde zu Stunde beobachten, wie er immer mehr verwelkt und abstirbt...

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Den kompletten Text zum Lesen, die download-Möglichkeiten
und die anklickbaren Linktipps finden Sie auf der Fortsetzungsseite
----->>> BITTE HIER KLICKEN
:

Schön, wenn das ein neuer Trend würde: Redakteur outet sich in "BILD" als Christ !

       Predigt/Linktipps zum 5. Sonntag der Osterzeit: Heute ca. 13 Uhr online!
.
Das macht man eigentlich nicht. Wir sind in Deutschland so tolerant (oder ängstlich), dass wir es gewohnt sind, uns nicht gerade gegenüber einer breiten Öffentlichkeit als Christ zu positionieren. Von Christen erwartet man, dass sie eher unauffällig auftreten.
Ob sich das nun ändert?
Ob das möglicherweise sogar einen neuen Trend gibt?  -   Jedenfalls war es schon eine Überraschung,
als der stellvertretende Chefredakteur der "BILD"-Zeitung sich vorgestern in einem ausführlichen Artikel als Christ "outete".
Und das hat seinen guten Grund: Es macht ihn "fassungslos", wie wenig die Christen angesichts der massiven Verfolgung durch die ISIS-Terroristen aufschreien und die Werte des Christentums nicht laut verkünden.
Die Reaktionen darauf sind im Internet erstaunlicherweise überwiegend positiv; ich bin beeindruckt. Es wäre schön, wenn man seinem Aufruf folgen würde, statt einfach wieder zur Tagesordnung überzugehen.

Man schaue bei "BILD" und bei "idea" ---> HIER und HIER !

Jahresabschlüsse 2012/2013 im Bistum Limburg: "Vier Millionen sind weg"

Transparenz in kirchlichen Ver-
mögensangelegen-
heiten ist wichtig
und schafft Ver-
trauen. Da ist es
nur zu begrüßen, wenn insbesondere im Bistum Lim-
burg
alles getan wird, um Transpa-
renz zu zeigen.
Jetzt wurden die besonders interes-
santen Jahresabschlüsse des Bischöflichen Stuhls vorgelegt, und "katholisch.de" stellt dazu schon mal in der fetten Schlagzeile fest: "Vier Millionen sind weg" ---> HIER !
Das sei die Summe, die beim Bau des Bischofshauses "in den Sand gesetzt" wurde, also verpuffte Kosten, für die kein Gegenwert da ist, also z.B. über-
höhte Kosen, nochmalige Umbauten usw.  -  Also, erst mal muss ich ge-
stehen, dass ich mir die Summe nach all den Aufregungen höher vorgestellt hatte. Was nicht heißt, dass ich unnötige Ausgaben gut fände...
Das Bistum hat die näheren Angaben zu den Jahresabschlüssen geradezu vorbildlich in einer 40-seitigen Broschüre zusammengefasst, die es auch
als pdf-Datei gibt ---> HIER !

Eine kleine Anmerkung dazu sei doch erlaubt: Wie man dort zu
den Vermögenswerten erfährt, dürfen positive Veränderungen gemäß Buchführungsgrundsätzen erst dann in der Bilanz erscheinen, wenn sie auch tatsächlich realisiert wurden. Das heißt dann aber in der Konsequenz, dass z.B. viele Immobilien und Grundstücke niedriger angesetzt werden,
als es dem tatsächlichen Marktwert entspricht. Diese "stillen Reserven" werden erst in der Bilanz ausgewiesen, wenn es tatsächlich zum Verkauf des Objektes kommt. Mit anderen Worten: Da ist noch eine Menge Luft drin, was die Bilanz betrifft.

Nicht, dass ich ein besonderer Fan des "Humanistischen Presse-
dienstes"
wäre, aber es gibt mir doch zu denken, was dort im Juli 2014 über die nicht allzu ärmlichen besonderen Limburger Finanzverhältnisse zu lesen war.
Man muss dem nicht vollinhaltlich zustimmen, aber es bleibt doch tendenziell der Gesamteindruck, dass man in Limburg auf sehr hohem Niveau jammert... ---> HIER !


Generalaudienz: Papst Franziskus fordert gleichen Lohn für Frauen!

