Mittwoch, 30. September 2015

Abgespeckt: Medial gibt es in Deutschland jetzt nur noch einen einzigen Islam-Experten...

Monopol nennt man sowas. Eigentlich ist er Politologe und nicht Theologe. Aber er ist derzeit in fast allen deutschen Medien der Liebling: Hamed Abdel-Samad kritisiert in seinem neuen Buch "Mohammed: Eine Abrechung", wie der Titel unschwer vermu-
ten lässt, den islamischen Propheten.
Dieser sei Vorbild für Terroristen, sei ein Paranoiker und ein Tyrann gewesen. Süchtig nach Macht und Anerkennung, habe er über 80 Kriege geführt. Seine Anhänger habe er "auf Schritt und Tritt" kontrolliert, um diese bis in den Schlaf hinein zu beherrschen.
Auch das Gebet hatte nur eine auf ihn selbst bezogene Funktion, meint der Autor: "Fünfmal am Tag versammelte er sie zum Beten, um sich ihrer Treue zu versichern".  Er sei kritikunfähig gewe-
sen, habe Allmachtsphantasien gehabt, und mit Frauen sei er umgegangen "wie mit Gegenständen, die man nach Belieben sammeln konnte".
Mit mehreren Dutzend Frauen sei er verheiratet oder verlobt gewesen, die jüngste gerade mal sechs Jahre alt. - So nachzulesen z.B. in einem Buch-
auszug in der "ZEIT", pdf-Datei ---> HIER !
Man könnte jetzt dutzendweise die Medien aufzählen, die seine Abrech-
nung gerne aufgreifen und für eine tüchtige Steigerung der Buch-Verkaufs-
zahlen sorgen. Ob er noch den Überblick behält, wem er inzwischen ein Interview gegeben hat und wem noch nicht?
Ich beschränke mich auf wenige Beispiele, z.T. auch Videos, und zwar
---> HIER
und HIER und HIER und HIER !

Klar, alle sind schwer begeistert, das kommt in der derzeitigen politischen Gemengelage gerade recht. Ich habe das Buch nicht gelesen und werde es auch nicht tun, deshalb halte ich mich mit einer Meinung über seine Aus-
sagen zurück. Mir fällt allerdings auf, dass einer ganz aus der Reihe tanzt, und zwar "DER SPIEGEL": Dort gibt es zur Abwechslung eher nach-
denkliche Töne.
Was der Buchautor da mache, das sei "Religionskritik nach Pegida-Art", erfährt man schon in der Überschrift. Kernaussage des "SPIEGELS": Hamed Abdel-Samad sucht sich aus den Quellen das heraus, "was ihm passt, und was ihm nicht passt, das verwirft er". Recht interessant zu lesen... ---> HIER !

Kardinal Sarah vor der Synode: Kommunion für Wiederverheiratete ist Verrat am Evangelium!

Na, wie das sich derzeit entwickelt, könnte ich alle paar Stunden was bloggen über die neuesten Interviews und Er-
klärungen von Teilnehmern
der kommenden Synode, und danach dann wahrscheinlich die Deutungen von Experten dazu. Ich fürchte, ich werde mich da auf eine Auswahl be-
schränken müssen.
Jetzt ist erst mal Kardinal Sarah dran, immerhin Präfekt der vatikanischen Gottesdienstkongregation und in den letzten Monaten oft zitiert, auch we-
gen seines neuen Buches "Gott oder nichts". Immerhin wird er heute von "Radio Vatikan" eines Artikels gewürdigt, weil in der Zeitung "La Repub-
blica"
heute ein Interview mit ihm abgedruckt ist. Kernaussage: Die von Reformern irgendwie-dann-doch-Kommunion von wiederverheiratet Ge-
schiedenen verrät das Evangelium!  ---> HIER !

Erst vor einigen Wochen hatte er gewarnt, die Eucharistie sei doch "kein Essen mit Freunden", sondern "ein heiliges Mysterium". ---> HIER !
Na, wie das jetzt aussieht, ist Kardinal Kasper zwar Kardinal Burke los, doch Kardinal Sarah spielt als vollwertiger Ersatzspieler auf. Und mit
Kritik an afrikanischen Bischöfen wird Kasper sich diesmal vermutlich etwas mehr zurückhalten, nachdem das letztes Jahr medial ziemlich in
die Hose ging...

Der nächste Synoden-Alarm ist ausgelöst: Kritiker befürchten neue Verfahrens-Tricks

Es wird Zeit, die Fieberthermometer auszupacken: Die Temperatur vor der am Sonntag beginnenden Synode steigt schon deutlich an.
Heute verbreitet sich im Internet die Nachricht, dass einige Vatikankenner erfahren haben wollen, es werde sei-
tens des Synoden-Sekretariates in letzter Minute noch an den Verfah-
rensregeln herumgeschraubt.
Edward Pentin, kein Unbekannter
in Sachen Vatikan-Kritik, will wissen, dass noch zwei Tage vor Beginn bis-
lang nicht öffentlich bekannte Ände-
rungen eingebaut werden. Kritiker befürchten nun, dass damit "einzelne Stimmen weniger gehört" werden. So werde die Zeit für Redebeiträge von vier auf drei Minuten je Synodenteilnehmer gekürzt.
Na, da kann ja wieder prächtig herumspekuliert werden...!

Man lese den Bericht bei "CNA" ---> HIER !

Prof. Dr. Karl Wallner: "Ehe und Familie im Licht der Bibel" - das passt zur Synode...!

Im Jahre 2003 hat der Zisterzienserpater Prof. Dr. Karl Wallner aus dem Stift Heiligenkreuz auf einem Sym-
posion einen kleinen Vortrag über "Ehe und Familie im Licht der Bibel" gehalten. Der scheint mir ziemlich aktuell zu sein.
Recht hat er: Die Bibel und damit die katholische Ehelehre ist eine Provokation. Sie passt nicht in eine "moderne" Welt, die vor lauter (angeblicher) Toleranz scheinbar überquillt und die in Wirklichkeit nichts so sehr hasst wie gläubige Men-
schen, die das Toleranz-Spielchen nicht mitmachen, sondern für sich entschieden haben: Da geht's lang! Das hat Jesus Christus gesagt, und daran halten wir uns...!

Der Vortrag scheint mir sogar für Bischöfe und Redakteure katholischer Seiten geeignet zu sein... ---> HIER !

