Montag, 18. Januar 2016

Einsparungen: Evangelische Kirchengemeinde zieht gegen eigene Landeskirche vor Gericht

Das dürfte ja wohl auch extrem selten vorkommen, dass eine Kirchengemeinde gegen die eigenen Kirchen-Oberen vor Gericht zieht.
So ist es aber im Falle der evangelischen Kirchengemein-
de Haverlah bei Braun-
schweig. Man will sich damit gegen die Kürzung von Pfar-
rerstellen und die Zusammenlegungen im ländlichen Raum wehren.
Die "Wasserköpfe" in der Kirchenbürokratie würden gestärkt, an der Basis werde jedoch gekürzt. Die Kirchengemeinde sieht ihren juristischen Schritt als Akt der Notwehr, wie sie betont.
Unter anderem kritisiert man auch, dass durch Zwangszusammenlegungen die "Autonomie" der Gläubigen vor Ort "willkürlich" eingeschränkt wurde. Die Klageschrift des beauftragten Rechtsanwaltes bezieht sich auf "verfas-
sungswidrigen Entzug von Kirchenrechten"
.
Ob die Chancen für die Gemeinde wirklich groß sind, einen gerichtlichen Erfolg zu erzielen? Ich bin eher skeptisch, muss ich gestehen. - Ich stelle mir gerade vor, ob es eigentlich passieren könnte, dass eine katholische Gemeinde in einem ähnlich gelagerten Fall juristisch gegen das Bistum vorgeht.. 

Presseartikel dazu ---> HIER !
Die juristische Klageschrift (pdf) ---> HIER
Foto der St.-Servatius-Kirche ---> HIER !

Kommentare:

  1. Ordinariatsgeschädigter18. Januar 2016 um 11:11

    Aus der Tatsache, dass dies die einzige Kirchen-
    gemeinde ist, die dagegen klagt, kann man durchaus
    Schlüsse über die juristischen Chancen ziehen...

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  2. Semper Catholicus18. Januar 2016 um 14:35

    Katholischerseits geht das gar nicht. Da ist der Gehorsam gegen den Bischof und seine Entscheidungen oberstes Gebot. Gehorsam ist bei den basisdemokratischen Evangelen verpönt.

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