        Predigt u. Linktipps zum 5. Sonntag der Osterzeit: Heute ca. 13 Uhr online!
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Wie "Radio Vatikan" aus-
führlich berichtet, hat sich Papst Franziskus bei der gestri-
gen Generalaudienz auf dem Petersplatz mit der Ehe und
der heutigen "Kultur des Provisorischen" beschäftigt,
bei der man das Risiko der Verbindlichkeit scheue.
Die Emanzipation für den Rückgang der Heiratsbereitschaft zu machen, sei eine Beleidigung der Frau. Den geringeren Lohn für Frauen bei vielen Arbeitgebern bezeich-
nete der Papst als einen "Skandal". Er betonte, Frauen hätten "die glei-
chen Rechte"
. - Ich bin mal gespannt, wer sich über diese Aussage empört. ---> HIER !

Mittwoch, 29. April 2015

Laienpredigt im Hochschul-Gottesdienst? - Dürfen Priesterstudenten in St. Georgen das?

Das Thema "Laienpredigt" ist bekanntlich ein Dauer-
brenner und ein wenig kom-
pliziert: Wie "katholisch.de" in einem Artikel vom Januar 2015 deutlich machte, muss man schon differenzieren und nicht Äpfel mit Birnen ver-
gleichen. ---> HIER !
Die Homilie in der Heiligen Messe (es geht also ausdrück-
lich nicht um einen Wortgot-
tesdienst) ist also ganz klar Sache des Priesters. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass hier und da gegen diese unmissver-
ständliche Regelung verstoßen wird. Man lese z.B. die Nummern 64 bis
66 der Instruktion "Redemptionis sacramentum"... ---> HIER !

Auch Canon 766 lässt da keinen erkennbaren Interpretationsspielraum ---> HIER !
Eventuell kann ein Laie aber z.B. eine vom Priester vorbereitete Predigt verlesen. ---> HIER !

Ich habe es selbst auch schon miterlebt, wie einem Priester aufgrund der persönlichen Betroffenheit beim Trauergottesdienst für einen Familien-
angehörigen plötzlich vor Rührung die Stimme versagte und ein Lektor nach entsprechenden Zeichen des Priesters vorlesend einsprang.

Wir haben aber eine weltweit geltende Richtlinie, nach der es auch den Priesterstudenten (Alumnen) nicht gestattet ist, in einer Heiligen Messe zu predigen. Das ist gewiss nicht immer leicht einsehbar, zumal die-
se im Rahmen ihrer Ausbildung entsprechende Predigt-Übungen leisten müssen.
Von daher habe ich ein gewisses Verständnis für Überlegungen, wie sie der Rektor der Hochschule St. Georgen vor vier Wochen zu Beginn des Som-
mersemesters 2015 in einer Rundmail an alle Studierenden verschickt hat. Andererseits weiß ich auch und habe es bei einem Bekannten mitleidend erlebt: Man mag einen (vermeintlich) guten Grund haben, eine rote Ampel zu überfahren - von der Polizei geduldet wird es aber auch dann nicht.

Das Portal "kath.net" hat heute die betreffende Mail von Rektor P. Ansgar Wucherpfennig SJ in einem Artikel zitiert und hat mit seiner Kritik sicher prinzipiell recht. ---> HIER !
Es kann meiner Meinung nach aufgrund der Rechtslage nicht sein, wenn tatsächlich Studierende in der Heiligen Messe die Predigt halten. Auf mei-
ne Anfrage hin hat mir Prof. Dr. Wucherpfennig freundlicherweise den Originaltext seiner Mail zukommen lassen; ich kann seine Anfrage durch-
aus nachvollziehen. Ich sehe auch durchaus einen gewissen Unterschied zwischen einer internen Heiligen Messe in der Hochschule und einer sonntäglichen Eucharistiefeier.

Aber tut man sich, den Studenten und der Kirche wirklich einen Gefallen, wenn man bindende Vorschriften offenbar aushebeln will? - Wäre es da nicht sinnvoller, die Studenten z.B. in einem Wortgottesdienst zu Wort kommen zu lassen?
Ja, ja, ich weiß, andere machen es mehr oder heimlich und verbotener-
weise auch. Aber darf das für eine Stätte der Priesterausbildung ein Maßstab sein?

