Samstag, 30. Januar 2016

Das Kreuz mit dem SWR-"Nachtcafé" und dem schwulen Herrn Charamsa: Ich bin jetzt für Vielweiberei in Deutschland!

Dies ist ein Kommentar, und ein etwas satirischer dazu. Aber das kommt davon, wenn man beim Sender SWR gestern das "Nachtcafé" gesehen hat, mit dem viel versprechenden Titel "Das Kreuz mit dem Sex". - Es ging mal wieder um den Umgang der katholischen Kirche mit Zölibat und Homo-
sexualität. - Da ist ja schon mal die Anzahl der Podiumsteilnehmer auf-
schlussreich, die für Pro und Contra von der Redaktion eingeladen wurden. ---> HIER !
Man mag selbst zählen, wie da von vorneherein gewichtet wurde.
Klar gehörte der Herr Charamsa dorthin, dessen coming-out als Homo-
sexueller einen Tag vor Beginn der Synode im Oktober 2015 angeblich ein "Erdbeben" in der Kirche ausgelöst hat, das merkwürdigerweise nur kaum jemand bemerkt hat. Seine Aktion hat sich auf die Synode nicht ausgewirkt.

Die Rollen waren gestern klar verteilt, wer der Gute und wer der Böse ist.
Die Kirche ist die Böse, das sei schon mal verraten, wird meine Leser aber nicht sonderlich überraschen, schätze ich mal.
Der Zölibat macht nämlich alles kaputt, konnte man sinngemäß ver-
nehmen. Er zwängt die Menschen unnatürlich ein, macht sie zu Heuchlern und zerstört die Persönlichkeit. Die Kirche ist da völlig weltfremd und lebt eine Doppelmoral, denn sowas wie der Zölibat ist gegen die männliche Natur.

Ich habe ja schon mehrfach ernsthafte Artikel und Verlinkungen zum Thema Zölibat in meinem Blog präsentiert, sodass ich mich jetzt ganz der Ironie widmen kann.
Entwickelt man die gestern beim SWR vorherrschenden Gedankengänge etwas weiter, sollten wir uns doch mal mit der gesetzgeberisch aufgezwun-
genen Monotonie Monogamie
in Deutschland beschäftigen. Wer nämlich eine zweite Ehe eingeht, bekommt jede Menge Ärger. ---> HIER !

Dabei wäre das doch echt überlegenswert und ein Zeichen der Realitäts-
nähe und auch näher an der männlichen Natur, wenn wir Männer eine Doppel-Ehe eingehen dürften, also das Recht auf Zweit- und Drittfrauen bekämen. Man bedenke doch bloß, wie viele Verheiratete heutzutage fremdgehen, also eine einzige Heuchelei! Und dann kommt es auch noch
zu diesen hässlichen Scheidungen!
Das muss man dem deutschen Staat schon den Vorwurf machen, dafür mitverantwortlich zu sein, dass die Persönlichkeit zerstört wird, dass Menschen seelisch kaputt gehen. Ich bin jetzt also unbedingt für die Vielweiberei in Deutschland!

Das wäre übrigens auch, liebe Politiker, ganz im Sinne von Multikulti,
denn das käme manchen muslimischen Männern entgegen. Es gibt ja sogar schon ein paar hundert Männer hierzulande, die ganz nach ihrer Tradition mit mehreren Frauen leben (darüber in einem anderen Artikel demnächst mehr). -- Also, lieber Sender SWR, bitte demnächst die Sendung über das Kreuz mit der Monogamie...!
 

Eine Zeitung lobt (ernsthaft?) die Vorteile der Polygamie ---> HIER

Kommentare:

  1. Sie sollten nicht vergessen zu erwähnen, dass ja auch die Afrikaner gerne schnackseln, der Zölibat für afrikanische Geistliche also eine besondere Belastung darstellt!

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    1. Ich weiß im ersten Moment nicht,
      ob ich den Beitrag von "Puda" eher unter
      "unfreiwillige Komik" oder besser doch unter
      "europäische Arroganz und Diskriminierung"
      einordnen sollte.
      Wenn ich mir die Zahl der Ehebrüche ansehe,
      die Zahl der Scheidungen, und wenn ich mir so
      ansehe, was in großen Teilen des Fernsehens
      sexuell geboten wird, dann scheint mir nicht
      Afrika, sondern Europa da ein großes Problem
      zu haben.