Tendenz eher lustlos -- Die "Katholischen Frauenpriesterinnen" sind in den USA aber weiter aktiv...

Beim Papstbesuch
in den USA gab es vereinzelt auch Bilder zu sehen mit den sogenannten Frauen-
priesterinnen, ihre Spruchbänder hoch-
haltend. Ein Zusam-
mentreffen mit Papst Franziskus gab es aber nicht. 

Ab und zu berichte ich über Neues aus dem Lande der sogenannten "catholic women priests". Hin und wieder wird mir dann aber als Reaktion  zumeist von anonymen Heckenschützen vorgeworfen, mit solchen Artikeln wollte ich die religiösen Gefühle anderer "Katholiken" verletzen. Das ist nicht meine Absicht; mir geht es um das warnende Beispiel, um zu zeigen, wohin die Reise geht, wenn man sein eigenes Süppchen kocht.
Die nach eigener Einschätzung katholischen Priesterinnen, die vor allem in den USA aktiv sind, wurden übrigens am 29. Mai 2008 von Papst Benedikt per Dekret allesamt exkommuniziert, alle Forderungen zur Rücknahme dieser Entscheidung wurden vom Vatikan zu Recht ignoriert. 

Deren Gemeinden in den USA wursteln jedenfalls seit Jahr und Tag halb-
wegs munter weiter vor sich hin; mehr als exkommunizieren kann der Vatikan nun mal nicht. Wer sich sich das nachfolgende Video betrachtet, kann aber selbst seine Schlüsse ziehen bezüglich der Altersstruktur und
der Zahl der Gottesdienstteilnehmer.
Gott bewahre uns davor, dass uns das hierzulande auch bevorsteht...

.

                                   Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

Bridget Mary Meehan ist als "Bischöfin" in jener Szene fast allgegen-
wärtig und die treibende Kraft. Auf ihrem Blog berichtet sie in Wort und Bild über Neuigkeiten. Wer im verlinkten Beitrag auf die beiden Fotos klickt, bekommt auch einen aufschlussreichen Eindruck... ---> HIER

"Fataler Fehler": Die Kirchenzeitung des Bistums Münster hat in einem Rätsel "NEGER" geschrieben !!! - Bischof sollte zurücktreten!

Man kann als Kirchenzeitung und ganz allemein auch Fehler machen. Wir alle sind  nur Menschen, die nicht immer so ganz genau aufpassen. Wenn auf offiziellen katholischen Seiten schon mal recht Seltsames über Papst und Glaubensinhalte steht, naja. Daran hat man sich inzwischen längst gewöhnt.
Aber wenn in einer Kirchenzeitung wie  "Kirche * Leben" des Bistums Münster in einem Kreuzworträtsel üblerweise nach einer "Menschen-
rasse"
gefragt wird und dann fataler-
weise das Lösungswort auch noch "NEGER" heißt, dann ist die Hölle los: Sofort stürzen sich Fernsehen und Zeitungen darauf: Seht ihr, die Kirche, das sind auch Rassisten...! ---> HIER und HIER !
Aber bevor dieser größte mir bislang bekannte Kirchen-Skandal zum kom-
pletten Einsturz der römisch-katholischen Kirche führt, war man gottlob fix genug, sofort mit einer klaren Entschuldigung zu reagieren: "Das war ein fataler Fehler. Wir bedauern diesen Vorgang zutiefst und entschuldigen uns mit Nachdruck für diese diskriminierende Wortwahl, die allem wider-
spricht, wofür "Kirche+Leben" steht, nämlich für die Grundsätze des christlichen Menschenbildes, demzufolge jeder Mensch von Gott mit un-
widerruflicher, unbestreitbarer und unverlierbarer Würde ausgestattet ist."
---> HIER !

Puuh, das war aber ganz, ganz knapp, liebe Leute!!!
Ich denke, wenn nun wenigstens noch schnell der Bischof ( ---> HIER !) zurücktritt, dann könnten wir mal ein Auge zudrücken und es ausnahms-
weise mal dabei bewenden lassen!

(Das meint - beinahe augenzwinkernd - der in seinen christlichen Grundfesten fast erschütterte Kreuzknappe...)

Dienstag, 29. September 2015

Muslime bedrohen Christen - Flüchtlinge besser nach Religionen getrennt unterbringen?

Die nächste Debatte bezüglich Flüchtlingen ist nicht neu; seit Monaten gibt es Stimmen, die eine nach Religionen getrennte Unterbringung vorschlagen. Jetzt aber, nachdem offenbar vermehrt Auseinandersetzun-
gen bekannt werden, gewinnt diese Diskussion an Fahrt. Sogar bei großen Medien wie "DIE WELT" und "DER SPIEGEL" hat das Thema jetzt Konjunktur. Frühere warnende Stimmen wurden journalistisch kaum wahrgenommen, vielleicht auch, um gewissen Leuten nicht noch weitere Nahrung zu bieten.

Doch die Auseinandersetzungen häufen sich, und sogar die Polizei hält es für angebracht, Flüchtlinge nach Religionszugehörigkeit zu trennen.
Dies käme besonders den Christen zugute, die in vielen Fällen die Bedroh-
ten sind. Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !
Ist das eine sinnvolle Maßnahme, oder ist das vor allem eine Kapitulation vor den Zuständen in einigen Unterkünften? - Heute hat übrigens sogar "katholisch.de" das Thema entdeckt; der Akzent des Artikels "Soll man, oder soll man nicht?" ist allerdings ein etwas anderer: Der CARITAS-Präsident Peter Neher ist der Auffassung, dass nicht die Religion oder die Nationalität ursächlich für solche Streitigkeiten ist, sondern die räum-
liche Enge, in der viele Menschen in den Heimen leben müssen. Das sorge für Aggressionen... ---> HIER !

Reich, reicher, am reichsten: Wie das Erzbistum Paderborn ungewollt in die Schlagzeilen geriet...