Das fragt ein etwas ratloser Kreuzknappe...

Wenn der Vatikan jetzt in Duisburg vor einem Gericht verliert, kann es nur um Geld gehen...

Der Vatikan hat soeben einen Prozess verloren. So berichtet es jedenfalls der Sender "Radio Duisburg". Angehörige einer Verstorbenen hatten den Heiligen Stuhl auf Zahlung von 500 Euro für Grabpflege verklagt und haben jetzt offenbar Recht bekom-
men. ---> HIER !

Das Ganze hat eine lange, für die Kirche nicht unbedingt sehr rühmliche Vorgeschichte. Anfang Januar 2015 schrieb ich schon einen längeren Artikel darüber: Die fromme Katholikin hatte verschiedenen kirchlichen Einrichtungen, insbesondere auch dem Heiligen Stuhl in Rom, testamen-
tarisch insgesamt 480.000 Euro vermacht.
Daraus ergab sich per Bedingung aber auch die Verpflichtung der Kirche, sich um die Grabpflege zu kümmern. Das Geld nahm man zwar, aber das mit der Grabpflege scheint nicht geklappt zu haben. So schritt einer der beim Erbe nicht bedachten Verwandten notgedrungen zur Tat und sorgte mit vorgelegten 453 Euro für ein würdiges Aussehen der Grabstätte.
Trotz Mahnschreiben an die Kirche blieb er aber auf den Kosten sitzen und beschritt daher den Gerichtsweg. Nun hat er also endlich sein Geld, und der Vatikan muss auch noch die Gerichtskosten zahlen.
Na, da ist aber ärgerlicherweise mächtig was schiefgelaufen in unserer katholischen Kirche...!
Mein früherer Artikel ---> HIER !

Pressebericht von "rp online" ---> HIER !

Interessantes Angebot für engagierte Katholiken: Ausbildung zum Katechisten!

"Radio Horeb" macht aktuell auf ein interessantes Angebot für Katholiken im Alter von mindestens 35 Jahren aufmerk-
sam: Die Ausbildung zum Katechisten!
Der Lehrgang dauert insgesamt zweieinhalb Jahre und be-
steht aus einem Unterrichts-
kurs per Radio-Lektionen ge-
nauso wie aus 10 Treffen mit Übernachtung (und Vollpension).
Als Veranstalter wird das "Haus St. Ulrich" in Hochaltingen genannt,
in Zusammenarbeit mit dem Bistum Augsburg und eben "Radio Horeb". - Details über Inhalte, Termine, Kosten usw. gibt's ---> HIER und aus-
führlich im Programm-Flyer (pdf) ---> HIER !

"Zeitgeistiger Unsinn" des Papstes? - Die Umwelt-Enzyklika ist im Prinzip fertig...

Entwarnung für
allzu sensations-
lüsterne Zeitgenos-
sen: Ja, Sie haben zwar richtig gelesen: Die Enzyklika, die Anfang Juni erschei-
nen soll, ist in der Rohfassung schon fertig, wie gestern bei der Klimakonferenz des Vatikans ausge-
plaudert wurde. ---> HIER !  - Warum die Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus ein Knaller und ein Aufreger werden wird, habe ich gestern in einem Artikel erklärt. ---> HIER !
Übrigens ist der Umweltschutz schon lange ein wichtiges Thema beim Vatikan, von den Solarkollektoren auf dem Dach der Audienzhalle über Energiesparlampen in der Sixtinischen Kapelle bis hin zu entsprechenden Erklärungen, die bereits Papst Benedikt dazu abgegeben hat, wobei er auch vor den Übertreibungen der neuen "Umweltreligion" warnte. ---> HIER !
"Er lässt keinen zeitgeistigen Unsinn aus", lautet das harte Urteil eines Bloggerkollegen, der damit mehr als nur andeutet, dass auch von bestimm-
ter katholischer Seite an Papst Franziskus bei Erscheinen der Enzyklika garantiert nicht nur Komplimente verteilt werden.
Von massenweisen nachgewiesenen Datenfälschungen der Klima-Ideolo-
gen ist im Blogger-Artikel die Rede, von Glaubensverfall und Bespaßungs-
Liturgie... und überhaupt von einem Papst, bei dem jenem Schreiber mehr als nur die Nase nicht passt.
Ich verschweige ja nicht, dass ich auch mit zwiespältigen Gefühlen auf den Tag der Veröffentlichung warte, aber es hat meiner Meinung nach etwas für sich, wenn man nur solche Enzykliken verbeurteilt, die man auch gelesen hat. Das mal nur so als kollegialer Tipp...  ---> HIER !