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    2. "Der Schwarze schnackselt halt gern!"
      Wer das gesagt hat? Na klar, die allerfrömmste Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, Leit- und Galionsfigur der katholischen Traditionalisten. Die gegen diese These übrigens nie protestiert haben...

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  2. ein Münchner auf Erden30. Januar 2016 um 06:48

    Ich habe die Sendung auch gesehen,
    aber nach einer halben Stunde ausgemacht.
    Das war ja eine Dauerwerbesendung für
    Herrn Charamsa.
    Unfassbar, was der von sich gegeben hat.
    Da verheimlich der jahrzehntelang seine
    sexuellen Neigungen, gibt sie dann ganz
    zielgerichtet direkt vor der Synode bekannt,
    um möglichst viel Aufsehen zu erregen
    und beschwert sich dann auch noch, dass
    man ihn rausgeschmissen hat.
    Was für eine verdrehte Darstellung!

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  3. Wer sich solche "Diskussionen" im deutschen
    öffentlich-rechtlichen (?) Fernsehen antut,
    ist selber schuld. Wofür gibt es die Fernbedienung?
    Sorry, KREUZKNAPPE, aber da kann ich Sie nicht bedauern.

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  4. Ordinariatsgeschädigter30. Januar 2016 um 09:38

    Man weiß beim Fernsehen sehr wohl,
    warum man schlagfertige Katholiken wie z.B.
    den Psychiater Dr. Manfred Lütz
    lieber nicht in Talkshows einlädt.
    Es könnte ja passieren, dass er die Stimmung
    positiv beeinflussen könnte.
    Prima, SWR, wieder einmal eine Sendung,
    bei der man vorher schon wusste, was am
    Schluss rauskommen sollte.

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  5. Die "Vielweiberei" ist in Deutschland nichts Ungewöhnliches: Die erste Ehe wird offiziell geschlossen und die Ehen zwei bis vier vom heimatlichen Koranprediger. Während die Erstfrau über den Mann mit Harz IV versorgt werden, gelten die Damen zwei bis vier offiziell als alleinerziehende Mütter und werden dann direkt von der BA alimentiert. Wir schaffen das!

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    1. Die Vielweiberei ist nicht nur bei den Mohammedanern nichts Ungewöhnliches, sondern auch bei ganz normalen Deutschen, und nicht zuletzt bei sog. Prominenten. Man frage nach bei Gauck, Wulff, Schröder, Fischer, Lafontaine u.v.a. Und keiner unserer Bischöfe hat auch nur einem von denen mal ins Gewissen geredet geschweige denn exkommuniziert (wie es vom Kirchenrecht her Pflicht wäre!!)

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    2. Im Prinzip hast Du recht. Es geibt aber einen wesentlichen Unterschied zwischen der Vielweiberei der Genannten und der Vielweiberei der Mohammedaner: Schröder und Konsorten hatten bis auf die Übergangsphasen zwischen den Damen in der Regel immer nur eine und nicht vier gleichzeitig.

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  6. Als jahrzehntelanger Fernsehzuschauer des SWR
    habe ich in den letzten Jahren schon öfter eine
    Entwicklung bemerkt, die mir nahelegt, dass es
    für mich besser ist, meinen regional zuständigen
    Sender nur noch zwecks Nachrichten zu schauen.
    Magazinsendungen schaue ich schon lange nicht mehr.
    Schade nur, dass man zwangsweise verpflichtet ist,
    dafür auch noch zu zahlen!

