Donnerstag, 21. Januar 2016

Der Frikadellen-Krieg: Kein islamfeindliches Essen in Kindergarten und Schule!?

Eine Gemeinde in Dänemark hat quasi die "Schweinefleischpflicht" wieder eingeführt. Wie aus einem Artikel der "taz" hervorgeht, hatte man aus Rücksichtnahme vor Muslimen alle Schweinefleischprodukte komplett und generell vom Speiseplan des Kindergartens abgesetzt. Vermutlich gab es, so wie in einigen deutschen Ortschaften auch, ständig Querelen mit einigen muslimischen Eltern des-
wegen.
Nun hat der Gemeinderat als Träger der Einrichtung festgelegt, dass auch wieder Schweinefleisch im Essens-
angebot sein muss. Wie man sich denken kann, gehen die Wogen jetzt dementsprechend hoch.
Während die einen das als "islamfeindlich" auslegen, verweisen andere darauf, dass diese Speisen ohnehin gekennzeichnet sind und dass es ja auch eine Auswahlmöglichkeit für die Kinder gebe, um das zu umgehen. ---> HIER !
Warum man da gleich ideologische Kriege draus machen muss, verwundert mich ein wenig. Ja, leider gab (und gibt?) es auch in Deutschland Städte und Gemeinden, die das Schweinefleisch aus ihren Kindergärten und Schulen verbannt haben, aus organisatorischen Gründen, wie es meistens hieß. Die Essensausgabe werde sonst zu kompliziert. Ein Argument, das stark nach Scheinargument riecht, vermute ich mal.

Ich habe dazu schon was geschrieben. Man sollte nicht als "Toleranz" verpacken, was in Wirklichkeit Bequemlichkeit und Konfliktscheu ist. Toleranz, so habe ich es zumindest gelernt, ist doch keine Einbahnstraße!
Toleranz? ---> HIER !
Keine Schweine mehr in Schulbüchern! ---> HIER !
Am besten getrennte Kindergärten? ---> HIER !   

Kommentare:

  1. Mechthild Schneider21. Januar 2016 um 06:38

    In einem Ort in der näheren Umgebung ist eine
    Grundschullehrerin schwer diskriminiert und schließ-
    lich sogar entlassen worden, weil sie einem muslimischen
    Kind versehentlich ein Gericht mit Schweinefleisch
    gegeben hat (so geschehen in Betzdorf-Bruche im
    Kreis Altenkirchen, Rheinland-Pfalz).
    Mehr braucht man dazu wohl nicht zu sagen!

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    1. Falsch.

      Ich empfehle dringend die Lektüre des diesbezüglichen Artikels. Die Lehrerin ist NICHT deswegen entlassen worden.

      Ich finde die Verbreitung solcher Falschmeldungen äußerst - höflich formuliert - problematisch. So wird die Verbreitung von Falschmeldungen, üblen Gerüchten und grundlosen Hetzereien verbreitet und angestachelt.

      Link zu dem Fall:
      http://www.ak-kurier.de/akkurier/www/artikel/9917-schulleiter-wehrt-sich-gegen-hetze-im---schnitzelkrieg--

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    2. Mechthild Schneider22. Januar 2016 um 08:38

      Falsch!
      Ich habe garnicht behauptet, dass der Rektor
      die Lehrerin entlassen hat.
      Ich habe nur auf das Ergebnis geschaut, ob man
      das nun juristisch spitzfindig Entlassung nennt
      oder anders:
      Die Lehrerin ist erst mal aus dem Verkehr gezogen
      und später ganz entfernt worden.
      Meine Freundin wohnt in Betzdorf-Bruche und
      hat das alles hautnah mitbekommen.

      http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/altenkirchen-betzdorf_artikel,-Schweinefleisch-Panne-Lehrerin-greift-Rektor-an-_arid,149209.html

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    3. Es ist ein himmelweiter Unterschied ob jemand entlassen wurde oder nicht. Sie haben hier definitiv gelogen. Die Lehrerin ist NICHT entlassen worden. Die hat sich bis zum Ende der aktiven Altersteilzeit krankschreiben lassen und ging danach in die passive Altersteilzeit. Und auch das ist keine "entfernt worden". Jede Altersteilzeit besteht aus einer ersten aktiven und zweiten nachfolgenden passiven Phase. Daraus irgendwas zu basteln - so von wegen entfernt worden zu sein - spricht von vollkommener Unkenntnis bezüglich arbeitsrechtlicher Belange.

      Sie hat zudem auch einen Prozess verloren. Sie wurde eben nicht suspendiert, sondern nur für 6 (sic!) Unterrichtsstunden freigestellt.

      Also nix mit Entlassung/Kündigung/Entfernung.