Fettleibigkeit: Geht es jetzt vielen katholischen Würdenträgern an den Kragen / Bauch...?

Achtung, Humor-Modus ist eingeschaltet: Die neue Kampagne der WHO (Weltgesundheitsorganisation) und "foodwatch" tut scheinheilig so, als richte sie sich hauptsächlich gegen die dramatisch zunehmende Fettlei-
bigkeit bei Kindern. In einer aktuellen Kampagne "Aktion: Fettleibig-
keitsepidemie stoppen"
werden wir Verbraucher darüber in Kenntnis gesetzt, dass jährlich Milliarden an Nachfolgekosten auf unser Gesund-
heitssystem zukommen, weil immer mehr Menschen und insbesondere Kinder zu dick sind.
Man fordert schärfere Maßnahmen vom Bundestag, um mehr für die Prävention tun zu können. Die Gene-
raldirektorin der WHO, Frau Dr. Margaret Chan, wirft den meisten Staaten vor, es mangele am politischen Willen, wirklich für gesündere Ernährung zu kämpfen.
Das habe ich natürlich längst durchschaut. In Wirklichkeit ist das mal wieder so eine antikatholische Kampagne, die lediglich besonders geschickt getarnt ist. Man will unseren Prälaten und Kardinälen an die Bäuche - so sieht's doch aus!
Wie jedermann weiß: Wenn man unfreiwillig zur Diät angehalten wird, dann ist man meistens deutlich schlechter gelaunt als üblich. Und mit dieser miesen Laune sollen unsere Anführer dann vernünftig Seelsorge
und Kirchenpolitik betreiben. Das muss einfach schiefgehen und wird die Kirche in arge Bedrängnis bringen. Noch mehr Menschen werden bei so schlecht gelauntem Personal der Kirche den Rücken kehren.
Das also ist das wahre Ziel dieser angeblichen Gesundheits-Kampagne. Schämt euch, ihr seid durchschaut...!

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                           Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

Seltsame Gleichschaltung: Der unbekannte Pastor aus Nigeria als Prostituierten-Chef...

Vor einigen Tagen konnte man in Dutzen-
den von Zeitungen den Artikel lesen: Ein "Pastor" aus Nigeria wurde zusammen
mit weiteren Verdächtigen in Frankreich festgenommen. Er soll in Nizza Chef eines Prostituierten-Rings  gewesen sein und damit eine Menge Geld verdient haben.
Mehr als 20 Frauen soll er auf diese Weise "betreut" haben; Anweisungen für diese gab es demnach auch im Zusammenhang mit gottesdienstlichen Treffen. ---> HIER !
Seltsam, denke ich mir, dass man wie gleichgeschaltet nur diese Meldung liest. Zumindest im deutschen Sprachraum scheint es keine weiteren Einzelheiten dazu zu geben. Alle schreiben im Prinzip ge-
nau denselben Text. Ich vermute mal, es war kein katholischer Priester, denn in diesem Falle wäre normalerweise bedeutend mehr drin an Bericht-
erstattung...

Weiß jemand was Genaueres?

Extra peinlich, wie "extra3" vom NDR versucht, Witze über die "Demo für alle" zu machen!

"extra3" ist eine Satire-Serie des NDR und bezeichnet das selbst mit "Der Irrsinn der Woche". ---> HIER !
Da mag ich als vorwiegend höflicher Mensch nicht wider-
sprechen, wenn ich mir den knapp zweiminütigen Beitrag vom 23. April anschaue, in dem eine Reporterin namens Caro Korneli krampfhaft versucht, sich über die "Demo für alle" lustig zu machen.
Mein besonderer Dank geht hier an das Medienmagazin "pro", das mir die knifflige Arbeit abgenommen hat, dazu etwas so zu formulieren, dass keine Beleidigungsklage zu befürchten ist.
In der Tat sind es "peinliche Gespräche", in die arglose Demonstranten da verwickelt werden sollen. Ich sage nicht Nein, wenn ich da bei "pro" lese, dass es sich bei diesem Video-Beitrag um einen "kläglich gescheiterten Versuch der Satire" handelt. ---> HIER !