Über Geld redet man nicht, man hat es - oder auch nicht. Paderborn jedenfalls hat es, und zwar recht ordentlich.
Nun kam es also heraus: Nicht das seit Jahrzehnten unter Ver-
dacht stehende Erzbistum Köln ist das reichste im Lande, nein - ganz unauffällig haben sich die Paderborner an die Spitze gearbeitet. Immerhin vier Milliarden sind es geworden. ---> HIER und HIER !  -- Jetzt darf sie also mal wieder losgetreten wer-
den, die Diskussion über die reiche Kirche, die kaum noch damit nach-
kommt, all das Geld einzusacken.
Falls die Journalisten es noch nicht wissen: Die Kirche nimmt nicht nur Geld ein; sie gibt es auch aus. Man lese meinen Artikel ---> HIER !

Heute Fest der Erzengel Hl. Michael, Hl. Gabriel, Hl. Raphael...

Das wollen wir doch bitte nicht vergessen über all dem tagesaktuellen Getöse:  Man lese, mit Schwerpunkt hl. Michael ---> HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER !
"Lobt den Herrn, ihr, seine Engel, ihr starken Helden, die seine Befehle vollstrecken, seinen Worten gehorsam."  (Eröffnungsvers)

Überdenken der Unauflösbarkeit der Ehe gefordert - 50 Reformbewegungen wollen Umdenken in Synode erreichen

In der Zielgeraden vor der Eröffnung der Synode wird gerade ein wenig geschubst und gedrängelt mit der Herausgabe von Büchern, Appellen, Unterschriftenlisten, Umfragen und Pres-
seartikeln mit voraus-
gesagten Bedro-
hungsszenarien für die Synode und den Papst. Über einige habe ich in den vergangenen Tagen ja schon berichtet. Heute im Angebot: 50 Reformbewegungen (der Link verrät, wer dazu gehört) aus aller Welt fordern Papst und Synodenteilnehmer auf, "für eine stärkere Rückbindung der kirchlichen Lehre an das Evangelium" einzu-
treten. Dazu gehört auch die Forderung nach einem "Überdenken des tra-
ditionellen Verständnisses der Unauflöslichkeit der Ehe"
- Ich staune ge-
rade ein wenig... ---> HIER !
Beinahe katholische Weltuntergangsstimmung skizziert gerade ein langer Artikel in der "WELT" unter der viel versprechenden Schlagzeile: "Macht-
kampf um die Sexualethik droht zu eskalieren"
. - Lucas Wiegelmann, stell-
vertretender Ressortleiter "Feuilleton", holt weit aus: Der Papst "muss zu-
sehen, wie die Auseinandersetzung zwischen Reformern und Konservati-
ven die Kirche zu spalten droht"
. - Besser hätte es die "BILD"-Zeitung auch nicht schreiben können... ---> HIER !
Ja, glaubt denn jemand (außer manchen deutschen Bischöfen und Journa-
listen, ich weiß), Papst Franziskus ließe sich auf dem Kopf herumtanzen? - Nur mal angenommen, da liefe etwas aus dem Ruder - die Synode kann sich den offenen Bruch gar nicht leisten. Und am Schluss spricht der Papst ohnehin ein Machtwort, da kann die Synode empfehlen, was sie will.

Also meine Empfehlung: Das Hyperventilieren ( ---> HIER !) wieder einstellen und ein bisschen mehr Gebet und Gottvertrauen!

Medien sind sich uneinig: Flüchtlinge klauen Supermarkt leer - oder auch nicht...

"Klare Kante gegen Gerüchte", liest man aktuell im "FOCUS": Dort nimmt der Leiter des EDEKA-Marktes aus Fried-
berg in Bayern erfreulich un-
missverständlich Stellung zu allerlei Gerüchten, die man auf bestimmten Internetseiten im-
mer wieder lesen kann.
Man lese, was er dazu schreibt. Zusammenfassend kann man sagen: Alles nur Märchen, was da verbreitet wird; er erlebt die Asylbewerber im Gegenteil als besonders freundliche Menschen ---> HIER !
Das freut mich!  Allerdings sollte man den Artikel im "FOCUS", der wohl suggerieren soll, dass alle solche Diebstahls-Behauptungen dummes Zeug sind, besser nicht verallgemeinern. Ohne Mühe findet man im Internet auch anderslautende Berichte, die übrigens nicht auf irgendwelchen Hetz-
seiten stehen. Man schaue z.B. mal HIER (pdf) und HIER !
Recht gut bringt es ein Artikel auf "schwäbische.de" auf den Punkt, finde ich: Es gibt nämlich sowohl bei den Flüchtlingen als auch bei den Geschäftsleuten solche und solche!
Die Einzelhändler machten "unterschiedliche Erfahrungen", heißt es schon in der Schlagzeile. Und so wird es im Artikel denn auch gut erläutert: Einerseits wird eingeräumt, dass die Zahl der Diebstähle auffallend gestie-
gen ist, einige Händler sehen aber auch keine Probleme und wollen ihr Warenangebot noch mehr auf die Bedürfnisse der Flüchtlinge ausrichten... ---> HIER !

Interpretations-Akrobatik: Papst Franziskus stellt sich hinter US-Standesbeamtin Kim Davis

Mit Papst-Interviews ist das immer so eine Sache. Aus ungenauen, unvollständigen Formulierungen kann man manches herauslesen und -deuten. So auch die fliegende Pressekonferenz auf dem Rückflug aus den USA nach Rom.
Einige Medien wissen es ganz genau: Papst Franziskus stellt sich hinter Kim Davis! - Für weniger Infor-
mierte finden Sie meine früheren Artikel und interessante Leserzuschriften über die Standes-
beamtin ---> HIER und HIER !
Nun wurde der Papst auch von einem Journalisten gefragt, ob er "diese Art" von Ansprüchen der Gewissensfreiheit unterstütze. Gestern verwies ich schon auf "kathpress", wo man die Zusammenfassung nachlesen kann. ---> HIER !
Schaut man dagegen auf die englische wörtliche Zusammenfassung, wird schnell klar, dass die päpstliche Rückendeckung für Kim Davis nicht so weitreichend ist, wie man das gerne ausdeutet.

Terry Moran von "ABC News" hatte den Papst auf den Fall angespro-
chen und wollte wissen, ob der Papst auch Regierungsbeamten so viel Ge-
wissensfreiheit zubillige, keine Heiratsurkunden an gleichgeschlechtliche Paare auszustellen.
Der Papst antwortete zuerst ausholend und ausweichend und verwies auf die Gewissensentscheidung zur Kriegsdienstverweigerung; das sei ein Menschenrecht. Die Gewissensentscheidung sei zu achten, von jedem Ge-
richt anzuerkennen.
Der Journalist ließ nicht locker und hakte nach, ob das also auch auf Regierungsbeamte zuträfe. Der Papst kurz und knapp: "Es ist ein Men-
schenrecht, und wenn ein Regierungsbeamter ein Mensch ist, dann hat auch er dieses Menschenrecht"
.  