      Link dazu:
      http://www.rhein-zeitung.de/region_artikel,-Urteil-im-Betzdorfer-Schnitzelkrieg%E2%80%9C-_arid,219171.html

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    4. Ein Lehrer, der auch auf's Abstellgleis geschoben wurde22. Januar 2016 um 16:30

      Mit Begriffen wie Lüge sollte man sparsam
      umgehen. Eine Lüge ist eine ganz bewusst verbreitete
      Unwahrheit, von der man genau weiß, das die Information falsch ist und nur zum Zwecke dient, den anderen zu
      täuschen und dadurch einen Vorteil für sich zu erlangen.
      Im vorliegenden Fall gab es zwar keine Entlassung,
      aber doch eine Art Nötigung - zumindest wurde es
      so empfunden.
      Man sollte auch mal sehr sorgfältig Zeile für Zeile
      - und auch zwischen den Zeilen! - lesen, was z.B.
      der Personalrat der Schule dazu festgestellt hat.

      http://www.rhein-zeitung.de/region_artikel,-Schnitzel-Fall%E2%80%9C-Gespraechsprotokoll-belastet-Rektor-_arid,163731.html

      http://www.rhein-zeitung.de/region_artikel,-RZ-REPORTAGE-Ein-Schnitzel-und-viele-Verlierer-_arid,159271.html

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  2. Es ist geradezu albern,
    wenn von Verwaltungen behauptet wird,
    ein differenziertes Fleischangebot sei nur schwer
    organisierbar. Um rein vegetarische Gerichte an-
    bieten zu können, hat man offenbar keinerlei
    organisatorische Probleme...!

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    1. Laut Ernährungsreport 2016 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (HIER) sind gerade mal 3% der Bundesbürger Vegetarier, dabei sind es nur 1% der Männer und 6% der Frauen.
      Laut dem Wikipedia-Artikel Religionen in Deutschland leben hier rund 5% Muslime.

      D.h. es Leben hier rein statistisch mehr Muslime als Vegetarier.

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  3. Erst mussten die Kreuze abgehängt werden,
    jetzt wird uns das bei uns übliche Essen vorenthalten,
    und morgen...?!

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    1. Burka und Niqab, was sonst ;-)

      Aber Ihre Anmerkung zum "üblichen Essen" finde ich interessant. Ich vermute mal, dass Sie nicht wissen, dass Dänemark unter den Ländern mit der höchsten Verzehrrate an Schweinefleisch ziemlich weit oben liegt.

      Seit Jahren gibt es Bestrebungen und Aktionen von unterschiedlichsten Gruppierungen sowie den, bis vor kurzem Regiereden, den (Schweine)Fleischverzehr zu senken. Aber jetzt haben wir ja die müslimistischen Flüchtlinge. Welch herrlich "schwarzes Schaf" und welch herrlicher "Sündenbock". Jetzt sind nicht mehr die einheimischen "Gesundheitsapostel" oder einheimischen "Fleischverweigerer" Schuld. Neeee - jetzt sind die pöhsen pöhsen Flüchtlinge und ihr Müslimismus ;-) schuld.

      Und jetzt pochen wir auf Schweinefleisch - schei. doch auf die Gesundheit.

      Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Fleisch ist teurer als sogenanntes "vegetarisches Essen". Mit "sogenannt" meine ich die schlichte Variante Nudeln-mit-Fertigsoße usw. Erstaunlich ist doch, dass gerade dann, wenn bei Schulspeisungen eingespart werden soll, als erstes das Fleisch rausfällt.

      Aber jetzt haben wir ja die muslimischen Flüchtlinge, die sind daran schuld. Dass es da in Hintergrund womöglich schon lange vorher schlicht und ergreifend ums Sparen ging - ah wah, vergessen wir. Jetzt wird sich empört. Wo blieb die Empörung, dass für Schulspeisungen - schon seit Jahren! - viel zu wenig Geld zur Verfügung steht und deshalb eben auch gerne ohne hochwertiges (und daher teures) Fleisch verköstigt wird? Wo blieb die Empörung, dass schon seit Jahren mit Billig-Massen-Produkten im Gemüsebereich usw. verköstigt wird?

      Aber sei es wie es sei. Denjenigen, die die seit Jahren existierenden Einsparungen bei den Schulspeisungen (auch hier bei uns) erst jetzt empörolingeschwängert für sich entdecken, schreibe ich ins Stammbuch: Das ist seit JAHREN so, dass unserer Schulspeisungen teilweise ein Skandal sind. Aber erst jetzt, wo man sich gegen anscheinende müslimistischen ;-) Einfluss wehren muss, da wird wieder Schweinefleisch usw. gefordert - obwohl gerade das billige Schweinefleisch aus Massenproduktion nicht einer kindgerechten Ernährung entspricht. Ob das für die Kinder gesund ist, scheint keine Rolle zu spielen. Hauptsache Empörung.

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