Aber für eines ist das kleine Filmchen denn doch gut. Man lernt das Niveau jener Sendung besser kennen. Das ist doch auch schon was...
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                           Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

Hauptthema ist Fußball: Wenn Papst Franziskus mit seiner Schwester telefoniert...

Wie "kathpress" einen Neffen des Papstes zitiert, ruft Papst Franziskus seine Schwester in Argentinien jede Woche einmal an, um sich über das Neueste aus der Verwandtschaft zu in-
formieren. Hauptthema sei jedoch der Fußball.
Warum auch nicht? Ein Papst muss in privaten Gesprächen nicht immer und jederzeit nur große Probleme wälzen.
Interessant in besagtem Artikel ist aber, welcher Sicherheitsaufwand für die im Juli anstehende Reise des Papstes in einige südamerikanische Länder betrieben wird. So erfahren wir beispielsweise, dass in Ecuador 18.000 Polizisten zu seinem Schutz im Einsatz sein werden. Das ist schon heftig, finde ich... ---> HIER !

Morgen startet die Tour de France, und diesmal machen nur katholische Priester mit!

Nee, Sie werden jetzt nicht ganz übel verschaukelt: Es gibt sie tatsächlich, die "Tour de France der Priester", und am 30. April ist es wieder so weit:
Dann startet die 16. Radrund-
fahrt dieser Art mit ca. 60 Priestern. Lesen Sie, was "kathpress" darüber zu berichten weiß... ---> HIER !
Dann passt mal bloß auf, Jungs, dass ihr dabei nicht vom rechten Weg abkommt...!

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                          Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !


Dienstag, 28. April 2015

Das Schweizer Ei des Kolumbus: Pfarrer Bucheli und Bischof Huonder haben sich nach Lesben-Segnung überraschend geeinigt

Die trauungsähnliche Segnung eines lesbischen Paares durch den beliebten Pfarrer von Bürg-
len/Schweiz hatte vor ein paar Monaten hohe Wellen geschla-
gen. Der zuständige Bischof Huonder wollte Pfarrer Wendelin Bucheli versetzen und geriet dabei selbst heftig unter Beschuss.
Zur Erinnerung schaue man z.B. meine Artikel
---> HIER und HIER !
Eine völlig verfahrene Situation, wie es scheint, aus der es ohne vollstän-
dige Kapitulation einer der beiden Parteien sicher kein Entkommen gibt - so schien es jedenfalls.
Doch wer hat die naheliegendste Streitschlichtung erfunden? - Na klar,
die Schweizer!
Nach etlichen internen Gesprächen ist das Ei des Kolumbus nun gefunden: Der Pfarrer darf bleiben, aber er verspricht, keine Homosexuellen mehr zu segnen, auch nicht heimlich. 

Mit einer großen Portion guten Willen geht es also auch ohne "Krieg"...  Man lese und staune, was die Meldungen von heute fast Sensationelles verkünden, ---> HIER und HIER !

Der Kater von Papst Benedikt, die "BILD"-Zeitung und eine ziemlich lange Leitung...

Die Schreiber der "BILD"-Zeitung gehören gewöhnlich zur schnellen Truppe. Nicht ohne Grund heißt es im Volks-
mund "BILD sprach als erstes mit der Leiche", siehe z.B.
---> HIER !

Wenn das zutrifft, was der "Bayerische Rundfunk" heute berichtet, dann hat die "BILD"-Zeitung auch schon
mal eine extrem lange Leitung. Um genauer zu sein: Zweieinhalb Jahre...!
Es geht um Kater "Chico", den Kater des emeritierten Papstes Benedikt XVI. - Der ist nach Recherchen des Fernsehens bereits vor zweieinhalb Jahren gestorben und wurde im Garten begraben. ---> HIER !