Das war's auch schon! - Also kein Eingehen des Papstes auf die Fein-
heiten dieses Falles, sondern nur die prinzipielle Aussage: Ja, auch einem Reigerungsbeamten muss man das Recht auf eine Gewissensentscheidung zubilligen!
Die Aussage des Papstes ist also klar überinterpretiert, wenn man ihm damit quasi unterstellt, er würde beispielsweise etwa die Anweisungen von Kim Davis an ihre Mitarbeiter gutheißen, die Ausstellung der Urkunden weiter mehr oder weniger zu sabotieren.

Montag, 28. September 2015

Osnabrücker Bischof Bode: Papst Franziskus soll was anderes über Ehe und Familie sagen...!

Im Gespräch mit der Presse erklärte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode,
er hoffe, dass Papst Franziskus "am Ende der Synode nicht dasselbe zu Ehe und Familie sagen wird, was wir als katho-
lische Kirche immer gesagt haben"
. ---> HIER !
Pardon, aber das ist ein Satz, den man so oder so interpre-
tieren kann. Soll die katholische Ehelehre über Bord geworfen werden?
Soll die Ehe nicht mehr lebenslang gelten? - Das kann er doch hoffentlich nicht gemeint haben!
So ganz sicher scheint er sich nicht zu sein, was er von der Auseinander-
setzung während der Synode halten soll: Während er bei "katholisch.de" heute mit Riesen-Überschrift fast dramatisch erklärt, er "hoffe sehr, dass die Diskussion auf der Synode nicht zu einer Spaltung führt", erklärt er im Gespräch mit den "Steyler Missionaren" auf die Frage, ob die Synode auch scheitern könne: "
Im Sinne, dass alles auseinanderbricht? Das denke ich nicht. Alle sind doch sehr bemüht, im Dialog zu bleiben und einen Weg nach vorn zu gehen..." 
Na wat denn nu, Herr Bischof?
Die Artikel dazu gibt's ---> HIER und HIER !

Papst Franziskus kritisiert die Verengung der Debatte auf wiederverheiratet Geschiedene...

Inzwischen liegt eine komplette Fassung der fliegenden Presse-
konferenz mit Papst Franziskus vor (in englischer Sprache ---> HIER !), aber jetzt auch eine ausführliche Zusammenfas-
sung. Daraus wird unter ande-
rem deutlich, dass der Papst
die öffentliche Verengung der Debatte auf wiederverheiratet Geschiedene sehr bedauert. "Dies erscheine ihm zu vereinfachend und 'keine Lösung'", wird er im Artikel der österreichischen Nachrichtenagen-
tur "kathpress" zitiert ---> HIER !
Unzufrieden ist er auch mit der üblichen Art der Ehevorbereitung.
Auf das Priesteramt bereite man sich acht Jahre lang vor, und "für die lebenslange Ehe gerade mal vier Kursabende... Da stimmt etwas nicht". Dies sei auch Thema der nächsten Sonntag beginnenden Familien-
synode
.
Womit mal wieder deutlich wird, dass es bei den vielbeschworenen Realitäten, die die Kirche zur Kenntnis nehmen soll und sich mit ihnen irgendwie arrangieren soll, auch die umgekehrte Denkweise gibt:
Wie wäre es denn, ganz im Sinne des Papstes, wenn die Realität einer miserablen Ehevorbereitung so verbessert würde, dass die Partner auch wirklich wissen, was sie tun, wenn sie eine katholische Ehe eingehen?!
Das würde dann auch die Zahl wiederverheiratet Geschiedenen und der Ehenichtigkeitsverfahren reduzieren helfen...

Fliegende Pressekonferenz von Papst Franziskus: Keine Frauen im Priesteramt!

In einer kurzen Zusammenfassung der "fliegenden Pressekonferenz" auf dem Rückflug nach Rom weist "Radio Vatikan" darauf hin, dass auch diesmal wie üblich neben Aktuellem die "Klassiker" mal wieder zu den Fragen der Journalisten gehörten. Und Papst Franziskus hat demnach auch mit einem Klassiker geantwortet: Die Frage des Frauenpriestertums von Johannes Paul. II "nach langem und intensiven Nachdenken" klar ausgeschlossen worden.
Was er sonst noch sagte, gibt's im kurzen Überblick ---> HIER !

Kardinal Burke bekommt von Papst Franziskus einen neuen Job...

Kardinal Burke, bei der Synode 2014 einer der Hauptgegner der Reformer (und 2015 nicht mehr auf der Liste der Synodenteil-
nehmer), wurde bekanntlich aus der römischen Machtzen-
trale entfernt.
Auf eigenen Wunsch, wie der Papst den empörten Kritikern erklärte. Man lese zur Erinne-
rung
---> HIER und HIER !  -  Bei "katholisch.de" scheint Kardinal Burke immer noch nicht sonderlich beliebt zu sein. Vokabeln wie "kom-
promisslos"
und "Hardliner" findet man dort über ihn. ---> HIER !
Bei einigen Gelegenheiten sah man die beiden schon in freundlichem Smalltalk miteinander, und nun erfahren wir, dass Papst Franziskus ihm einen weiteren, neuen Job aufgetragen hat. Kardinal Burke wird Mitglied der Kongregation für Heiligsprechungen. ---> HIER !

Legen Sie Vorräte an: Ab 2016 gibt's angeblich Schweinefleisch-Verbot in Deutschland...!