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  7. Sehr geehrter Herr Eutebach,

    hört man Christoph Charamsa einmal genauer zu, dann hört man heraus, daß seine persönliche Entwicklung auch einen tragischen Verlauf hätte nehmen können. Über viele Jahrhunderte hinweg sind Menschen in vergleichbaren Lebenssituationen abgerutscht bis in schwere seelische oder psychiatrische Krisen bis hin zur völligen Verzweiflung im Selbstmord (auch heute noch). Und dies hat selbstverständlich oft seinen Ursprung in einer Indoktrination des Betreffenden (bzw. auch seines Umfeldes) mit einer kirchlichen Sexuallehre, die viele Menschen früh mit sich selbst entfremdet und ihnen gar nicht erst ermöglicht (hat), so etwas wie eine "Entscheidung" für ihren (priesterlichen) Lebensweg zu fällen.
    Daß nun gerade die Vertreter genau jener oft unmenschlich sich auswirkenden Ideologie derart skrupellos Häme und Spott über diesen Menschen Charamsa ausgießen, der durch die Liebe eines anderen Menschen zu seiner persönlichen Integrität hin gerettet wurde, ist wirklich schwer auszuhalten.
    Dies verwirrt umso mehr, da Sie selber als Pädagoge ein hohes Maß an menschlicher Verantwortung zu tragen hatten und ja auch hier in Ihrem Blog zu verschiedenen Themenstellungen öfters authentisch und glaubhaft echtes Mitgefühl zeigen, woselbst sich dann Ihr - im besten Sinne - christliches Wesen zeigt. Der Gegensatz zwischen einem christlich mildtätigen Wesen und vorchristlich archaischer Grausamkeit springt einen an und läßt mich fragend dastehen. -

    Falls Sie nicht öffentlich hier im Blog antworten möchten, geben Sie mir bitte kurz Bescheid, ich lasse Ihnen dann gerne meine Emailadresse zukommen.

    Freundliche Grüße
    Peter Friedrich

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    1. Ich schätze es sehr,
      wenn Leser kritisch zu meinen Beiträgen
      Stellung nehmen, sofern das wie bei Ihnen in
      fairem Tonfall geschieht. Danke also erst einmal!
      Worin meine "Häme" gegenüber Herrn
      Charamsa liegen soll, ist mir auf den ersten
      Blick nicht klar.
      Was ihn selbst betrifft, so war er es, der reichlich
      mit Häme um sich geworfen hat und mit seiner
      Wortwahl nicht zimperlich war.
      Ich darf mal an frühere Artikel erinnern:

      http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/10/christoph-charamsa-wurde-nicht.html

      http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/10/charamsa-gibt-interviews-er-hat-nie.html

      http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/11/homosexueller-priester-charamsa.html

      Ich wünsche Ihnen alles Gute und einen
      schönen Sonntag!

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    2. Einen guten Wunsch auch noch zurück!

      Würden Sie wohl bitte kurz ein oder zwei konkrete Aussagen beispielhaft aufzeigen, in denen Charamsa im eigentlichen Wortsinne mit "Häme" "um sich geworfen" hat?

      Gruß

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    3. Siehe meine Artikel-Verlinkungen.

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  8. Laut AFP scheute Charamsa bei seinem "Rundumschlag
    gegen die katholische Kirche auch nicht den Charamsa
    sagte,die Kirche töte "Menschen nicht wirklich",
    aber sie töte sie psychologisch.

    Als ich das im obigen Link gelesen habe, war mein
    erster Gedanke: Was für eine Unverschämtheit!
    Charamsa ist freiwllig Priester geworden,
    und er ist freiwillig Priester geblieben.
    Warum war er nicht so ehrlich und hat schon viele
    Jahre früher klar Schiff gemacht?
    Aber das kennen wir ja: Immer sind die anderen
    Schuld.

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    1. Von "Freiwilligkeit", "freier Entscheidung" oder dergleichen kann überhaupt nicht die Rede sein, habe oben etwas dazu vermerkt.

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  9. Nun , man könnte das kurz und knapp zusammenfassen :

    1. Es spricht nichts gegen Polygamie, abgesehen vom Verwaltungsaufwand und "religiösen Gefühlen" mancher.

    2. Der Zölibat ist zwar widernatürlich und unbiblisch, aber das ist nicht der Kritikpunkt (auch wenn die psychologischen Folgen bekannt sind). Kritikwürdig ist höchstens daß Messen mit zweierlei Maß, wie es die Kirche betreibt. Entweder der Zölibat gilt für alle Geistlichen, oder eben nicht. In der RKK wird das Recht beliebig gehandhabt, so dass es eben verheiratete und unverheiratete Priester gibt. Da wundert es nicht, dass sich da so ein paar Pfarrer verarscht vorkommen.

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