Ob die "BILD"-Zeitung das ganz aus Versehen und rein zufällig nicht mitgekriegt hat? - Jedenfalls konnte man dort gestern die doch etwas verspätete Todesnachricht lesen. ---> HIER !
Wer hat uns denn nun einen Bären aufgebunden? "BILD" oder "BR"?
Vielleicht könnte Kurienerzbischof Gänswein jetzt weiterhelfen. Wir brauchen dringend ein Interview über Papst Benedikt und seine Katze...!
Bekanntlich ist Papst Benedikt Katzenfan ---> HIER !

Heftige Attacke "Billiger geht's nimmer, Franziskus!" wegen Klimakonferenz des Vatikans im Blog von "DIE WELT"

Im Juni soll sie nun also definitiv das Licht der Öffentlich-
keit erblicken, die lange angekündigte und mit Spannung erwartete Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus.
Dies erklärte der Papst heute auch gegenüber UNO-
Generalsekretär Ban Ki-Moon, der heute beim Papst zu Besuch war.
Beide eröffneten zusammen die eintägige Umwelt-Konferenz des Vatikans, siehe z.B. ---> HIER und HIER !
Man darf getrost davon ausgehen, dass es sofort bei Veröffentlichung der Enzyklika eine heftige Auseinandersetzung pro und contra in den Medien geben wird. Schon bei diversen kritischen Äußerungen gegenüber den Prioritäten der Wirtschaft gab es auch deutliche Gegenstimmen, denen
der Papst z.T. auch mit einseitigen Erklärungen eine Steilvorlage geliefert hatte, siehe z.B. meine Artikel ---> HIER und HIER !
Gerade in der Umweltpolitik prallen die Meinungen fast unversöhnlich aufeinander. Es gibt Gutachten und Gegengutachten, es gibt Berechnungen und Gegenberechnungen.
Da wundert es mich auch nicht, dass jetzt schon verbal auf den Papst ge-
zielt wird. So schrieb in einem Blog der "WELT" der in Umweltfragen engagierte Journalist Ulli Kulke gestern ganz drastisch:  "Billiger geht's nimmer, Franziskus!" ---> HIER !
In seinem Artikel verweist er dann per Linktipps auf weitere Informations-
quellen, die ahnen lassen, wie konträr Umweltfragen und insbesondere die Frage nach den Ursachen diskutiert werden. Papst Franziskus wird mit sei-
ner Enzyklika also üppig vermintes Gelände betreten. Wenn das daneben gehen sollte, wäre das für sein Image vor Beginn der Synode nicht gerade von Vorteil...

Bitte nicht drängeln, jeder darf sich doch gleich die konsekrierte Hostie nehmen!

Während Sie das lesen, hat sich mein Blutdruck längst wieder gesenkt und ich bin wahrscheinlich im Garten, um unter anderem eine Riesenportion Bärlauch zu ernten. Das gibt morgen ein leckeres Süppchen, und außerdem zum Einfrieren etliche Portionen köst-
lich-aromatische Bärlauch-Butter. *)
Aber Sie kriegen ja auch was:
Ein paar Fundstücke aus dem Inter-
net, beginnend mit dem Selbstbedie-
nungsservice beim Kommunion"emp-
fang"...
---> HIER !
Wenn alle Kommunionkinder mithel-
fen, wird es so richtig gruppendyna-
misch
---> HIER !
Pausengerecht gekleidet vor dem Altar rumlümmeln... ---> HIER !

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So, und jetzt noch ein Tänzchen, wobei man sofort bemerkt, dass dies nicht katholisch ist... 
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                      Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

:
*)   Ab und zu streue ich schon mal was Privates ein, um meine geschätzten Leserinnen und Leser daran zu erinnern, dass hier keine Profi-Redaktion arbeitet, sondern ein einzelner Hobby-Blogger, für den es auch ein (sehr wichtiges!) Leben außerhalb des Internets gibt. 

Reform des Arbeitsrechts: Eine seltsame Presse-Erklärung der Bischofskonferenz von gestern...