Es wird extra betont, dass es sich bei dem Schreiber um einen "Berufsjournalisten" handelt. Das macht den Text allerdings nicht besser. Mir liegt bekanntlich der rheinische Humor in den Genen - manche Leser leiden darunter... :-) , aber da finde ich gerade die Stelle zum Lachen nicht:
Im Blog "Conservo" kommt gastweise öfter mal Thomas Böhm zu Wort. Heute sieht er die deutschen Schweineschnitzel existentiell bedroht.
Nein, um meine provozierende Überschrift sofort mal richtigzustellen: Er hat nicht be-
hauptet, es gäbe ab 2016 ein Schweinefleisch-Verbot. Aber laut seiner Schlagzeile ist er der felsenfesten Überzeugung: "Die Islamisierung Deutschlands wechselt auf die Überholspur". Und das bedeutet laut Thomas Böhm allen Ernstes: "Deutschland wird
in den nächsten fünf Jahren komplett islamisiert sein"
. Der christliche Steuerzahler werde "den Bau von mindestens 1000 neuer Moscheen finanzieren", und das finden dann selbstverständlich wiederum unsere Bischöfe toll, sagt Thomas Böhm hellseherisch. Für die Bischöfe hat er dann gleich auch eine reizende Wortwahl: "unsere geistlichkranken Kirchenfürsten"...
Doch dann kommt er endlich zu den Schnitzeln, zugegebenermaßen ein lecker-wichtiges Thema auch für mich:
"Das Schweinefleisch wird aus den Auslagen der Geschäfte und Supermärkte verschwinden, so schnell können wir gar nicht das „Vater unser“ herunterbeten".
Doch auch um unseren Nachwuchs weiß Thomas Böhm definitiv Bescheid: "Unsere Kinder werden zwangsverheiratet und Ehebrecherinnen unter dem Jubel der grünen und linken Frauenrechtlerinnen gesteinigt".
Was soll man zu so etwas bloß sagen, ohne beleidigend zu wirken...?

Der Artikel bei "Conservo" ---> HIER !

Das Boot ist doch bald voll? - Bundespräsident Gauck: "Begrenzte Aufnahmefähigkeit..."

Ausgerechnet zur "Interkultu-
rellen Woche"
(---> HIER !) und ausgerechnet vom Bundes-
präsidenten eine Neu-Interpre-
tation des Asylrechtes, das in seinem Text tatsächlich keine Obergrenzen vorsieht?                 Etwas verwirrend ist es schon, auch für Medienvertreter. Zoff zwischen Angela Merkel und Joachim Gauck? - "Unerwartet deutliche Worte" sieht z.B. die "Tages-
schau"
in den Ausführungen des Bundespräsidenten zur Eröffnung der "Interkulturellen Woche". Die realen Möglichkeiten seien kleiner als die Welle des Mitgefühls, die es in Deutschland für die Flüchtlinge gebe. Zugleich habe Gauck die Deutschen "auf schwierige Zeiten" eingeschwo-
ren, berichten Medien. Man schaue ---> HIER und die Leserkommentare HIER !

Das wäre dann auch eine Frage an die katholische Kirche: Gibt es demnach doch ein Limit für christliche Nächstenliebe, und wenn ja, wie kann man es definieren?
Eine Internetseite kritisiert zum aktuellen Anlass jedenfalls schon mal das Bundespräsidialamt. Der komplette Text der Rede Gaucks unterliege dem Urheberrecht, wurde man von dort belehrt, daher dürfe seine Rede nur mit Genehmigung genutzt werden. - Ach du meine Güte, da zünden wir schnell mal eine Kerze an beim heiligen St. Bürokratius...! ---> HIER !

Sonntag, 27. September 2015

Der Countdown läuft: Nächsten Sonntag startet die mit Spannung erwartete Familiensynode!

Kinder, wie die Zeit vergeht!
Nur noch eine Woche, dann ist  - nein,
nicht Weihnachten !!! - der Beginn der dreiwöchigen Familiensynode im Vatikan. Diverses Getümmel gab es schon in den letz-
ten Wochen, bis hin zu mehr als 700.000 Unterschriften, in denen der Papst aufge-
rufen wird, treu zur katholischen Lehre
zu stehen. Fast 500 Priester aus England warnten ebenfalls vor einer verhängnisvollen Aufweichung.
Die Bücher sind inzwischen auch geschrieben und gedruckt, und nun geht's bei den Teil-
nehmern so allmählich daran, den Koffer zu packen. Na, das wird mal wieder eine Medienschlacht geben...!

.
Deutsche Fernsehjournalisten haben auch schon eine fest-
gelegte Meinung:

>                                Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

Frauen-Priesterinnen? - Null Chance, sagt auch der päpstliche Theologe Wojciech Giertych...

Der Theologe des Päpstlichen Hauses, Pater Wojciech Giertych, berät den Papst in theologischen Fragen und prüft z.B. Manuskripte des Papstes auf Korrektheit. Kürzlich äußerte auch er sich zum Thema Frauenpriester-
tum. Keine Chance, ist sein Signal. Manche wird's ärgern, die allermeisten aber kaum verwundern.

Man schaue die Videos ---> HIER und HIER !

"Erzbischof Heße unterstützt öffentlich den Islam und die aggressiven Aktivitäten..."

Um es gleich zu betonen: Auf diese Seite verlinke ich wirklich nicht! - Derzeit ist der Hamburger Erzbischof in die Schusslinie eines viel gelesenen rechten Internetportals geraten. Der Anlass: Erzbischof Heße, inzwischen auch Sonder-
beauftragter der deutschen Bischöfe für Flücht-
lingsfragen, hat in Hamburg auf der Homepage des Erzbistums zur Hilfe für Flüchtlinge aufgerufen. Dabei hat er ausdrücklich auch
um Spenden gebeten ---> HIER !
So etwas geht gewissen Herrschaften denn doch entschieden zu weit. Und so veröffentlicht man denn einen Artikel über ihn und seinen Spenden-
aufruf. Der steht ja nicht nur im Internet, son-
dern wurde auch gedruckt im Erzbistum verteilt, und zum Entsetzen des Schreibers war dem auch noch ein Überweisungsträger beigefügt.
Im schriftlichen Spendenaufruf des Erzbischofs gebe es, schildert der Schreiber in "pi-news", auch noch "ein stimmungsvolles Foto einer Flüchtlingsfrau, natürlich mit islamischer Kopfwindel".  Im Hintergrund sehe man weitere Frauen "mit der üblichen Hauttönung"

Damit es auch der allerletzte kapiert hat, worauf man hinaus will, heißt es abschließend: "Merke: Erzbischof Heße unterstützt öffentlich den Islam und die aggressiven Aktivitäten dieser 'Religion'".
Für den Fall, dass dies immer noch nicht deutlich genug war, fügt man dann auch noch zwei E-Mail-Adressen des Hamburger Erzbistums hinzu, für diejenigen, die Erzbischof Heße ihre "Meinung sagen" möchten...
Wie man sich fast schon denken kann, fallen der Großteil der Leserkom-
mentare unter jenem Artikel dementsprechend aus. Wenn ich das lese, komme ich aus dem Fremdschämen nicht mehr heraus.

