Dienstag, 19. Januar 2016

Kardinal Marx erklärt gerade, es gebe "wirklich anspruchsvolle Blogs" - Nix mit Verblödung?

Wie mir scheint, ist Kardinal Marx flexibel und lernfähig.
Bei "katholisch.de" hat er sich heute in einem Artikel über die Debattenkultur im Internet ausgelassen und dabei kriti-
siert, das Internet habe "die Kommunikationskultur nicht verbessert", womit er sicher nicht "katholisch.de" meint. Überraschenderweise wird er dann aber mit der Aussage zitiert, es gebe "wirklich anspruchsvolle Blogs".

Jetzt kann jeder mal rätseln, wie er das gemeint hat... ---> HIER !
Früher hieß es von ihm dagegen, "Verbloggung führt auch zur Verblödung". ---> HIER !
 

Kommentare:

  1. Aber, aber, werter KREUZKNAPPE,
    das ist doch wohl ganz klar, welchen Blog er
    damit unter anderem meint...!!! ;-)

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  2. Ich fürchte, so wie die frühere Aussage mal
    so dahergesagt war, so dürfte es auch bei
    dieser neuen sein. Nichts genaues weiß man nicht.
    Kardinal Marx vielleicht auch nicht.

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  3. Kardinal Marx sagt viel,
    wenn der Tag lang ist.
    Man sollte das einfach vergessen.

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  4. Ich sehe den Widerspruch nicht. Das ist doch die selbe Aussage wie damals, bloß vom Positiven statt vom Negativen her formuliert.

    Seine jetzige Aussage

    Das Internet hat aus Sicht von Kardinal Reinhard Marx die Kommunikationskultur nicht verbessert. Zwar gebe es wirklich anspruchsvolle Blogs, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) dem "Handelsblatt" am Dienstag. Andererseits würden Leute und Nachrichten niedergemacht oder hochgejubelt, kritisierte er.

    und der alte Satz

    Ich habe ja früher mal gedacht, wenn alle mit allen über alles reden, das wird den Diskurs verlebendigen und intensivieren. Aber ich muss Ihnen sagen: Das Gegenteil ist eingetreten. Diese Verbloggung führt auch zur Verblödung - manchmal.

    Der einzige Unterschied gegen früher ist, dass er jetzt explizit erwähnt, dass es vereinzelt auch hochwertige Blogs gibt. Hat er nicht gesagt, aber es ist unabweisbar, dass er dieser Ansicht war. All die, die er mit Verblödung meinte, fühlten sich getroffen und haben entsprechend aufgeschrien. Wohl dem Kreuzknappen, der sich schon damals nicht gemeint fühlte und sich jetzt gemeint fühlen kann.

    Kennt jemand noch den Witz von dem alten Bauern, der vor Gericht stand, weil er gesagt hatte, die Hälfte des Gemeinderates seien korrupte Dummköpfe. Vor Gericht verteidigte er sich mit den Worten: Ich erkläre feierlich, dass die Hälfte des Gemeinderats keine korrputen Dummköpfe sind.

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  5. Im Hinterhirn nachgrab:

    Soweit ich mich erinnern kann, wurde Marx damals nicht zu allgemeinen katholischen Blogs befragt, sondern es ging da um spezielle extremkonservative Internet-Seiten/-Blogs. So gesehen kein Widerspruch zu seiner derzeitigen Aussage.

    Ist insofern mit Gabriel und seiner "Pack-Äußerung" vergleichbar. Gabriel hat nicht "Asylkritiker" als Pack bezeichnet. Es ging in diesem Interview mit ihm ganz speziell um die steine- und böllerwerfenden Menschen, die dies gegen Polizisten und die Flüchtlinge einsetzten. Er hat nur(!) diese kriminellen Menschen als Pack bezeichnet.

    Aber ich frage mich immer mehr ob manche Menschen noch differenzeiern wollen. Oder wollen diese Menschen einfach nur rumholzen, Vorurteile und Vorverurteilungen schüren?

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    1. @marram: "differenzieren" ist für katholische Tradis mindestens ein ebensolches Unwort wie "Gutmensch". Nicht hassen sie mehr als differenzierende Gutmenschen. Da steht ihnen der betonhärteste Linke noch näher.

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    2. Elisabeth, was ist für Sie denn eigentlich
      ein "Tradi". Würde mich mal interessieren!

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    3. Ich bin zwar nicht gefragt, versuche aber mal eine Antwort:
      Jemand, bei dem sich die Liebe zu allem "Vorkonziliaren", die Ablehnung vieler Texte des Vatikanum II sowie eine seltsame Verachtung der "Moderne" mit einer tendentiell antidemokratischen, monarchistisch gestimmten Haltung mischen, die heutzutage nur in extrem rechten, oftmals adeligen Kreisen anzutreffen ist.

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