Die deutschen Bischöfe hatten im vorigen Jahr groß angekün-
digt, "spätestens bis zum 27. April 2015 eine abschließen-
de Formulierung
vorzu-
legen"
. Dementsprechend ge-
spannt war man, als die ent-
sprechenden Sitzungen jetzt anstanden, siehe z.B. meinen gestrigen Artikel ---> HIER !
Man hat da allerdings nicht Wort gehalten, denn die abschließende For-
mulierung liegt immer noch nicht vor. Der Sprecher der Bischofskonferenz, Matthias Kopp, gab gestern eine erstaunliche und auch erstaunlich kurze Erklärung an die Medien: Es sei eine Entscheidung mit Zwei-Drittel-Mehr-
heit gefallen, erfährt man da, aber nicht, wofür oder wogegen.
Man müsse noch einige "Modi" in den Text einarbeiten, den es dann aber in ein paar Tagen geben werde... ---> HIER !
Doch trotz dieser seltsamen Geheimniskrämerei über einen unfertigen Be-
schluss, der zwar gilt, aber dann doch in den Feinheiten noch nicht fertig ist, wissen einige Medien schon mehr. So berichtete z.B. das Kölner "domradio" heute früh unter Bezug auf eine Meldung von KNA, dass
die Bischöfe für eine Liberalisierung gestimmt hätten, als Ergebnis von Beratungen, die schon seit Jahren laufen, z.T. in einer extra eingerichteten Arbeitsgruppe. ---> HIER !
Mit anderen Worten: In Kürze können wir (und die Bischöfe...) amtlich nachlesen, was sie im einzelnen beschlossen haben. Dieses merkwürdige Procedere deutet darauf hin, dass es trotz der langen Vorarbeit noch einige Haken und Ösen gab, an denen sich die Diskussion verhedderte. So harmo-
nisch, wie die Betonung der Zwei-Drittel-Mehrheit es signalisieren soll, war das Ganze also eher nicht...


Synoden-Strategien? -- Papst Franziskus empfängt viele afrikanische Bischöfe und Kardinal Kasper wird etwas leiser...

Das fällt schon auf, und es muss nicht unbedingt ein "Zufall" sein:
In den letzten Wochen gab es eine ganze Reihe von Treffen verschie-
dener afrikanischer Bischofs-
konferenzen mit Papst Franziskus. Ob es ihm darum geht, diese mit solchen Sympathie-Gesten mehr
an seine Reform-Linie zu binden, wenn demnächst die Synode ansteht?
Drei Video-Beispiele solcher
Treffen gibt's
---> HIER und
HIER und hier:

>
                            Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

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Bekanntlich gab es im vergangenen Jahr einige Auseinandersetzungen, insbesondere auch mit Kardinal Kasper. Erst kürzlich musste dieser mal wieder von einem afrikanischen Kollegen öffentliche Kritik einstecken, siehe ---> HIER !
Wir erinnern uns an sein Afrika-Nicht-Interview, das nicht bei jedem gut angekommen ist, siehe ---> HIER und HIER !
Ist es ein Zeichen eines Strategie-Wechsels (verbale Umarmung statt Kon-
frontation), dass auch Kardinal Kasper jetzt leisere, fast selbstkritische Töne anschlägt?
In einem (italienischen) Interview mit der vatikan-nahen Nachrichtenseite "Aleteia" schlug der Kardinal gemäßigte Töne an, um nicht zu sagen: er buk erkennbar kleinere Brötchen. So erfährt der Leser, dass Kasper jetzt einräumt, dass seine Ansichten nicht von allen geteilt würden. Niemand wisse, wie die Synode im Oktober ausgehen werde, aber er hoffe doch,
dass "wir einen Konsens finden".
Liest man das Interview, kann man den ja nicht falschen Eindruck gewin-
nen, er wolle betonen, dass die Synode ja sowieso lediglich Grundsätzliches beschließen könne und dass es dann Sache der örtlichen Bischofskonferen-
zen sein werde, mit Rücksicht auf die spezielle kulturelle Situation Einzel-
vorschriften zu erlassen.

Mit anderen Worten könnte sein neues Signal sein: Wir können getrost
bei der Synode den Kompromiss ansteuern, denn in der Praxis werden die Bischöfe vor Ort danach das Sagen haben, was pastoral geschieht und was nicht... ---> HIER !
Soll damit die Bedeutung der Synode etwas relativiert werden, und wenn ja, warum?