O Schreck, lass nach! - Hardcore-Tradis entdecken bekannten Schwulen als Lektor in Papstmesse!

Bei der Papstmesse im New Yorker Madison Square Garden haben Tradis eine unerwünsch-
te Person entdeckt, den  öffent-
lich sehr aktiven und bekann-
ten homosexuellen TV-Jour-
nalisten Mo Rocca
.
Seine Auswahl war sicher nicht zufällig "passiert", und nun wird dementsprechend scharf geschossen. Text und Bilder ---> HIER, Video ---> HIER !
Ob diese strategische Entscheidung des Vorbereitungsteams mit dem Papst abgesprochen war? Eher nicht, vermute ich jetzt mal, aber man glaubte si-
cher, in seinem Sinne zu handeln. Möglicherweise wäre es klüger gewesen, dafür einen medial nicht so "vorbelasteten" Homosexuellen auszuwählen...
Zwei weniger aufgeregte amerikanische Medien dazu ---> HIER und HIER !

Ab November im Handel: Papst Franziskus als "Rockstar" - Viel Musik auch in Philadelphia...

Ab 27. November soll ein Musik-Album mit Papst Franziskus in den Handel kommen, von dem dann "ein Teil der Einnahmen" für Flüchtlinge ge-
spendet werden soll.
Das Projekt verbindet Texte des Papstes mit moderner Musik. Man lese ---> HIER und HIER !
Sehr musikalisch ging es gestern auch beim Weltfamilientreffen mit Papst Franziskus in Philadel-
phia zu. Man schaue die Videos
---> HIER und HIER und HIER !

Franziskus-Fieber: In den USA gibt es sogar Hunde als "Papst"...

Fangen wir den Blogger-Tag mit einem Schmunzeln an:
Die Amerikaner sind ja in manchen Dingen besonders heftig; man denke nur an
die oft extreme Weihnachts-Beleuchtung von Häusern und Grundstücken. Jetzt gilt gerade: Wenn schon Papst, dann aber richtig! - Und so sieht man dann sogar Hunde, die als "Papst" rumlaufen... ---> HIER !

Wer weiß es? Ist dieses freudige Papst-Foto eine Fälschung oder echt?
---> HIER !

Die Seite "Perlen des Lokaljournalismus" wirft regelmäßig ein Auge auf mehr oder weniger gelungene Schlagzeilen, wie z.B. diese ---> HIER !
Auch das fand man dort: Der Tod als "echter Glücksfall" ---> HIER !
Ein Internet-Magazin entwickelte Ideen für weitere päpstliche Kopfbe-
deckungen...
---> HIER !
Und zum guten Schluss noch etwas unterhaltsamen Sport. Man schaue
das kurze Video ---> HIER !

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Sonntag!       Ihr Kreuzknappe

Samstag, 26. September 2015

Nicht ein Tradi, sondern "Radio Vatikan" veröffentlicht ein fieses Papst-Foto...

          Direkt zu Predigt u. Linktipps für den 26. Sonntag B ---> HIER !
                   Direkt zu Materialien für Erntedank ---> HIER !
:
Das soll wohl witzig oder originell sein.
Für mich ist es eher geschmacklos. 

Das Foto, das "Radio Vatikan" heute von Papst Franziskus veröffentlicht hat, zeige ich hier nicht, und das nicht nur wegen der Bildrechte...
Wenn man aber meinem Link folgt, sieht man es schön groß über einem Artikel von "Radio Vatikan" ---> HIER !
Wenn das ein Blogger macht, der ja nicht das hochoffizielle Sprachrohr der katholischen Kirche und des Vatikans ist, kann man das sicher locker sehen. Vom wichtigsten Internet-Medium des Vatikans hätte ich sowas aber nicht erwartet. 
Das Foto findet sich auch an anderer Stelle im Internet, dort aber farblich abgeschwächt und übrigens auch mit einer anderen Angabe bezüglich der Bildrechte; zusätzlich ein interessanter Aspekt... ---> HIER !
Warum musste es ausgerechnet dieses Foto sein, von Dutzen-
den, die zur Verfügung standen?

Findet man es in der Redaktion von "Radio Vatikan" wirklich so toll, den Papst nicht nur von hinten zu zeigen, sondern auch noch mit knallroten Ohren und einem Strohhut als Gegenüber; eine Bildkomposition, die mei-
nes Erachtens einiges an Respekt dem Heiligen Vater gegenüber vermissen lässt. Ich möchte nicht noch deutlicher werden...

Gratulation, Erzbistum Berlin: So kann man auch mit dem Thema "katholische Blogger" umgehen...!

Eigentlich wollte ich nichts mehr über Kardinal Marx und seine Bloggophobie schreiben
( ---> HIER und HIER !)
Tue ich auch nicht, aber dank des freundlichen Hinweises
des Lesers und Bloggerkollegen Jürgen Niebecker verweise ich flott mal auf das Erzbistum Berlin, wie kreativ die dort
mit dem Thema umgehen.
Ganz klar:
  Daumen hoch
und ein richtig dickes Kompliment! ---> HIER !

Sauerei! - So schüren rechte Lügner mit einem Brief Ängste vor Flüchtlingen und Behörden...

Ekelhaft, kann man da nur sagen!
Einige Rechte schrecken offenbar auch nicht vor klaren Falschmeldungen zurück. Wie mehrere Medien melden, sind in einigen Gegenden im Osten Deutschlands vermeintlich amtliche Schreiben in großem Stil in Briefkästen verteilt worden, die eine krasse Fälschung sind.
Da dürften gleich mehrere Straftatbestände in Frage kommen, und so ermittelt die Polizei nicht nur wegen Volksverhetzung.
Schämt ihr euch eigentlich gar nicht?!
Man lese ---> HIER und HIER und HIER
und pdf HIER !

Verbale Tiefschläge gibt's eben nicht nur bei Hardcore-Tradis: "SPIEGEL"-Leser über einen Ordensmann...

