Dienstag, 19. Januar 2016

Bevor in Limburg der neue Bischof kommt: Frankfurter Katholiken erhoffen Segnung von Homo-Paaren

"Erhofft werden von einer Mehrheit der Forumsteilnehmer auch regelmäßige Seg-
nungsgottesdienste für homosexuelle Paare
und Geschiedene, die eine neue Partnerschaft eingegangen sind. In vielen Gemeinden gebe es bereits solche Feiern, obwohl die katholische Kirche sie offiziell nicht zulässt."

So kann man es seit gestern im "Höchster Kreisblatt" nachlesen, das über ein Treffen
von
Frankfurter Katholiken in Anwesenheit von Stadtdekan Johannes zu Eltz berichtete.
Auch erhoffe man sich vom Bistum mehr Mit-
spracherecht beim Geld und beim Personal,
was immer das auch konkret heißen könnte.
Ich nehme aber mal an, dass man nicht vor Ort darüber abstimmen möchte, wer Pfarrer der Gemeinde wird.

Man ist offenbar zuversichtlich, dass man "viele der Forderungen... ohne umständliche Prozesse auf Stadtebene" von Frankfurt einfach umsetzen könne. Welche Verfahrensweisen man als "umständlich" ansieht, wird leider auch nicht verraten. Sind da vielleicht alle, die dagegen sind, um-
ständliche Bremser?
Johannes zu Eltz erklärte jedenfalls schon mal einige Details über Gott
und worüber der sich seiner Meinung nach freut: Der freue sich nämlich "nicht über eine Kirche im Wachkoma". ---> HIER !

Schon vor der Versammlung erfuhr man aus der "FAZ", dass man bei der derzeitigen Bistumsleitung signalisiert habe: "Große Bedenken" gebe es nicht. Auch da ist ein großer Spielraum, was diese Aussage - zumal kurz
vor der für dieses Jahr erwarteten Ernennung eines neuen Bischofs - nun bedeuten könnte. ---> HIER !

Was den rührigen Stadtdekan betrifft, so hat dieser schon vor einiger Zeit mehrfach und in erstaunlicher Offenheit kundgetan, welche Vorstellungen er selbst über die katholische Kirche der Zukunft hat. Man lese z.B.
---> HIER !

Wenn man auf den markigen Spruch vom "Wachkoma" reagieren wollte, könnte man formulieren: Gott will ganz bestimmt auch keine Kirche außer Rand und Band...!

Kommentare:

  1. Wenn es den Linken nicht nach der Mütze geht,
    dann sind es "umständliche Prozesse", die man
    gerne beseitigt haben möchte.
    Sonst schreien sie immer nach Diskussionen,
    nach Gremien und Stuhlkreisen ohne Ende.
    Was für eine Heuchelei in Limburg!

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  2. @Mynonarius:
    Besser hätte ich - selbst im Bistum Limburg lebend - die Schizophrenie nicht benennen können.

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  3. Ordinariatsgeschädigter19. Januar 2016 um 16:24

    Das Signal, was da jetzt in Richtung Rom
    und in Richtung Bischofsernennung ausgesandt wird,
    ist fatal:
    Man zeigt, dass die Verantwortlichen im Bistum Limburg
    immer noch nicht genug gelernt haben und weiter darauf
    setzen, die offizielle kirchliche Linie zu ignorieren
    und zu boykottieren.
    Der neue Bischof tut mir jetzt schon leid.

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  4. Ich fürchte, denen ist nicht mehr zu helfen.
    Als ich auf einer Tagung war und in der Vorstellungs-
    runde erklärte, dass ich im Bistum Limburg wohne,
    rutschte es dem Versammlungsleiter heraus:
    "Ach, das tut mir aber leid für Sie...!"

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  5. Limburger Insider20. Januar 2016 um 04:45

    Das Schlimme ist, dass die Berichterstattung vor und nach dem Ereignis, gelenkt durch den Stadtdekan Johannes zu Eltz, die Realitäten der Veranstaltung kaum abgebildet hat. Bis auf wenige Ausnahmen waren im Kreis der Laien keine Revoluzzer anwesend. Unter den zahlreich anwesenden Pastoralen Mitarbeitern aber dafür ganz viele.
    Es gab insgesamt sechs unterschiedliche Themengruppen, von fünf Gruppen gab es Ergebnisse, die ganz den römisch-katholischen Auffassungen entsprechen (ohne Presseberichterstattung). Einzig die vom Stadtdekan zusätzlich eingerichtete Gruppe "Kirche für alle", die dann den Vorschlag (im Sinne von JzE) mit der Segnung für Homosexuelle und wiederverheiratet Geschiedene formuliert hat, ging in diese Richtung - aber auch nicht nur. Es gab in den Gesprächsrunden deutliche Kritik an den vorliegenden vorformulierten Textvorschlägen - aber das hat alles nichts genützt. Als Moderatorinnen waren dafür zwei Pastoralreferentinnen eingesetzt (u.a. die in der Presse bekannte Pia Arnold-Rammé), deren Meinung immer die des Stadtdekans ist.
    Auch beim Kreuzknappen wird immer wieder auf "die Gremien" gezeigt. Vielleich könnte man mal darüber nachdenken, ob es nicht viel mehr die Amtsträger sind, die hier völlig aus dem Ruder laufen. Ich bedauere den künftigen Bischof schon jetzt auf das Heftigste - wegen des Limburger Klerus.

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