Peinlichkeit bei KZ-Gedenkfeier: Porzellan für die Promis, Plastikteller für KZ-Überlebende...

Da fehlen einem fast die Worte: Wie verschie-
dene Medien meldeten, wurden bei einer KZ-
Gedenkfeier die Promis fein bewirtet mit Ge-
schirr aus Porzellan, die vermeintlichen Haupt-
personen, einige KZ-Überlebende, bekamen ihr Essen im Plastikgeschirr.
Freiwillige Helfer informierten die Presse, weil sie das beschämend fanden. Kritiker äußerten den Verdacht, dass die ehemaligen Häftlinge
nur eine mediengerechte Kulisse für die Politik-Inszenierung abgaben... ---> HIER !

Vielleicht wäre hier im Nachhinein auch einmal ein Wort unseres Bundespräsidenten angebracht.

Papst mahnt bei Priesterweihe: Selbstgefällige Priester sind wie ein Pfau...!

Bei der Priesterweihe am vergangenen Sonntag gab Papst Franziskus den Neu-
priestern einige Ratschläge mit auf den Weg. Dazu gehörte, die Heilige Messe "nicht eilig" zu feiern, glaubwürdig zu predigen und sich nicht selbstgefällig aufzuspielen wie ein Pfau. Es lohnt, darüber nachzudenken, auch ange-
sichts der "eiligen" statt "Heiligen" Messen, die man mancherorts erlebt.
Aus einer Info eines Bloggerkollegen ist mir als derzeitiger trauriger Rekord in Deutsch-
land eine Heilige Messe von 21 Minuten Dauer bekannt...
Artikel bei "Radio Vatikan" ---> HIER !

         Eindrucksvolles Video von "Catholic News Service:.

>                          Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !


Montag, 27. April 2015

Gerade wird mal wieder über die Familiensynode spekuliert: Kippt die Stimmung, auch bei Papst Franziskus?

Berücksichtigt man die Sommerpause, dann sind es
in der Tat ja nur noch wenige Wochen bis zu dem mit größter Spannung erwarteten Ereignis: Im Oktober tagt die weltweite Bischofssynode wieder zum Thema Familie; diesmal mit einem beabsichtigten abschlies-
senden Statement und einer daraus wohl resultierenden verbindlichen Erklärung des Papstes.
Kein Wunder also, dass das Thema sich langsam aber sicher immer mehr in den Mittelpunkt schiebt. Es geht immerhin um nicht mehr oder weniger als einen Reformschub oder (wie befürchtet bzw. erhofft) um einen zumin-
dest pastoralen Richtungswechsel in einigen Fragen wie z.B. dem Umgang mit wiederverheiratet Geschiedenen und Homosexuellen.
Gerade heute erschienen im Internet zwei Beiträge von deutschen Insidern und Beobachtern, die man aufmerksam zur Kenntnis nehmen sollte.
Der erfahrene ZDF-Vatikan-Korrespondent Jürgen Erbacher spürt im aktuellen Beitrag für sein Blog "Papstgeflüster", dass sich jetzt alle eifrig "warmlaufen". Wörtlich: "Einige Beobachter wollen sogar einen Meinungs-
umschwung bei Papst Franziskus ausgemacht haben"
, und Erbacher fragt deshalb: "Ändert der Papst seine Meinung?"
Dann schildert er, wie sehr man im Vatikan nun bei der Vorbereitung dabei ist, alles so zu präsentieren, dass man bei den Abstimmungen klare Mehr-
heiten bekommt. "Die Synode ist aktuell noch nicht gescheitert", meint Erbacher... ---> HIER !
Gerade heute meldet sich auch Pater Hagenkord von "Radio Vatikan" in seinem Blog "Laudetur Jesus Christus" mehr indirekt zum Thema zu Wort.
Es geht vor allem um die Kirche in Deutschland, um deren Einfluss und um deren Zustand. Wenn z.B. laut der neuesten Umfrage mehr als die Hälfte der deutschen Priester nicht täglich bete, dann sähen manche Beobachter darin eine geistlich schwache Kirche. Ob die in der Weltkirche wirklich maßgeblich mitreden will? - Der Blick auf die Realitäten könne schmerz-
haft sein, meint er... ---> HIER !