Beliebtes Spielchen, manchmal auch bei Kardinälen (ich nenne keinen Münchner Namen!): Diese bösen Tradis, mit denen redet man am besten gar nicht, die kennt man am besten über-
haupt nicht.
Sind Sie so mutig, einen Blick über den Tellerrand zu wagen? - Dann schauen Sie z.B. mal in den "SPIEGEL", der in einem freundlichen Artikel (sowas gibt's also auch!) am vergange-
nen Sonntag über einen jungen Mann schrieb, der sich nach seinem Studium der Ordensgemeinschaft der Pallottiner anschloss.
So weit, so gut. - Was dann aber an Leseräußerungen über "Bruder Matthias" hereinbrach, ist fast unfassbar. Es gibt auch Lob und Respekt
vor seiner Lebensentscheidung, aber auffallend viel Häme, böse Unter-
stellungen, pauschale Kritik an der Kirche. 

Wenn man die Leserkommentare studieren will, muss man beim Artikel sehr weit nach unten scrollen ---> HIER !
Es ist wohl einen unerfreuliches Phänomen unserer Internet-"Kultur",
dass Leute derart pauschal niedergemacht werden, und das, ohne sich überhaupt ernsthaft mit denen und ihrer Entscheidung befasst zu haben. Es lebe das Vorurteil...!

Bloggerkollege Dr. Josef Bordat hat sich in gewohnt treffsicherer Weise damit beschäftigt. ---> HIER !

Kardinal Danneels, ein mafia-ähnlicher Club gegen Benedikt XVI. und der Papstwahl-Krimi...

Es wird von "Reformern" ja immer wieder gerne hervorgehoben, wie wichtig es sei, dass die Kirche endlich in der "Realität" ankomme.
Ich fürchte, manchmal haben wir in der Kirche mehr Realität, als einem lieb ist.
So kam jetzt heraus, was eigentlich nicht wirklich verwundert: Ein "mafia-ähnlicher" Club von Kardinälen arbeitete gezielt gegen Papst Benedikt XVI., und der Ex-Erzbischof Godfried Danneels gehörte dazu, wie er kürzlich zugab.
Die Gruppe unter dem schönen Namen
"St. Gallen" habe umfangreiche Kirchen-
reformen durchdrücken wollen und deshalb neben dem Intrigieren gegen Benedikt XVI. auch die Wahl von Kardinal Bergoglio zum Papst geplant.

Man schaue z.B. ---> HIER und HIER !
Jetzt mal so ganz unter uns:  Es ist ja nicht verboten, wenn Kardinal Danneels Reklame für seine frisch herausgebrachte Biografie macht. Und dass sich Leute jetzt mal wieder über das Gekungel und die Tricksereien in unserer Kirche aufregen, war zu erwarten.
Aber was daran ist denn wirklich überraschend? - Klar gibt es (geheime) Treffen, klar gibt es diskrete Telefonate, klar gibt es sogenannte Seil-
schaften, klar gibt es Fraktionen, und leider auch manchmal Schläge deutlich unter der Gürtellinie. Aber war das nicht immer schon so?

Papst-Doppelgänger: Die Leute sind begeistert...

Heute reist der Papst weiter nach Phila-
delphia, unter ande-
rem auch zum Welt-
familientreffen.
Da gab es bei den Hardcore-Tradis im Vorfeld schon einigen Wirbel, weil bei der Organisation eine lesbische Managerin einen führen-
den Posten hat ---> HIER !
In Philadelphia selbst ist man für den Papst-Besuch sehr kreativ gewesen, wie z.B. dieses Video zeigt ---> HIER !

Bei der Höhe der Mietpreise während der Veranstaltung war man aller-
dings auch sehr "kreativ", siehe ---> HIER !
Über das Papst-Logo amüsierten sich einige allerdings - das sei doch wohl vorkonziliar, mit dem Rücken zum Volk... ---> HIER !
Sicher wird es auch solch eine leckere Papst-Pizza geben wie in New York... ---> HIER !
Dass musste ja so kommen: Auch "Doppelgänger" von Papst Franziskus sind im Einsatz. Gefällt mir! ---> HIER !
Am Montag ist der Rummel dann wieder vorbei. Um 10 Uhr landet der Papst in Rom.

Ich blogge trotzdem weiter: Papst spricht vor der UNO und erwähnt Jesus Christus mit keinem Wort!

Um die "säkularen Menschen" besser zu erreichen, vermied Papst Franziskus in seiner mit Spannung erwarteten Rede vor der UNO die Erwähnung von Jesus Christus. Das ist einigen ein wenig sauer aufgestoßen, so z.B. (englisch) ---> HIER !
Vielleicht sehe ich das zu ent-
spannt, aber darüber kann ich mich nicht aufregen.
Die Vermeidung des Verweises auf Jesus Christus und seine Botschaft
ist bei Papst Franziskus ja nicht chronisch. Und dass der Papst gläubiger Katholik ist, dürfte den UNO-Delegierten vermutlich bekannt sein.
Man mag mich dafür ruhig verbal attackieren, aber für mich macht es (etwas vereinfacht formuliert) den Christen nicht aus, wenn er immer "Jesus Christus!" ruft, sondern wenn er dessen Willen tut.

Einen Artikel über die Rede gibt's z.B. ---> HIER !
Die Rede im Wortlaut ---> HIER !
.
Hinweis in eigener Sache:   Mein Blog hat erfreulicherweise viele Leser.
Dafür bin ich dankbar. Mein Blog hat auch viele kritische Leser, und dafür bin ich besonders dankbar. Derzeit gibt es aber auch wieder verstärkt (gestern waren es fünf) "böse" E-Mails, alle anonym bzw. mit Phantasie-Absendern.
An deren Adresse: Ihre Mühe können Sie sich sparen. Hass hat bei mir keine Chance.
Ich bin mittlerweile im fast biblischen Alter und blogge in großer innerer Freiheit. Kleingeister aller Art, die mich beschuldigen, nicht mehr katholisch zu sein, werden
bei mir nichts erreichen.
Erst kürzlich ist ein guter Freund von mir "einfach so" mit Herzinfarkt tot umgefallen. Da kommt man schon ins Grübeln über die Prioritäten im Leben und über sein letztes Stündchen. Ich werde meine kostbare Zeit jedenfalls nicht mit überflüssigen Debatten und dumpfen "Argumenten" verbringen. Und meinen Lesern werde ich das auch nicht zumuten!              Der Kreuzknappe

Freitag, 25. September 2015

Ich verrate nicht, woran ich dabei gerade denke: Deutsche Bischöfe "ermuntern", "Charismen" in die Kirche einzubringen...


                                             (Textausschnitt, S. 28)
Wie z.B. die "Münchner Kirchennachrichten" (hüstel, hüstel!) schreiben, haben die deutschen Bischöfe zum Abschluss ihrer diesjährigen Herbst-Vollversammlung ein Papier veröffentlicht mit dem Titel "Gemein-
sam Kirche sein"
. Darin wird eine stärkere Zusammenarbeit von Priestern, Hauptamtlichen und Laien gefordert. ---> HIER !
Auf der Internetseite der DBK findet sich neben einer Bestellmöglichkeit auch ein Link, um die 59-seitige Broschüre als pdf-Datei herunterzuladen
---> HIER !

Notfallplan Bistum Passau: Jetzt heißt es, für die Flüchtlinge zusammenzurücken...

So sollte es sein: Nicht nur reden, sondern handeln. Die Kirche tut schon viel für die Flüchtlinge, aber da geht schon noch so einiges. Ein gutes Beispiel gibt das Bistum Passau - heute wurde das Konzept für die Unterbringung weiterer Flüchtlinge auch bei winterlichen Bedingungen vorgestellt. Weitere kirchliche Gebäude werden dafür
zur Verfügung stehen, und auch im Priester-
seminar wird man zusammenrücken. Donnerwetter, da werden von Bischof Stefan Oster und seinem Team jetzt aber Nägel mit Köpfen gemacht!

Man lese ---> HIER und HIER !

Medizynisches: Bei Kardinal Marx Symptome einer virulenten Bloggophobie?

Um ehrlich zu sein: Nach Ablauf eines Tages fällt es mir schwer, mich auch nur noch ein bisschen über Kardinal Marx aufzuregen. In zwei Artikeln habe ich dazu genug geäußert, was der Chef der deutschen Bischöfe da sagt. Da Marx keine Blogs kennt, kann er mich z.B. gar nicht gemeint haben...
Bei anderen sitzt der Ärger noch tief. Der Bloggerkollege und Journalist Peter Winnemöller, der meines Wissens der Erst-Entdecker der Marx'
schen Bloggophobie ist, legt heute noch mal ordentlich nach. Man spürt seine Enttäuschung, und er grübelt darüber nach, wie sich seine Arbeit als Blogger nach der Marx'schen Attacke ändern wird. Mit einem einzigen Satz habe Marx die Bemühungen um eine Annäherung zwischen Bloggerszene und Amtskirche "förmlich zerschmettert". ---> HIER !
Das kann man durchaus so sehen. Als Schadensbegrenzung und Zeichen des guten Willens wäre jetzt vielleicht eine Einladung der katholischen Blogger zum Gespräch Dialog mit Kardinal Marx angebracht...

Bischof Overbeck's Flüchtlings-Predigt: Große Empörung, aber auch Zustimmung ...

Einen "Shitstorm" nennt es die "Frankfurter Rundschau",
was da in den letzten Tagen über Bischof Overbeck (Essen) hereingebrochen ist. Vor allem ein Satz seiner letzten Sonn-
tagspredigt brachte das Fass zum Über-
laufen: "So wie  die Flüchtlinge ihre Le-
bensgewohnheiten ändern müssen, werden auch wir es tun müssen."

Wie daraufhin z.B. die "WAZ" schrieb, haben "etliche Katholiken" deshalb mit Kirchenaustritt gedroht. - Auf der Facebook-Seite des Bistums ging es demnach so hoch her, dass der betreuende Bistumsmitarbeiter alle Hände voll damit zu tun hatte, diverse Leserbeiträge zu "moderieren" und zu löschen. 

Man lese die beiden Zeitungsberichte ---> HIER und HIER !
Die Facebook-Seite des Bistums ---> HIER !
Die Christen sollten sich um ihren Nächsten kümmern, wird da z.B. for-
muliert, aber hierzulande kümmere man sich lieber um den Übernächsten. Nicht gelöscht wurde z.B. auch der Leserhinweis, ein Bischof "sollte nicht die Gesellschaft spalten", sondern zusammenführen. Kurz und knackig meint ein anderer Leser: "Warum soll sich der Gastgeber den Gästen anpassen. Anders wird ein Schuh draus!"
Andere danken dem Bischof ausdrücklich "für diese klaren Worte".
Auch immer wieder ein beliebtes Argument: Wo bleibt das persönliche Vorbild unserer Kirchenoberen? "Wer anderen predigt, auf Wohlstand...
zu verzichten, sollte bei sich selbst... anfangen und auf das üppige Bischofsgehalt verzichten..."
Flüchtlinge --- die never ending Story...?

Die letzte Heilige Messe von Pater Pio und eine Predigt von Erzbischof Gänswein über ihn...

Linktipps Erntedank ---> HIER !
Predigt und Tipps für 26. Sonntag B
---> HIER !


Am 23. September 1968 starb Pater Pio.
Einen Tag vorher feierte er seine letzte Heilige Messe. Ein bewegendes Video-Dokument davon gibt's ---> HIER !

In den zuweilen etwas turbulenten aktuellen Debatten tut es vielleicht mal gut, noch einmal Maß zu nehmen an dem, was unser christliches Leben ausmacht.
Erzbischof Georg Gänswein predigte vor-
gestern über Pater Pio:

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>                             Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

Ach, macht Papst Franziskus jetzt sogar Schleichwerbung für eine Keks-Marke...?!

Bei "Facebook" entdeckte ich unter "Shelley Marmors Fotos" etwas, da musste ich auch zweimal hingucken: Papst Franziskus steht da vor einer schwierigen Ent- scheidung, welche Kekssorte er
besser findet.
Witzig, aber es sieht leider auch ein wenig nach Schleichwerbung aus, oder...? ---> HIER !

Und nun auf die Schnelle noch ein paar Schmunzler-Links zur Seite "Museum of Internet": Da wäre zuerst einmal eine Übeltäterin, die noch mit dem Tatwerkzeug erwischt wurde. Dabei sollte das doch nur eine Liebeserklärung werden... ---> HIER !
Manche lieben es eben etwas wärmer... ---> HIER !

Schulbus für Zwergschulen? ---> HIER !